Fußball Kreisliga A

Die A-Liga-Prognose in Herne: Spannung nur an der Spitze

Nicht in die gleiche Richtung: Ende Mai standen sich RW Türkspor und der SV Fortuna Herne noch direkt gegenüber. Während Fortuna schon als Absteiger fest steht, will RWT in die Bezirksliga.

Nicht in die gleiche Richtung: Ende Mai standen sich RW Türkspor und der SV Fortuna Herne noch direkt gegenüber. Während Fortuna schon als Absteiger fest steht, will RWT in die Bezirksliga.

Foto: Klaus Pollkläsener

Nach dem Fortuna-Rückzug steigt wahrscheinlich nur ein Team ab. Spannend wird, was die Aufsteiger machen – und natürlich, wer am Ende oben steht.

In den vergangenen Wochen ließen die Vereine der Fußball-Kreisliga A außerhalb des Spielfeldes häufiger aufhorchen. TSK Herne und SC Constantin traten den freiwilligen Rückzug an. Zuletzt warf der SV Fortuna Herne das Handtuch, weit bevor die ersten 90 Minuten der Saison angepfiffen werden. Inklusive des sportlichen Absteigers Arminia Holsterhausen, der der Klasse wie berichtet erhalten bleibt, besteht die Liga damit aktuell aus 15 Mannschaften.

Darunter mit Sportfreunde Wanne II ein Neuling sowie mit VFB Habinghorst (2017 abgestiegen) und Firtinaspor Herne II (2018 abgestiegen) zwei A-Liga-Rückkehrer.

Zehn heimische Mannschaften stehen in der Spielzeit 2019/2020 fünf Teams aus der Nachbarstadt Castrop-Rauxel gegenüber. Insgesamt fünf Zweitvertretungen gehen im Kreis-Oberhaus an den Start, kurioserweise vier davon in Wanne-Eickel (DSC, Firtina, Wanne 11, Sportfreunde) direkt benachbart.

Im Keller ist schon viel klar – es gibt wohl nur einen Absteiger

Im Tabellenkeller kommt möglicherweise erneut wenig Spannung auf. Den zunächst einzig verbliebenen möglichen Abstiegsplatz (Fortuna Herne steht als erster Absteiger fest) wird wohl erneut Arminia Holsterhausen versuchen müssen zu verhindern. Sofern nicht aus der Bezirksliga in Form von mehreren Absteigern Ungemach droht, könnte den restlichen Teams im Tabellenkeller also eine weitere eher unaufgeregte Saison bevorstehen.

Der Klassenerhalt als Zielsetzung ist daher neben Arminia lediglich noch bei Aufsteiger Firtinaspor II zu vernehmen. Der neue Coach an der Emscherstraße, Metin Demirbag, zählt zu dem verbliebenen Firtina-Stamm von 16 Leuten noch einmal gleich viele Neuzugänge.

Außerdem habe er noch weitere Spieler, die zum Probetraining kommen. Entsprechend wird der Mannschaft etwas Zeit gegeben werden müssen, um diesen Umbruch zu verarbeiten.

Erprobtes Gespann übernimmt die Sportfreunde Wanne II

Ein neues Trainergespann hat auch an der Wilhelmstraße, beim zweiten Wanner Aufsteiger, die Arbeit aufgenommen. Calogero Cavaleri als Spielertrainer sowie Partner Marc Wellnitz setzen sich jedoch einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel. „Wir wollen die erfolgreiche Arbeit von Mike Maceri fortsetzen“, sagt Marc Wellnitz. Die Gespannsarbeit mit Cavaleri, der lange in Wülfrath Oberliga gekickt hat, ist dabei bereits erprobt, allerdings bislang nur im Jugendbereich.

Die beiden weiteren Zweitvertretungen kennen die Liga allzu gut und sie orientieren sich deshalb durchaus eher forsch nach vorn. Mit Arbib (DSC) und Drews/Jablonski (SV 11) gibt das bisherige Übungsleiterpersonal beiderorts weiterhin den Ton an.

Der DSC fühlt sich gut aufgestellt, ist aber noch auf der Suche nach einem Torhüter. Gerade die Elfer, die in der letzten Spielzeit gerade in der Hinrunde überraschend stark auftrumpfen konnten, haben zudem Blut geleckt. „Die Mannschaft ist nach der Vorsaison hungrig und möchte sich erneut beweisen“, so Michael Jablonski. Zu den Aufstiegsfavoriten werden sie jedoch beide nicht gezählt.

Drei Favoriten stechen heraus – Herner Duo fordert den FC Castrop

Der Titel in der kommenden Saison geht viel mehr wohl nur über Vizemeister RW Türkspor, der in diesem Jahr bereits mit einer glänzenden Rückrunde aufwarten konnte und seinen Kader nun qualitativ weiter stabilisiert hat. Als ärgste Konkurrenten werden der BV Herne-Süd gezählt, der seinen zuletzt zu knapp bemessenen Kader deutlich erweiterte und erneut eine gute Rolle zugeschrieben bekommt. Außerdem haben die meisten den Vorjahres-Sechsten FC Castrop auf dem Zettel.

Der FC Marokko und der SV Holsterhausen werden, so die Prognosen, das Top-Feld abrunden. Währenddessen schaltet der VfB Börnig im Jahr des 100-jährigen Vereinsbestehens vom Feiermodus wieder in den Normalbetrieb. „Für uns steht im Vordergrund, das Potenzial, welches die Mannschaft definitiv hat, endlich mal auf die Straße zu bringen“, umschreibt Trainer Jörg Kostrzewa.

„Wir wollen eine gute Saison spielen und zu einem unangenehmen Gegner für jede Mannschaft in der Liga werden.“ Die weiteren Castroper Teams von SuS Merklinde, Arminia Ickern, FC Frohlinde II und Aufsteiger Habinghorst werden nicht ganz vorne erwartet.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben