Fußball Kreisliga A

TuS Blankenstein verpasst den Sprung nach ganz oben

Gegen die Topteams wie Bommern oder Rüdinghausen waren die Blankensteiner immer besonders motiviert.

Gegen die Topteams wie Bommern oder Rüdinghausen waren die Blankensteiner immer besonders motiviert.

Foto: Biene Hagel / Biene Hagel / Funke Foto Services

Hattingen.  Der TuS spielt eine gute Saison und landet auf Platz drei, doch für das Team von Trainer Vladislav Dinges hätte mehr herausspringen können.

So erfolgreich wie in der abgelaufenen Saison war der TuS Blankenstein schon lange nicht mehr. Die Elf von Trainer Vladislav Dinges platzierte sich auf Rang drei der Fußball-Kreisliga A. In den vergangenen Jahren spielte der TuS meist nur um den Klassenerhalt. Voll und ganz zufrieden war der Coach dennoch nicht, da die Blankensteiner zu viele einfache Punkte liegen ließen und so die Chance verpassten ganz oben anzugreifen.

Mehrfach versagen die Nerven

Nicht nur einmal hätte der TuS Blankenstein die Liga richtig spannend machen können und den Spitzenreiter und späteren Aufsteiger SV Bommern unter Druck setzen können. Doch in den entscheidenden Momenten, in denen der TuS den Abstand auf wenige Zähler hätte reduzieren können, versagten den Blankensteinern die Nerven. So war es auch im Spiel gegen Rot-Weiß Stiepel, das mit 1:2 verloren wurde. „Normalerweise gewinnen wir so ein Spiel, aber da wollten wir es vielleicht einfach zu sehr und dann klappte erst recht nichts mehr. Außerdem verletzte sich noch Cetin Aydin, der bei uns zuvor alles geordnet hatte. Ohne ihn brach ein wenig das Chaos aus“, so Dinges.

Angstgegner Weitmar 09

Gleich fünf Punkte ließ der TuS gegen das abgeschlagene Schlusslicht Blau-Weiß Weitmar liegen, das Hinspiel endete auswärts mit 3:3. Das Rückspiel verloren die Blankensteiner mit 1:4 auf eigenem Platz. „Der letzte Sieg gegen Weitmar muss ewig her sein, da stand ich vermutlich noch selber auf dem Platz“, so Dinges. Gut für Blankenstein: Das Duell gegen Weitmar wird es in der kommenden Saison nicht mehr geben. Weitmar ist in die Kreisliga B abgestiegen.

Stark gegen die Top-Teams

Blankenstein sorgte aber auch immer wieder für Aufsehen, wenn es gegen die Favoriten der Liga ging. Der Höhepunkt war aus TuS-Sicht sicherlich das Heimspiel gegen den SV Bommern. 3:0 gewann die Dinges-Elf Anfang Mai. „Dieses Spiel wird uns allen noch ein bisschen länger in Erinnerung bleiben“, sagte Dinges. „Wir haben da einfach extrem gut gespielt und Bommern fast überhaupt nicht ins Spiel kommen lassen.“ Auch Lieblingsgegner TuRa Rüdinghausen, der sich den Vize-Titel vor den Blankensteinern sicherte, holte in dieser Spielzeit keinen Sieg gegen den TuS.

TuS trumpft in der Halle auf

Richtig gut präsentierte sich der TuS Blankenstein auch bei der Hattinger Stadtmeisterschaft in der Halle. Doe Blankenstein schafften es nach 20 Jahren erstmals wieder ins Endspiel. Im Finale unterlagen sie dem TuS Hattingen dann allerdings im Neunmeterschießen. „Das beste Spiel des Turniers war aber das Halbfinale gegen Welper. Das war sensationell.“ Die Blankensteiner schenkten dem Platznachbarn gleich fünf Treffer ein. „Der starke Auftritt bei der Hallenstadtmeisterschaft hat uns auch noch einmal einen Auftrieb für die Rückrunde beschert“, erklärte Trainer Dinges.

Ein kleiner Umbruch

Mit einer veränderten Mannschaft wird der TuS in die neue Spielzeit gehen. Der Kader wird deutlich verjüngt, aus der A-Jugend rücken fünf Spieler auf. Moritz Treger, Moritz Endtner, Alexander Bunzel, Gian Luca Gaida und Torhüter Aaron Albrecht drängen ins Team. Ugur Aydin hingegen verlässt den Verein und schließt sich B-Liga-Aufsteiger Amac Spor Dahlhausen an. „Bei so manchem Spieler steht noch nicht fest, ob sie bei uns weitermachen. Levent Dalgic, Serkan Kurtboz, Mustafa Kurt, Sevdar Akkan und Yasin Celik haben sich noch nicht endgültig entschieden. Da müssen wir noch abwarten“, erklärte Vladislav Dinges. „Aber selbst wenn keiner dieser Spieler bleiben sollte, was ich nicht hoffe, werden wir eine gute Mannschaft zusammen haben. Davon bin ich überzeugt.“

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