Fußball Oberliga

Niederwenigern: Hälfte der Gegentore bislang nach Elfmetern

Amin Ouahaalou und die Sportfreunde Niederwenigern haben in den ersten drei Spielen der Fußball-Oberliga viele unglückliche Gegentore bekommen.

Amin Ouahaalou und die Sportfreunde Niederwenigern haben in den ersten drei Spielen der Fußball-Oberliga viele unglückliche Gegentore bekommen.

Foto: Thorsten Tillmann

Hattingen.  Die Sportfreunde haben bisher vier Gegentreffer nach Elfmetern kassiert. Der Trainer nimmt unglückliche Situationen locker und gratuliert sogar.

Acht Gegentore haben sich die Sportfreunde Niederwenigern bislang in der Oberliga eingefangen. Die Hälfte davon fielen durch oder nach einem Elfmeter, alle Versuche gingen ins Netz. Dazu kommen noch zwei Tore, die durch sehr unglückliche Situationen gefallen sind. Damit müssen die Spieler mental klar kommen und sich im Laufe der Saison entwickeln.

„Gegentore sind grundsätzlich erstmal schlecht“, sagt Trainer Jürgen Margref. Jedes Tor könne am Ende einer Saison entscheidend sein – egal, ob es dabei um Auf- oder Abstieg geht. „Dass wir die Hälfte der Gegentreffer per Elfmeter bekommen haben, ist natürlich auffällig. Für eine Tendenz ist es aber noch zu früh“, so Margref weiter. Als Trainer wirkt er zunächst aufmunternd auf seine Spieler ein, wenn sie einen Strafstoß verschulden. So wie am Sonntag Paul Beyer gegen den 1. FC Bocholt.

Aufmunternde Worte für die Spieler

„Ich habe in der Halbzeit in der Kabine gesagt, dass so etwas passieren kann und er sich davon nicht runterziehen lassen soll“, verrät Margref, der auch dem erfahrenen Fabian Feldmann aufmunternde Worte gesagt hat, nachdem ihm ein höchst unglückliches Eigentor zugeschrieben wurde. Der Ball prallte gegen seinen Oberkörper und von dort ins Tor, das war die Führung für Bocholt in der zweiten Spielminute.

„Natürlich wird er sich darüber am meisten geärgert haben. Ich mache ihm dafür keinen Vorwurf. Wenn man das ganze mit gewisser Ironie nimmt, geht es auch“, sagt Margref. Er hat es so locker genommen, dass er seinem Innenverteidiger zum ersten Oberliga-Tor gratuliert hat. „Die Spieler müssen versuchen, solche Szenen abzuhaken und weiter zu machen. Das ist im Moment gewisses Lehrgeld, was wir zahlen“, betont der Trainer.

An der Aggressivität der Zweikämpfe arbeiten

Dass es allerdings zu den Zweikämpfen im Strafraum kommt, das könne und müsse seine Elf vorher schon verhindern. „Der Fehler ist schon eher passiert, wenn es dazu kommt. Wir müssen aber lernen, im Strafraum die Aggressivität in den Zweikämpfen nicht zu groß werden zu lassen. Risiko können wir außerhalb der gefährlichen Zone gehen“, gibt Margref vor. Einige Spieler müssten in den Zweikämpfen auch noch lernen, körperbetonter zu agieren. Der Trainer ist aber guten Mutes, seine Schützlinge seien lernfähig.

Ärgerlich waren die beiden Elfmeter, die im Spiel beim SC Velbert (1:3) gegen die Wennischen gepfiffen wurden. „Über den Gegner habe ich Videomaterial gesehen, wo klar zu sehen ist, dass es Fehlentscheidungen waren“, erzählt Margref. Dies ärgerte die Spieler, Kapitän Steffen Köfler fing sich Gelb wegen Meckerns ein. Das wiederum ärgerte seinen Trainer, da Spieler auf lange Sicht durch unkontrolliertes Verhalten eine Sperre provozieren können. „Wir müssen unsere Emotionen im Griff haben“, fordert er.

Drei Tore fallen aus dem Spiel heraus

Auch Sergej Stahl hatte damit am Sonntag nach Abpfiff Probleme, als er sich beim Unparteiischen beschwerte. Der hatte das Spiel nach einem Wechsel der Sportfreunde noch nicht wieder freigegeben, die Bocholter spielten dann weiter, was der Schiedsrichter nicht unterband – in der Folge fiel das vierte Gegentor bei der 1:4-Niederlage. Der Schiedsrichter soll seinen Fehler im Nachhinein gegenüber den Wennischen nicht zugegeben haben.

Dies war eines der drei Gegentore, die aus dem Spiel heraus fielen. Dazu noch nach einem Konter im Spiel gegen Velbert sowie das erste Gegentor im Auftaktspiel gegen TuRu Düsseldorf. In Bezug auf die Gegentore sagt Margref allgemein: „Es zeigt, dass wir noch Probleme haben, den Gegner von unserem Tor fernzuhalten. Aber auch das gehört zum Lernprozess.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben