Cheerleading

Die „Claws“ sind stets im Einsatz für Teams und Publikum

Mutig türmen sich die Mädchen zu einer Pyramide. Und sie lächeln dabei, während dem Zuschauer der Atem stockt.

Mutig türmen sich die Mädchen zu einer Pyramide. Und sie lächeln dabei, während dem Zuschauer der Atem stockt.

Foto: Kerstin Buchwieser / FUNKE Foto Services

Herne.  Die Cheerleading-Gruppe „Claws“ des Baukauer TC versteht sich weniger als Wettkampf-Mannschaft, sie unterstützt mit Leidenschaft Barons und HTC.

Wer mit Cheerleading anfängt, hat erstmal eine Menge neue Vokabeln zu pauken: 4-2-1, Heel Stretch, High Split oder Spotter. Doch diese sind eigentlich nur Beiwerk, bei den BTC Claws wird ein anderer Fokus gesetzt. Seit 2006 besitzt der Baukauer TC eine Cheerleading-Abteilung. Mittlerweile ist diese fest in den Händen von Vater und Tochter Dürschke: Carsten und Michelle. Die beiden sind als Coaches für die Lady Claws zuständig.

Die 22-jährige Michelle betreibt Cheerleading bereits seit 18 Jahren. Angefangen hat alles mit einer Entdeckung im Nachbargarten. „Unsere Nachbarin, die die Claws mitbegründet hat, hatte ihr Cheerleading-Kostüm draußen zum Trocknen aufgehängt und das hat so schön geglitzert. Da wollte ich sowas auch haben“, erinnert sie sich mit einem Lachen. Mit 14 übernahm sie ihre erste Trainerstelle beim BTC, kurz darauf folgte Vater Carsten.

Mit der Zeit wurde auch er zum echten Cheerleading-Experten und ist mittlerweile Abteilungsleiter. Die gemeinsame Begeisterung vermitteln sie nun, zusammen mit den Trainerinnen Lisa Daehnike und Svenja Behr, sowie Teamkoordinatorin Katja Wiemers, an 50 Mädchen ab dem Alter von fünf Jahren. Besonderen Wert legen die beiden dabei auf Teamspirit und Loyalität. „Wir sind hier eine Familie. Oft bin ich als Trainer gefragt und manchmal, wenn es gewünscht ist, gebe ich auch mal väterlichen Rat“, erklärt Dürschke seine Herangehensweise.

Claws sind ein reines Sideline-Team

Im Gegensatz zu anderen Mannschaften, sind die Claws ein reines Sideline-Team, unterstützen also andere Mannschaften von der Seitenlinie aus. An Wettkämpfen nehmen die Mädchen und Frauen nicht teil. „Die Kosten für die Fahrten und das ganze drumherum wären zu hoch“, begründet Carsten Dürschke diese Entscheidung und schließt an, „dass wir dadurch jedem Mädchen, egal mit welchem Hintergrund, die Möglichkeit geben können bei uns mitzumachen.“ Bei einem wettkampforientierten Team müsse man stärker aussortieren. Und das wolle man bei den Claws auf keinen Fall: „Wir machen das, um das Publikum zu begeistern und nicht irgendeine Jury.“

Dennoch konnten sie in der jüngeren Vergangenheit einige Erfolge zumindest mitfeiern. Beim Aufstieg der Black Barons und bei Meisterschaft und Pokalsieg der Basketball-Damen des HTC in diesem Jahr waren sie jeweils hautnah dabei. „Was gibt es Schöneres als eine Mannschaft bei diesen Erfolgen zu supporten“, berichtet Carsten Dürschke lächelnd. Eine enge Bindung an die anderen Teams ist den Claws wichtig. „Wir wollen immer an die Teams ran und nicht einfach nur als gebuchte Stimmungsmacher am Rand stehen. Das ist der Schlüssel zum Erfolg“, führt er weiter aus. Gegenseitige Trainingsbesuche stehen dabei regelmäßig auf dem Programm.

Weit in die Zukunft denken sie bei den Claws aber nicht. Ab September werden die neuen Choreographien für die kommende Bundesliga-Saison der Basketballerinnen einstudiert. Wie in jedem Jahr. Einen Wunsch äußert Michelle Dürschke aber dennoch: „Ich hoffe, dass wir hier alle noch lange zusammenbleiben können.“ Dank der bisherigen Arbeit des Vater-Tochter-Gespanns und der übrigen Trainerinnen dürfte dieser Wunsch sicherlich in Erfüllung gehen.

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