Kommentar

Respekt vor den Leistungen der SG Ruhr im Wasser von Gwangju

Hendrik Steimann ist Sportredakteur der WAZ Hattingen und Sprockhövel.

Hendrik Steimann ist Sportredakteur der WAZ Hattingen und Sprockhövel.

Foto: FUNKE GRAFIK NRW

Hattingen.  Vier Schwimmerinnen der SG Ruhr haben bei der Masters-Weltmeisterschaft einige Medaillen gewonnen. Dahinter steckt viel Arbeit. Ein Kommentar.

Viele besondere Momente hatten die Schwimmerinnen der SG Ruhr in Südkorea, wo sie an den Masters-Weltmeisterschaften teilnehmen. Das heimische Quartett war dort, wo sich die Besten Schwimmer in den Altersklassen messen, sehr erfolgreich und bringt einige Medaillen samt Bestzeiten mit nach Hause.

Für diese Medaillen und Bestzeiten ist einiges an Aufwand notwendig. Es heißt nicht nur, zwei, dreimal in der Woche mal eben zum Schwimmbad zu fahren und eine Stunde ins Wasser zu springen. Das Training der Leistungssportler ist hart, verdammt hart, wenn man es ernst nimmt! Viele würden sicher nicht freiwillig schon vor der Arbeit oder der Schule die erste Einheit im Wasser machen wollen – morgens um halb sechs. Und abends womöglich noch einmal.

Aufwändiges Hobby neben dem Beruf

Klar, im Mastersbereich muss das Training mit der Arbeit abgestimmt werden. Wenn die Schwimmerinnen erwachsen sind, kann der Sport in der Regel nur ein Hobby neben dem Beruf sein. Allein Spitzensportler, die Geld mit ihrem Einsatz verdienen, können sich die Arbeit um ihren Trainingsplan legen. Alle anderen können das nicht.

Wer dennoch bemüht ist, seine Leistungen zu halten, zu verbessern und auf großen, teilweise internationalen Turnieren vorne mitzuschwimmen, muss dafür nicht nur auf Freizeit verzichten. Es braucht auch viel Disziplin, die Sportler mit der Zeit lernen. Die Schwimmerinnen der SG Ruhr haben bewiesen, dass es dadurch Erfolge geben kann. Sie haben sich ihre Medaillen verdient und auch eine Woche Urlaub im Anschluss – wohl wissend, dass es direkt danach wieder ins harte Training geht.

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