Basketball - DBBL-Pokal

Marek Piotrowski schwört Herner TC auf einen heißen Tanz ein

Ziel ist das Viertelfinale: Jordan Freriks (2.v.re.) und ihre Herner Teamkolleginnen stehen aber in Freiburg vor einer hohen Hürde.

Ziel ist das Viertelfinale: Jordan Freriks (2.v.re.) und ihre Herner Teamkolleginnen stehen aber in Freiburg vor einer hohen Hürde.

Foto: Klaus Pollkläsener / Foto Funke Services

Herne.  Im Freiburger Uni-Dome will sich Titelverteidiger Herner TC für das Pokal-Viertelfinale qualifizieren – und hat viel Respekt vor den Eisvögeln.

Kaum zurück vom EuroCup-Spiel im ungarischen Szekszard, wartet auf die Basketballerinnen des Herner TC bereits die nächste Reise. An diesem Samstag geht es in den südweslichen Zipfel des Landes, wo die Eisvögel USC Freiburg darauf lauern, dem Titelverteidiger bereits im Achtelfinale des DBBL-Pokals den Garaus zu machen.

Zum Sprungball stehen sich beide Teams um 19.30 Uhr im gefürchteten Uni-Dome gegenüber, der „Kultstätte des Freiburger Damenbasketballs“, wie es auf der Eisvögel-Homepage heißt.

Viele Favoriten ließen schon die Köpfe hängen in der Unihalle

Die altehrwürdige Unihalle, nicht sonderlich groß, aber stets mit begeistert mitgehenden Fans prall gefüllt, haben schon viele vermeintliche Favoriten mit hängenden Köpfen verlassen. Das könnte auch den Hernerinnen blühen. Dabei sehen sie sich gar nicht in der Favoritenrolle.

„Da erwartet uns ein ganz heißer Tanz“, ist Marek Piotrowski sicher. „Mit den eigenen Zuschauern im Rücken ist Freiburg ganz schwer zu schlagen.“

Piotrowski: „Zwei Mannschaften auf ähnlichem Level“

Nach Einschätzung des Herner Trainers treffen „zwei Mannschaften auf ähnlichem Level“ aufeinander. Besonders beeindruckt ist Piotrowski von der Freiburger Centergarde, zwei jungen US-Girls und der unverwüstlichen Mirna Paunovic, deren Alter an der Trikotnummer 43 zu erkennen ist.

Die 22-jährige Sam Fuehring hat in der DBBL bislang im Schnitt für fast 21 Punkte getroffen und etwa neun Rebounds gepflückt, die ein Jahr ältere Alexa Hart ist ebenfalls immer für ein „Double-Double“ gut.

Zu ihrer Entlastung kann Trainerin Hanna Ballhaus nach wie vor Mirna Paunovic aufs Parkett schicken, die nicht nur selbst punktet, sondern auch durch gescheite Anspiele glänzt und mit ihrer ganzen Erfahrung Tempo und Rhythmus steuern kann.

Alle Kräfte mobilisieren

Von außen droht dem HTC die größte Gefahr durch das dritte Freiburger US-Girl, Cassandra Breen, die im Ligadurchschnitt 3,5 Dreier versenkt. Zu den Leistungsträgerinnen auf den kleinen Positionen zählen auch Luana Rodefeld und die Italienierin Jessica Genco.

Marek Piotrowski aber hofft, dass sein Team trotz Reisestrapazen und knapp bemessener Zeit für Training und Regeneration im Uni-Dome bestehen kann. Dazu müssten die gestressten Hernerinnen alle Kräfte mobilisieren und auch kämpferisch an ihre Grenzen gehen.

Denn eins ist für Piotrowski sicher: „Geschenkt wird uns nichts. Freiburg wird alles tun, um den Titelverteidiger rauszukicken.“

Freiburg freut sich auf den „Extrahammer“

Für einen hoch motivierten Gastgeber spricht auch der Freiburger Vorbericht. Seit 1802, wird dort gescherzt, hätten die Eisvögel kein Pokalspiel mehr vor eigenem Publikum austragen dürfen. Nun habe die Losfee endlich Erbarmen gehabt und sie mit einem Extrahammer belohnt: Einem Spiel gegen den amtierenden Meister und Pokalsieger.

Auf das „Überteam der Liga“ schwört der Bericht die eigene Mannschaft und ihre Fans ein. Zu viel des Lobes, wie jeder in Herne weiß. Denn das Meisterteam hat sich längst in alle Winde zerstreut, der HTC steckt mitten im Neuaufbau. Die jetzige Formation muss erst noch zeigen, dass sie mehr verkörpert als Bundesliga-Durchschnitt. Ein Pokalsieg in Freiburg wäre dazu ein nützlicher Baustein.

Zehn Erstligsten sind im Achtelfinale dabei

Im Achtelfinale des DBBL-Pokals sind noch zehn Erstligisten vertreten. Ausgeschieden sind lediglich Saarlouis durch ein 66:99 gegen Freiburg und Halle durch ein 58:76 in Herne. Ausgerechnet die beiden Sieger der beiden bislang einzigen Erstliga-Duelle treffen jetzt in Freiburg also aufeinander.

In der Runde der letzten 16 stehen sich außer in Freiburg auch in Marburg (gegen Heidelberg) und in Osnabrück (gegen Göttingen) zwei Erstligisten gegenüber. Mindestens drei weitere Erstligisten bleiben also auf der Strecke.

Zwei der acht Viertelfinalplätze sind bereits vergeben. Weil Citybasket Recklinghausen und die Falcons Bad Homburg nicht antraten, sind Nördlingen und Hannover bereits in der nächsten Runde.

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