Frauenfußball

Die SpVg. Horsthausen geht direkt in die Vollen

Nadine Kirsch (l.) ist nach ihrem Kreuzbandriss im Pokalfinale gegen Fortuna Herne bald wieder zurückzuerwarten.

Nadine Kirsch (l.) ist nach ihrem Kreuzbandriss im Pokalfinale gegen Fortuna Herne bald wieder zurückzuerwarten.

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services GmbH

Herne.  Die Sportvereinigung trifft am Donnerstag im Verbandspokal auf Eintracht Dorstfeld und am Sonntag zum Ligastart auf Absteiger SV Hohenlimburg.

Während die männlichen Kollegen bereits in den Pflichtspielmodus zurückgekehrt sind, bereiten sich die Fußballerinnen aktuell auf ihren bevorstehenden Saisonstart vor. Die Sportvereinigung Horsthausen, nach wie vor Hernes höchstklassigstes Frauenteam, fühlt sich bestens präpariert. Trainer Alexander Schmottlach blickt auf eine reibungslose Vorbereitung zurück. Auf Horsthausen warten in dieser Woche gleich zwei Brocken zum Start.

Schon am Donnerstag nämlich ist die Schmottlach-Elf in der ersten Runde des Verbandspokals gefordert. Horsthausen muss zu Ligakonkurrent Eintracht Dorstfeld und trifft damit auf einen Gegner, gegen den man sich regelmäßig schwer tut. „In den letzten vier Spielen haben wir vier Mal sehr schlecht ausgesehen“, erinnert sich Alexander Schmottlach. Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass den Horsthausern dort alle vier Innenverteidigerinnen ausfallen werden. „Wir hätten das Spiel gerne verlegt, das war aber nicht möglich“, so der Trainer. Insofern ist die Ausgangslage der Hernerinnen für den Saisoneinstieg nicht gerade optimal. Doch die Grundstimmung wird dadurch keineswegs getrübt.

Schließlich war die Vorbereitungsphase Horsthausens ausgesprochen verheißungsvoll. „Wir hatten eine super Vorbereitung. Fast alle Mädels waren immer da und haben sehr gut trainiert“, berichtet der Chef-Coach und ist entsprechend hoch zufrieden mit dem Zustand seiner Elf: „Wir sind auf den Punkt fit.“

Fünf Neue verstärken das Team

Außerdem verspricht der neue Kader einiges. „Die Mannschaft ist viel stärker als die in der letzten Saison“, wagt sich Schmottlach nach vorne. Der erst 17-jährigen Larissa Mahlinger, ein Wirbelwind für die zentralen Positionen, verleiht der Coach ebenso das Prädikat „Mega-Granate“ wie der kaum älteren Marie Hamacher, die überall auf dem Feld einsetzbar ist. Hamacher kommt aus Lütgendortmund, ebenso wie die neue Torfrau Rebecca Heine. Mahlinger hat zuletzt bereits beim VfB Börnig Frauenfußball-Luft geschnuppert.

Sarah Wegener und Kimberly Hoffmann vervollständigen schließlich das neue Quintett Horsthausens. Beide sind ihrem Ex-Coach Marcel Freienstein von A-Ligist RW Wacker Bismarck ans Horsthauser Fußballzentrum gefolgt, welcher nun als Co-Trainer neben Alexander Schmottlach mitverantwortlich ist.

Drei verletzte Spielerinnen kehren zurück

Der Coach zählt indes drei gut Bekannte fast mit zu den Neuen. Denn Kapitänin Nicole Niestroy dürfte sich ein dreiviertel Jahr nach ihrem Achillessehnenriss ebenso sehr bald zurückmelden wie die ebenfalls lange verletzte Jessica Zurek. Und Stürmerin Nadine Kirsch hat nach ihrem Kreuzbandriss im Pokalfinale gerade ihre zweite OP hinter sich gebracht und brennt ebenfalls aufs Comeback. „Das sieht somit sehr gut aus“, so Schmottlach. „Kirsche will schon in diesem Jahr wieder anfangen. Da werde ich sie aber auch noch ein bisschen bremsen.“

Gut aufgestellt geht Horsthausen dann am Sonntag ins Meisterschaftsrennen. Alexander Schmottlach zählt in dieser Saison neben Berghofen und Finnentrop beide Westfalenliga-Absteiger, also Dröschede und Hohenlimburg, zu den stärksten Titelkandidaten. „Wir können uns da hoffentlich dann als Fünter dazuschieben“, so der Coach. Hohenlimburg heißt übrigens der Auftaktgegner. Es geht also gleich in die Vollen für die Sportvereinigung.

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