Fussball - Westfalenliga

DSC Wanne-Eickel feiert seine Helden des Tages

Josse Gerick, hier beim Kopfball im Kreispokal-Halbfinalspiel bei der SpVgg Horsthausen, das der DSC Wanne-Eickel 1:0 gewann, war im Finale der Torschütze zum 1:1 des

Josse Gerick, hier beim Kopfball im Kreispokal-Halbfinalspiel bei der SpVgg Horsthausen, das der DSC Wanne-Eickel 1:0 gewann, war im Finale der Torschütze zum 1:1 des

Foto: Rainer Raffalski

Der DSC Wanne-Eickel trifft auf Wiemelhausen, blickt aber noch mal auf den Kreispokalsieg zurück. Und ein besonderes (mögliches) Erfolgsrezept.

Das Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen Concordia Wiemelhausen hin oder her: den Freitag als trainingsfreien Tag hatten sich die Westfalenliga-Fußballer des DSC Wanne-Eickel verdient, nicht allein durch den langen Kreispokalsiegerabend. Nach Verlängerung und Elfmeterschießen waren die Wanner ab Anpfiff fast drei Stunden auf dem Kunstrasen der Erin-Kampfbahn auf den Beinen gewesen, bis mit 6:4 ihr Finalsieg über den SV Wacker Obercastrop feststand. Aber auch in den Wochen davor waren die Wanner viel am Ball gewesen.

„Vom 8. Mai an gerechnet ist das Spiel am Sonntag das fünfte innerhalb von elf Tagen, da haben es die Jungs verdient, mal frei zu haben“, so DSC-Trainer Holger Flossbach. Er selbst musste nach dem Spielende in Obercastrop recht früh weg, aber seine Mannschaft hörte er auf dem Platz noch „Wan-ne-Eick-kel, sha la la la la la la“ singen. Und überhaupt, so Flossbach, habe er nach Spielende gemerkt: „Dieses Finale zu gewinnen war wichtig für Wanne-Eickel insgesamt.“

Ein großes Lob von Holger Flossbach geht an den Landesligisten SV Wacker Obercastrop: „Sie waren taktisch hervorragend eingestellt, haben auf ihrem Kunstrasenplatz die Räume eng gemacht.“ Dass nach David Queders Führungstreffer (53.) Josse Gerick dann spät, in der 83. Minute, den Ausgleich folgen ließ, fand Holger Flossbach „zu diesem Zeitpunkt glücklich, aber nicht unverdient.“

Die Verlängerung bestritt der DSC in Unterzahl, nachdem Alexander Schlüter in der Schlussminute Gelb-Rot gesehen hatte, wobei Flossbach noch anmerkt: „Die zweite Gelbe Karte darf man nicht geben.“

Nach torlosen zweimal 15 Minuten ging es ins Elfmeterschießen, und da scheiterte zunächst Dirk Jasmund an Niklas Simpson – nicht die erste bärenstarke Aktion des Wanner Torhüters an diesem Abend. Dass alle Wanner Elfmeterschützen an diesem Abend – Davide Basile, Sven Preissing, Erik Schäfer, Sebastian Westerhoff und Nick Ruppert – trafen: vielleicht half dabei tatsächlich das regelmäßige Elfer-Schießen im DSC-Training, bei dem der Verlierer der „Esel der Woche“ ist.

Höhepunkt einer „überragenden“ Rückrunde

Donnerstagabend gab es auf Wanner Seite jedoch nur Helden des Tages, und zwei, Niklas Simpson und Nick Ruppert, hob Holger Flossbach noch mal hervor. Der Trainer blickte bei Simpson auf dessen Leistung über 90 Minuten plus Verlängerung und Elfmeterschießen und beim eingewechselten Nick Ruppert auf dessen entscheidenden Strafstoß zum 6:5-Sieg: „Ein A-Jugendlicher holt uns den Pokal und ein Eigengewächs macht das entscheidende Tor.“

Dabei wollte Ruppert nicht zwingend der letzte Schütze sein, erzählt Holger Flossbach: „Ich habe aber zu ihm gesagt: ich glaub’ an dich.“

Der Kreispokalsieg war bisher der Höhepunkt einer bisher sowieso schon, wie Flossbach sagt, „überragenden“ Rückrunde. Die Bilanz will der DSC Wanne vor allem auch beim letzten Heimauftritt dieser Saison am Sonntag gegen Wiemelhausen noch mal aufpolieren. Zum Abschied wird es noch mal laut, Rockmusik spielen ab etwa 17.15 Uhr in der Mondpalastarena „Mixed up everything“ aus Australien.

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