Triathlon

Herner Triathleten trotzen der Hitze

In brütender Hitze mussten die Triathleten auch im Kraichgau aufs Rad.

In brütender Hitze mussten die Triathleten auch im Kraichgau aufs Rad.

Foto: Foto: HTT 11

Marcel Tilly und Arndt Henkel vom Herner Triathlon Team 11 finishen im Kraichgau. Jenny Schlosser besteht in der Slowakei den Test für Emsdetten.

Der Sommer hat sich mit den ersten heißen Tagen angekündigt, und damit nimmt auch die Saison für die Triathleten richtig Fahrt auf. Die Ausdauersportler des Herner Triathlon Teams 11 waren am letzten Wochenende gleich bei zwei größeren Veranstaltungen am Start.

Für Marcel Tilly und Arndt Henkel vom Herner Triathlon Team 11 ging es beim Ironman 70.3 – also der Hälfte der klassischen Distanz – im Kraichgau wieder ins Renngeschehen. Das Schwimmen konnte Tilly wie gewohnt mit einer guten Leistung und einer Zeit von knapp 29 Minuten hinter sich bringen. Henkel verließ das Wasser etwa neun Minuten später und wechselte auch zum Radfahren.

Knieschmerzen bremsen Tilly

Auf den ersten 20 Radkilometern konnte Tilly sein angestrebtes Tempo halten, bis sich plötzlich Schmerzen im Knie bemerkbar machten. Kurz kam bei ihm der Gedanke auf, das Rennen vorzeitig zu beenden. Doch der Herner zog durch und wechselte nach einer Fahrzeit von 2:58 Stunden für die 90 km lange und anspruchsvolle Radstrecke zum Laufen. Sein Vereinskamerad benötigte vier Minuten weniger für die zweite Disziplin.

Bei Temperaturen von gut 30 Grad machten sich beide HTT11-Athleten dann auf den abschließenden Halbmarathon. Schön durchgebraten von der Sonne, liefen Marcel Tilly nach einer Gesamtzeit von 5:19 Stunden und Arndt Henkel nach 5:58 Stunden erschöpft, aber glücklich ins Ziel. Der erste Härtetest des Jahres ist bestanden.

Schlosser startet bei „The Championship“

Jenny Schlosser startete zeitgleich bei der WM der Challenge Serie im slowakischen Samorin, ebenfalls über die Mitteldistanz. In der Triathlon-Szene wird dieser Wettkampf einfach „The Championship“ genannt. Sieger bei den Männern wurde in diesem Jahr übrigens Sebastian Kienle, zweifacher Weltmeister im 70.3 und 2014 auch Sieger beim Ironman auf Hawaii. Bei den Frauen gewann eine Britin in etwas über vier Stunden.

An solche Zeiten war für Jenny Schlosser natürlich nicht zu denken. Sie war froh, als sie das Schwimmen endlich beendet hatte - bei einer Wassertemperatur von 14,4 Grad wahrlich kein Vergnügen. Mit ihrer Schwimmzeit war die HTT-Athletin dann auch nicht sonderlich zufrieden. Auf dem Rad aber lief es deutlich besser, hier machte sie wieder richtig Boden gut. Für die 90 km lange Radstrecke benötigte Jenny nur vier Minuten mehr als als ihr Mann Andre Schlosser, der als Staffelteilnehmer unterwegs war.

Auch in der Slowakei machte die Hitze allen Athleten zu schaffen, ganz besonders auf der Laufstrecke. Auch Jenny musste kämpfen, hielt aber durch und beendete das Rennen nach einer Gesamtzeit von 6:11 Stunden. Demnächst wird sie allerdings noch deutlich länger unterwegs sein. Denn Jenny Schlossers Hauptaugenmerk gilt in diesem Jahr dem Double Ultra Triathlon in Emsdetten am 15./16. Juni. Dann hat die 46-Jährige nicht weniger als 452 Kilometer vor der Brust – 152 Bahnen à 50 Meter im Waldfreibad Emsdetten, 82 Runden à 4412,80 Meter auf dem Rad und 60 Runden à 1414,49 Meter auf der Laufstrecke. Das Zeitlimit liegt bei 34 Stunden.

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