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Neuer Spieler in Hannover weckt böse Erinnerungen beim HEV

Die Herner stehen zusammen – vor allem in Über- und Unterzahl. Jetzt fehlt aber Topscorer Nils Liesegang.

Die Herner stehen zusammen – vor allem in Über- und Unterzahl. Jetzt fehlt aber Topscorer Nils Liesegang.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Herne.  Auf den Herner EV wartet Freitag die weiteste Fahrt der Saison. Sonntag kommen die Hannover Scorpions – mit einem ganz besonderen Neuzugang.

Die weiteste Reise der Oberliga-Hauptrunde führt den Herner EV an diesem Freitag an die Schilling-Allee nach Rostock. Spielbeginn bei den Rostock Piranhas ist um 20 Uhr. Am Sonntag empfängt der Tabellenzweite um 18.30 Uhr in der Hannibal-Arena die Hannover Scorpions. Spricht die Statistik in Rostock für den HEV? Ja und nein.

Was die aktuelle Formkurve angeht, sieht es für die Grün-Weiß-Roten gut aus. Während das Team von Trainer Danny Albrecht zuletzt fünf Siege in Folge feierte und sich ein solides Zehn-Punkte-Polster auf den dritten Platz verschaffte, gewannen die Norddeutschen nur zwei ihrer letzten elf Partien. Angst und Schrecken verbreitete die Rostocker Offensive bei erst 52 erzielten Toren bisher nicht.

Special Teams machen Unterschied

Die Topscorer Tomas Kurka und Victor Beck liegen im Ranking lediglich auf den Plätzen 38 und 39, in der auch nicht eben sattelfesten Defensive wurde inzwischen mit dem Deutsch-Amerikaner Tyler Brower nachgebessert. Mit einer Erfolgsquote von nur 9,3 Prozent ist das Überzahlspiel der Piranhas das schwächste der Oberliga Nord. Anders die Special Teams des HEV.

Herne verfügt über das beste Unterzahlspiel der Liga und liegt im Powerplay nur hauchdünn hinter den Icefighters Leipzig auf Rang zwei. Den ersten Saisonvergleich mit Rostock entschieden die Gysenberger mit 6:3 für sich. Die Kehrseite: Von seinen letzten drei Fahrten an die Ostsee kam der HEV mit leeren Händen zurück.

Rätselhafte Gäste am Sonntag – mit Ex-Indian Peleikis

Der Nord-Vizemeister aus Hannover gibt in dieser Saison Rätsel auf. Das Team von Trainer Dieter Reiss startete mit sechs Siegen, spielte aber anschließend wie ausgewechselt. Von den nächsten elf Duellen gewannen die Niedersachsen nur noch eins, erst am vergangenen Wochenende schloss man mit fünf Punkten wieder zu den direkten Playoff-Plätzen auf.

Beim 5:2 in Hannover zeigte der HEV eine seiner stärksten Saisonleistungen. Die Talfahrt der Wedemarker hatte auch personelle Konsequenzen. Die Verträge der Kanadier Mike Robinson und Kevin Miller wurden aufgelöst und mit dem DEL-erfahrenen Mario Valery-Trabucco ein neuer Angreifer verpflichtet.

In dieser Woche meldeten die Scorpions mit dem in Herne vor allem durch seinen Horror-Check gegen Aaron McLeod bekannten Robert Peleikis vom Lokalrivalen Indians auch einen neuen Verteidiger. Wie schätzt Danny Albrecht die beiden Gegner ein?

Danny Albrecht sagt: „Die Scorpions legen uns“

„Die Scorpions liegen uns, sie sind spielstark und offensiv ausgerichtet. In Rostock habe ich mit dem HEV auch noch nicht gewonnen.“ Letzteres war vor dem 9:3-Derbysieg in Essen allerdings genauso – vielleicht ein gutes Omen vor dem Ostsee-Trip.

In der Trainingswoche musste sich der HEV-Coach wegen eines schweren grippalen Infekts von seinen Co-Trainern Lars Gerike und Milan Mazanec vertreten lassen. Stürmer Nils Liesegang ging gegen Erfurt vorzeitig verletzt vom Eis und bekam für dieses Wochenende eine Behandlungs- und Ruhepause verordnet. Artjom Alexandrov kehrt dagegen nach längerer Verletzungspause ins Team zurück.

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