Fußball

Protest des FC Sandzak könnte vor der Spruchkammer landen

Der FC Sandzak-Hattingen hat sich nach einer verwehrten Auswechslung beim Staffelleiter beschwert.

Der FC Sandzak-Hattingen hat sich nach einer verwehrten Auswechslung beim Staffelleiter beschwert.

Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services GmbH

Hattingen.  Der FC Sandzak hat nach einer abgelehnten Einwechslung den Staffelleiter angeschrieben. Ob das Spiel neu angesetzt werden könnte, ist unklar.

Der FC Sandzak hat Protest beim Staffelleiter eingelegt. Nach Schilderungen des Vereins ist der ersten Mannschaft am Sonntag im Kreisliga-B-Spiel gegen den TuS Heven II beim vierten Wechsel die Wiedereinwechslung von Ufuk Mercimek verwehrt worden. Der Sachverhalt muss nun geklärt werden.

Als sich Mercimek erneut für das Spiel bereit machte, soll Schiedsrichter Michael Weber den Wechsel abgelehnt haben, mit der Begründung, dass der Spieler nicht erneut aufs Feld darf. Die Sicht des Unparteiischen müsse nun gehört werden, sagt Martin Thüner, stellvertretender Vorsitzender des Kreis-Schiedsrichter-Ausschusses und Lehrwart. „Das war sehr ärgerlich, es war die Phase, in der wir auf den Ausgleich gedrückt haben“, sagt Almir Kurbasevic, Vorsitzender vom FC Sandzak.

Sonderregelung für Kreisliga B und C

Der Verein führte die Verwirrung um den Wechsel zunächst auf das neue Regelwerk zurück. Allerdings hat sich die Tatsache, um die es geht, gar nicht verändert. In den Kreisligen B und C durften auch vorher Spieler wieder eingewechselt werden, die zuvor ausgewechselt wurden.

Allein die Anzahl der Wechsel ist nun in den Ligen auf vier angestiegen. Warum es also zu der möglichen Verwechslung der Regel kam – wenn sie sich bestätigt – ist noch unklar. „Es ist ein erfahrener Kollege“, weiß Hattingens Schiedsrichter-Obmann Dirk Bramkamp, der die Partien in der Kreisliga B ansetzt.

Schiedsrichter wurden vor der Saison geschult

Geschult wurden viele Schiedsrichter an zwei Tagungen Ende Juli und Anfang August, vor dem Ligastart. „In der Praxis braucht es drei bis vier Spieltage, bis sich alles eingespielt hat und die Vereine die Regeln alle kennen“, sagt Martin Thüner. Die Schiedsrichter seien zudem über teilweise mehrere Ligen im Einsatz, wo sich punktuell Regeln unterscheiden.

Der Protest könnte vor die Spruchkammer gehen, wenn aus dem Spielbericht keine Aufklärung erfolgt. Dann muss entschieden werden, ob die Situation spielentscheidende war und die Partie womöglich neue angesetzt wird.

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