Hitze

Was der Verband seinen Sportlern bei großer Hitze rät

Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen gibt Tipps zum Sporttreiben bei Hitze.

Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen gibt Tipps zum Sporttreiben bei Hitze.

Foto: Felix Hoffmann

Hattingen.  Wenn die Temperaturen über 30 Grad steigen, sollten Sportler ihr Verhalten anpassen. Sogar Wettkampfplanungen orientieren sich an der Hitze.

In den kommenden Tagen ist wieder mit Temperaturen über 30 Grad zu rechnen, was den heimischen Sportlern zu schaffen machen wird – wenn sie sich denn im Training befinden. Einige Sportarten wie Handball oder Tennis haben Pause, Fußballer bereiten sich aber auf ihre Saison vor und Leichtathleten haben ihre Sommersaison. Der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) rät zu gemäßigter Aktivität.

In den Hallen steht die Hitze, im Freien sind Sportler der Sonne direkt ausgesetzt. Fußball und Leichtathletik würden den Sportlern aber laut FLVW keine großen Probleme bereiten. „Deshalb gibt es keine grundsätzlichen Bestimmungen zu Wettkämpfen oder Spielen bei großer Hitze“, sagt Sprecherin Meike Ebbert. Das A und O sei, ausreichend zu trinken. Der Verband gibt weitere Tipps: Aufwärmen in kurzer Kleidung, mehr koordinative und gymnastischen Anteile beim Aufwärmen statt langes Einlaufen, Schatten suchen und regelmäßiges Trinken in kleineren Einheiten. Und: Eincremen nicht vergessen.

Ein Fußballspiel kann bei Hitze abgebrochen werden

Bei Wettkämpfen gebe es Spielraum: „Es bleibt sowohl im Fußball als auch in der Leichtathletik immer die Möglichkeit, gegebenenfalls situativ durch Berücksichtigung in der Zeitplangestaltung zu reagieren“, so Ebbert. Zum Fußball: Die Schiedsrichter machen in der Regel ausreichend Trinkpausen. Einige Vereine stellen auf ihren Plätzen auch große Eimer zur Erfrischung bereit. Auf Verlangen einer Mannschaft hätte der Schiedsrichter sogar das Recht, ein Spiel abzubrechen.

Zur Leichtathletik: Unproblematisch sind laut FLVW Wettkämpfe mit kurzen Einsatzzeiten im Schnelligkeits- und Schnellkraftbereich, also in den Disziplinblöcken Sprint, Sprung und Wurf, sowie beim Laufen bis etwa 15 Minuten. „Man muss sich lediglich beim Aufwärmen und im Vorfeld angepasst verhalten. Dabei gehe es immer darum, die Kerntemperatur des Körpers nicht zu stark ansteigen zu lassen.

Wettkampfplanung wird im Ausdauerbereich angepasst

Vorsichtig muss man allerdings im Bereich Lauf bei lang andauernden Belastungen sein, also bei Strecken über 5000 Meter“, warnt Ebbert. Für den Ausdauerbereich werde bei der Trainingsplanung in der Regel berücksichtigt, dass lange Laufwettbewerbe früher am Morgen oder später am Nachmittag angesetzt werden. Wetterexperten geben für 14 Uhr am Nachmittag die heißeste Tageszeit an.

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