Fußball

Was der TuS Hattingen von der Stadtmeisterschaft mitnimmt

Chamberlin Kouatche (m.) und der TuS Hattingen haben einen guten Eindruck bei der Hattinger Fußball-Stadtmeisterschaft hinterlassen.

Chamberlin Kouatche (m.) und der TuS Hattingen haben einen guten Eindruck bei der Hattinger Fußball-Stadtmeisterschaft hinterlassen.

Foto: Biene Hagel / Funke Foto Services

Hattingen.  Die Rot-Weißen sind unerwartet ins Finale der Hattinger Stadtmeisterschaft vorgedrungen. Das gibt ihnen Selbstvertrauen und es gibt Lichtblicke.

Nach dem verlorenen Finale der Fußball-Stadtmeisterschaft gingen die Köpfe der Spieler vom TuS Hattingen nicht wirklich nach unten. Die Männer waren gefasst, zumal sie die Sportfreunde Niederwenigern als Oberligisten gegenüber hatten und sich so lange es ging gegen sie stemmten. Die Leistung, die der TuS beim Turnier zeigte, war gut und gibt Mut für die anstehende Saison.

„Niemand hatte im Vorfeld erwartet, dass wir ins Finale kommen. Daher haben wir alle überrascht – uns selbst vielleicht auch ein bisschen“, sagte Trainer Marius Kundrotas nach dem Turnier an der Kohlenstraße, wo er vor acht Jahren selbst als Sieger mit dem TuS vom Platz gegangen war. Nun konnten die Spieler zumindest erhobenen Hauptes vom Platz gehen, trotz der am Ende doch deutlichen 0:5-Niederlage. „Am Ende ist das Ergebnis ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen“, meinte Kundrotas.

Trainer spricht der Mannschaft ein Kompliment aus

Seiner Mannschaft spricht er für Leistung ein Kompliment aus. Ab der Hauptrunde war der Bezirksligist im Turnier und traf dort bereits einmal auf den späteren Turniersieger. In einem sehr guten Fußballspiel trennten sich der TuS 1:1 von den Wennischen – ein Achtungserfolg. „Das Unentschieden tut uns gut, genauso wie der Derbysieg gegen die SG Welper“, betont Kundrotas. Denn im Halbfinale hatte seine Elf den Dauerrivalen im Elfmeterschießen rausgeworfen, nachdem sie sich in der zweiten Halbzeit enorm steigerte und den Ausgleich schaffte.

Dadurch, dass zwischendurch auch noch Testspiele anstanden, trat der TuS innerhalb von neun Tagen sechsmal an. „Am Schluss waren wir mit den Kräften am Ende“, sagt Kundrotas. Das wurde im Finale nach einer Stunde deutlich, als Niederwenigern zuvor auf 2:0 erhöht hatte. Dennoch spielte die Wildhagen-Elf weiter, wenn auch ohne Torerfolg.

Junge Spieler sammeln Erfahrung gegen Oberligisten

Positiv betrachten die Verantwortlichen auch die Einsätze ihrer aus der A-Jugend gekommenen Spieler. „Sie haben das in den Spielen gegen einen Oberligisten gut gemacht“, lobte TuS-Geschäftsführer Frank Möller. Im Finale hinterließ Jan Baatz einen starken Eindruck und zuvor traf Niklas Koch in der Hauptrunde gegen Niederwenigern. „Sie sehen, dass sie eine Rolle spielen“, sagt Möller.

Die Spieler selbst sind stolz, dass sie sich beweisen durften. „Für mich war es eine tolle Erfahrung. Ich war vor dem Finale auch ein wenig nervös. Der Trainer hat mir dann gesagt, dass man von mir nichts erwarte, ich könne nur einen guten Eindruck hinterlassen. Die Worte haben mir geholfen“, sagt Jan Baatz, der viel aus dem Spiel für die Zukunft mitnimmt. Auch Niklas Koche hatte Kundrotas den Druck genommen: „Ich hatte reichlich Spielzeit und viel Spaß. Das Tor gegen Niederwenigern war ein klasse Gefühl, ich durfte mir danach viel Lob von den Teamkollegen und vom Trainer abholen“, freute sich Koch.

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