Eishockey - Oberliga

Herner EV arbeitet weiter am Kader der nächsten Saison

Denis Fominych, hier in der Bildmitte, wird auch in der kommenden Saison für den Herner EV in der Oberliga Nord stürmen. Lois Spitzner (2.v.l.) hingegen gehört zu einigen Spielern, die sich vom Gysenberg Richtung DEL verabschiedet haben..

Denis Fominych, hier in der Bildmitte, wird auch in der kommenden Saison für den Herner EV in der Oberliga Nord stürmen. Lois Spitzner (2.v.l.) hingegen gehört zu einigen Spielern, die sich vom Gysenberg Richtung DEL verabschiedet haben..

Foto: Rainer Raffalski

Weitere Spieler des bisherigen Kaders haben beim Herner EV für die nächste Saison zugesagt. Einige der Ex-Spieler haben neue Vereine gefunden.

Die Spielstätte des Herner EV gleicht zur Zeit einer Großbaustelle. Nachdem das Eis der alten Saison in der Hannibal-Arena abgeschmolzen ist, wird seit einigen Tagen die in die Jahre gekommene Spielfeldumrandung ausgetauscht.

Die (fast) neue Bande stammt aus der Hamburger Barclaycard-Arena, wo sie nach dem Rückzug der Freezers nicht mehr benötigt wurde und war bereits im vergangenen Sommer vom Herner Oberligisten angekauft worden. Die aufwendigen Arbeiten am Gysenberg werden noch über mehrere Wochen andauern.

Hinter den Kulissen wird außerdem weiter am Kader für die neue Saison in der Eishockey-Oberliga gebastelt. Nachdem Nils Liesegang, Marcus Marsall, Dennis Thielsch, Björn Linda und Michél Ackers bereits über gültige Arbeitspapiere für das Spieljahr 2019/20 verfügen, wurden jetzt die Verträge von vier weiteren Akteuren verlängert.

Vier weitere Verträge verlängert

Außer den beiden Torhütern Lukas Schaffrath und Janek Prillwitz werden auch Zwei-Wege-Spieler Julius Bauermeister und Stürmer Denis Fominych im nächsten Jahr für die Grün-Weiß-Roten aufs Eis gehen. Als erste Neuzugänge hatte der HEV zuvor Verteidiger Thomas Ziolkowski und Angreifer Max Pietschmann vorgestellt.

„Für Lukas Schaffrath war es in der letzten Saison nicht leicht, als er nach der Verpflichtung von Björn Linda nur noch die Nummer drei war. Aber er hat diese Situation toll weggesteckt, hat weiterhin gut an sich gearbeitet und wird sich nun an der Seite von Björn Linda weiter entwickeln. Das gilt auch für das HEV-Eigengewächs Janek Prillwitz, der mit seinen 18 Jahren noch ein großes Entwicklungspotenzial hat“, meint Cheftrainer Danny Albrecht zum Torwart-Trio der kommenden Saison. „Julius Bauermeister hat in der abgelaufenen Spielzeit einen Riesensprung nach vorne gemacht. Als Allrounder bzw. umgeschulter Verteidiger hatte er es anfangs nicht leicht, aber er hat eine gute Saison gespielt. Hinzu kommt seine perfekte charakterliche Einstellung. Von daher freue ich mich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm“, erläutert der HEV-Coach. „Denis Fominych hat in jedem Spiel durch seine Kampfbereitschaft, seinen Willen und seine Einstellung überzeugt. Dass er Tore vorbereiten und auch schießen kann, hat er gezeigt. Das erwarte ich auch weiterhin von ihm.“

Snetsinger wechselt zum Süd-Oberligisten Memmingen

Der Trainer der Grün-Weiß-Roten ist nach seinem Kreuzbandriss noch auf Gehhilfen angewiesen, arbeitet aber dennoch beim Lehrgang in Füssen derzeit an seiner A-Lizenz. Auch Kapitän Michél Ackers hat eine Operation an der Schulter ohne Komplikationen überstanden.

Mittlerweile haben einige ehemalige HEV-Akteure neue Vereine gefunden. Während sich Topscorer Brad Snetsinger dem Süd-Oberligisten ECDC Memmingen angeschlossen hat, verteidigen die Brüder Tom und Mike Schmitz in der nächsten Saison für die Krefeld Pinguine. Auch Angreifer Lois Spitzner geht im Trikot der Grizzlys Wolfsburg zukünftig in der DEL aufs Eis – ebenso wie Bad Nauheims Förderlizenzspieler Nicolas Geitner, der in der alten Saison auf 18 Einsätze für den HEV kam und jetzt einen Zweijahres-Vertrag bei der Düsseldorfer EG unterschrieben hat. Michel Weidekamp steht nach fünf Jahren am Gysenberg demnächst beim Oberliga-Konkurrenten Saale Bulls Halle zwischen den Pfosten.

>> DEL2-Aufsteiger EV Landshut kooperiert mit DEG

Einen neuen Oberligameister gibt es auch nach der abgelaufenen Saison in der Eishockey-Oberliga. Nachdem sich die Tilburg Trappers in den vergangenen drei Jahren den Titel gesichert hatten, wurden die Niederländer vom Süd-Zweiten EV Landshut entthront – nach einer dramatischen und kuriosen Finalserie mit fünf Siegen jeweils für die Auswärtsmannschaft.

Der Aufsteiger zur DEL2 hat kurz nach dem Aufstieg die ersten Weichen für seine sportliche Zukunft gestellt – der EV Landshut hat eine Kooperation mit der Düsseldorfer EG aus der DEL vereinbart.

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