Schwimmen

Seit elf Jahren lernen Schüler in Welper in Ferien schwimmen

Schüler der ersten bis sechsten Klasse können in besonderen Kursen in den Ferien bei der SG Welper schwimmen lernen. Elke Fuhrmann(l.) betreut in dieser Einheit Mohammed und Souzvil.

Schüler der ersten bis sechsten Klasse können in besonderen Kursen in den Ferien bei der SG Welper schwimmen lernen. Elke Fuhrmann(l.) betreut in dieser Einheit Mohammed und Souzvil.

Foto: Walter Fischer / Funke Foto Services

Hattingen.  Die SG Welper bietet seit 2008 Schwimmkurse in den Ferien an, um gegen die Quote an Nichtschwimmern anzugehen. Ziel ist nicht das Seepferdchen.

Das Wasser im Freibad Welper ist in Bewegung. Die Kinder zum Teil etwas hektisch. Sie lernen gerade erst schwimmen oder festigen das, was sie gelernt haben, um sich über Wasser zu halten. Trainer der SG Welper kümmern sich um die Nichtschwimmer in den Ferien – und zwar schon seit elf Jahren, als Teil des Landesprogrammes „NRW kann schwimmen“.

2008 startete eine Pilotphase, die Schwimmabteilung von Hattingens größtem Sportverein beteiligte sich daran. Heute ist der Verein als einer von wenigen durchgängig dabei und weitet sein Angebot aus. Denn seit diesen Sommerferien können auch Schüler ab der ersten Klasse schwimmen lernen. In der Vergangenheit war der Einstieg erst ab Klasse drei möglich. Bis zur sechsten Klasse konnten die Teilnehmer nicht nur schwimmen lernen, sondern auch noch Abzeichen absolvieren – je nach Fortschritt im Kurs.

Sicheres Schwimmen ist das Ziel

Erst ab dem Bronzeabzeichen können Kinder sicher schwimmen. Das ist das Ziel. „Das Seepferdchen ist nur eine Vorstufe der Schwimmabzeichen und heißt noch nicht, dass die Kinder sicher im Wasser sind“, erklärt Michael Kreutz aus dem Organisationsteam der SG Welper. Die Kursleiter sprechen daher die Eltern der Kinder gezielt an, um ihnen nach Abschluss des Angebot das Fortführen mit auf den Weg zu geben.

In den elf Jahren haben mehr als 400 Kinder bei der SG Welper in den Ferien schwimmen gelernt, die meisten haben das Seepferdchen geschafft, viele auch Bronze, manche sogar Silber. Wenige haben am Ende aber auch nicht die Anforderungen für das Seepferdchen erfüllt. Es kann lebensgefährlich werden, wenn jemand nicht schwimmen kann. „Viele Badeunfälle können vermieden werden, wenn Kinder und Erwachsene sicher schwimmen können“, betont Michael Kreutz.

Ein integrativer Kurs ist dabei

Die Schüler lernen nun in zwei Wochen das Schwimmen. Aufgrund von Förderung durch das Land sogar nur für zehn Euro. Und das Landesprogramm ist bis 2022 ausgeweitet worden, im Aktionsplan unter dem Titel „Schwimmen lernen in NRW 2019 bis 2022“.

Bei der SG Welper werden in diesem Jahr drei Kurse angeboten. Einer davon ist integrativ. Es gab 2016 und 2017 auch gesonderte Kurse für Flüchtlinge, nicht nur im Kindesalter. Nur zweimal sind in den elf Jahren keine Kurse in den Ferien zustande gekommen. „Das lag daran, dass wir keine Wasserzeiten zur Verfügung hatten“, erklärt Kreutz.

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