Fussball - Westfalenliga

Nach langer Pause: Derby zwischen Wanne-Eickel und Sodingen

Kunststück – hier die DSC-Spieler Rene Michen (oben) und Nick Ruppert am Dienstag im Kreispokalspiel bei der SpVgg Röhlinghausen. Das gewann der Westfalenligist klar mit 10:0.

Kunststück – hier die DSC-Spieler Rene Michen (oben) und Nick Ruppert am Dienstag im Kreispokalspiel bei der SpVgg Röhlinghausen. Das gewann der Westfalenligist klar mit 10:0.

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services

Der DSC Wanne-Eickel empfängt den Aufsteiger SV Sodingen. Trainer und Teams freuen sich auf ein richtiges Lokalduell in dieser Spielklasse.

Es ist so weit – es ist endlich mal wieder Derbyzeit in der Westfalenliga. Der DSC Wanne-Eickel empfängt am Sonntag (15 Uhr, Sportpark) den SV Sodingen in der Mondpalast-Arena.

Auf der Suche nach dem letzten Liga-Duell der beiden Rivalen muss man schon etwas tiefer ins Archiv vordringen. Bis zum 3. Mai 2007 um genau zu sein. Damals schlugen die Wanner den Gast an gleicher Stelle mit 3:0 (Tore: Kostrzewa, Bastürk, Dannhausen). Mehr als zwölf Jahre später nun wartet also eine Neuauflage dieses mit großer Vorfreude erwarteten Lokalduells.

Premiere für Spieler und Trainer

Für die Spieler allesamt auf dem Platz ist es jedenfalls Premiere. Natürlich auch für die Trainer. „Endlich mal ein richtiges Derby, ich hoffe die Jungs nehmen es auch so an“, bereitet sich Sebastian Westerhoff auch auf sein erstes Liga-Lokalderby in der Mondpalast-Arena vor.

Im Trainingsbetrieb spielte die besondere Konstellation übrigens, wenn überhaupt, eine untergeordnete Rolle. „Unsere Trainingsintensität in dieser Woche war gut“, so Westerhoff, „aber das war sie in den vorherigen Wochen auch schon.“

Ein Derby ist alles andere als Alltag

Insofern sei also nichts Besonderes im Alltag festzustellen. Der DSC-Coach unterstreicht: „Wir haben Spaß beim Training, da ist nichts anders gewesen.“

Und doch ist Derby alles andere als Alltag. Sebastian Westerhoff lässt den speziellen Druck auch nicht unberücksichtigt: „Man muss sich im Training nicht besonders darauf vorbereiten. Aber es muss im Kopf passen.“

Gastgeber Wanne geht als Favorit ins Spiel

Der Gastgeber geht sicher favorisiert ins Spiel. Als Marschroute gegen Sodingen („Ein Aufsteiger, der Fußball spielen will“), fordert der Wanne-Eickeler Trainer in erster Linie, dass seine Jungs Spaß haben. „Wenn das klappt, dann sind drei Punkte wohl fast zwangsläufig die Folge.“

Passend zu diesem Vorhaben gilt es für Sodingen also, dem Gegner genau diese Tour zu vermasseln und ihm als erstes den Spaß zu nehmen. Ob das mit eigenem Offensivgeist, wie zuletzt gezeigt, klappen soll, will Timo Erkenberg nicht verraten. Nur so viel: „Wir werden schon richtig gut verteidigen müssen. Wir wissen, was da los sein wird“, so der SVS-Coach.

SV Sodingen bereitet sich auf kräftigen Gegenwind vor

Erkenberg bereitet sein Team vorsorglich auf kräftigen Gegenwind vor: „Meiner Meinung nach hat der DSC die stärkste Offensive.“ Die Rollen sehen die Gäste deshalb klar verteilt. „Der Underdog gegen den Aufstiegsfavoriten“, titelt Erkenberg vorweg.

Doch kampflos wird sich der SVS selbstverständlich nicht seinem Schicksal in Wanne-Eickel ergeben. Der Gast kann im Derby auch wieder auf seine Routiniers Dennis Konarski und Sebastian Freyni zurückgreifen. Im Gegenzug allerdings wird Innenverteidiger Moritz Felber, dem nach dem Schüren-Spiel ein Fußbruch attestiert wurde, ebenso fehlen wie Chahine Abdallah. Auf Wanner Seite fällt auch Malek Ali-Khan verletzt aus, wenn es nach zwölf Jahren wieder heißt: Endlich mal wieder Derbyzeit in der Westfalenliga.

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