Basketball

Jordan Frericks verlängert beim Deutschen Meister Herner TC

Hernes Power-Forward Jordan Frericks (weiß) war in den Finalspielen gegen Keltern kaum aufzuhalten und hatte großen Anteil am Gewinn der Deutschen Meisterschaft.

Hernes Power-Forward Jordan Frericks (weiß) war in den Finalspielen gegen Keltern kaum aufzuhalten und hatte großen Anteil am Gewinn der Deutschen Meisterschaft.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Der Herner TC kann eine Schlüsselspielerin der Meistersaison erneut an sich binden. Mit ihrer starken Physis machte Frericks oft den Unterschied.

Diese Nachricht wird die Herner Basketballfreunde ganz besonders freuen: Jordan Frericks geht auch in der kommenden Saison für das Bundesligateam des Herner TC auf Korbjagd. Das verriet die 24-jährige US-Amerikanerin selbst in einem Interview, das bestätigte jetzt auch Hernes Headcoach Marek Piotrowski. „Jordan war eine der stärksten Spielerinnen in der letzten Saison und hat entscheidend zu unseren tollen Erfolgen beigetragen. Wir sind sehr froh, dass wir sie weiter verpflichten konnten“, erklärte der Meistertrainer.

Nach der belgischen Aufbauspielerin Chloé Bully und der jungen Niederländerin Laura Westerik hat mit Frericks nun die dritte Leistungsträgerin aus dem Team verlängert, das den Herner TC im Frühjahr mit dem Gewinn der Meisterschaft und des DBBL-Pokals an die Spitze des deutschen Damenbasketballs katapultiert hat. Dabei spielte Frericks fraglos eine wichtige Rolle. Sie war mit 12,6 Punkten und 7,3 Rebounds pro Spiel über die gesamte Saison nicht nur in zwei wichtigen Kategorien der Statistik die beste HTC-Spielerin, sie machte auch auf dem Parkett oft den Unterschied.

Beste Spielerin der Finalrunde

Gerade wenn es darauf ankam, war auf die physisch starke Innenspielerin absolut Verlass. Ganz besonders beim entthronten Meister in Keltern weiß man ein Liedchen davon zu singen. Denn in den entscheidenden Spielen vier und fünf der Finalrunde war es die 1,85 m große Jordan Frericks, die jeweils ein Double-Double auflegte und zur effektivsten Spielerin der Partie wurde.

„Mit ihrer Präsenz unter den Körben hat sie uns oft sehr geholfen“, lobte Marek Piotrowski, der selten einzelne Spielerinnen heraushebt und stets den Teamgedanken betont. Dass Frericks in seinen Planungen für die neue Spielzeit eine Schlüsselrolle einnimmt, lässt der 60-Jährige ebenfalls durchblicken. „Jordan ist athletisch, fügt sich gut ins Team ein und passt auch menschlich perfekt in die Herner Umgebung“, weiß der HTC-Coach.

Vier Namen im Kader

Zehn Wochen vor dem Season Opening in Hannover umfasst der Herner Kader damit vier Namen. Noch vor der Verlängerung mit den drei Meisterspielerinnen Westerik, Bully und Frericks hatte der HTC die erste Neuverpflichtung bekannt gegeben. Es ist Kennedy Leonard, eine in Texas geborene 22-Jährige, die neben der amerikanischen auch die britische Staatsbürgerschaft besitzt. Leonard kann auf beiden Guard-Positionen spielen und gilt als gute Schützin und exzellente Passgeberin. Sie könnte adäquater Ersatz für Beatrice Attura sein, die bekanntlich nach Italien wechselt. Und wie Attura belastet auch Leonard als EU-Bürgerin nicht das Ausländerkontingent.

Konturen zeichnen sich ab

Ganz langsam zeichnen sich also die Konturen des Teams ab, mit dem sich Herne bald auch auf europäischer Bühne behaupten will. Neben Attura stehen Emina Karic (Karriereende) und Darcee Garbin (zurück nach Australien) künftig nicht mehr zur Verfügung. Bei Eigengewächsen wie Laura Zolper, Sarah Polleros oder Frida Schmidt darf man davon ausgehen, dass sie in Herne bleiben und weiter an den Profibereich herangeführt werden. Noch keine Wasserstandsmeldungen gibt es von „General“ Karin Kuijt, den Bettonvil-Schwestern Jil und Loyce, von Natalie Burton und Drew Sannes.

Man darf gespannt sein, ob einige dieser Namen in den nächsten Tagen und Wochen wieder auftauchen, wenn der HTC weitere Personalien publik machen will. Die letzten Puzzle-Teilchen aber werden die Herner wohl erst nach dem 22. Juli einfügen, wenn in München die Gruppen für den EuroCup ausgelost werden.

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