Eishockey Oberliga

Nicht mehr Spitzenreiter: Erste Niederlage für den Herner EV

Gegen Hamburg enttäuschte der Herner EV – vor eigenen Fans am Freitag müssen die Gysenberger es gegen Krefeld (hier in einem Test 2018) besser machen.

Gegen Hamburg enttäuschte der Herner EV – vor eigenen Fans am Freitag müssen die Gysenberger es gegen Krefeld (hier in einem Test 2018) besser machen.

Foto: Rainer Raffalski / Funke Foto Services GmbH

Hamburg.  Platz eins ist futsch für den Herner EV – nach einem 1:4 in Hamburg am Freitag. Nur einen Spieler nahm Trainer Albrecht bei seiner Kritik aus.

Nun hat es auch den Herner EV erwischt. Nach sechs Siegen in Folge verloren die Gysenberger am Freitag bei den Crocodiles Hamburg mit 1:4 und mussten die Tabellenführung in der Oberliga Nord abgeben. Den Hannover Scorpions reichte eine 3:4-Niederlage nach Verlängerung gegen Tilburg, um den HEV von der Spitze zu verdrängen. Den Grund hatte der Trainer schnell gefunden.

„In den letzten Wochen habe ich immer die Moral und Leidenschaft der Mannschaft gelobt. Das hat heute gefehlt. Wir sind nicht da hingegangen, wo es weh tut“, kommentierte Danny Albrecht die erste Saisonniederlage. Torhüter Lukas Schaffrath, der für den etatmäßigen Keeper Björn Linda begonnen hatte, nahm er von der Kritik ausdrücklich aus.

Nur Torwart Schaffrath bekommt vom Trainer einen Freibrief

„Er hatte sich den Einsatz durch gute Trainingsleistungen verdient. An ihm hat es nicht gelegen. Wenn dich deine Vorderleute im Stich lassen, bist du als Torwart die ärmste Sau“, meinte der HEV-Coach, nachdem der 23-Jährige nach drei Gegentreffern in kurzer Folge geknickt vom Eis gegangen war.

Hinten unaufmerksam und vorne ohne Effizienz – das war nicht der gewohnte HEV, den die 1243 Zuschauer im Eisland Farmsen zu sehen bekamen. Hamburg zog direkt nach der ersten Pause in vier Minuten auf 3:0 davon und machte anschließend die Schotten dicht – den Gästen fehlten die Ideen, um den Abwehrriegel der Crocodiles zu knacken.

Spiel auf ein Tor – aber Herne kommt nicht durch

„Wir haben die letzten 30 Minuten auf ein Tor gespielt, sind aber kopflos angerannt. Hamburg hat sich in jeden Schuss geworfen und Einsatz und Herz gezeigt“, schilderte Danny Albrecht die zweite Hälfte des Spiels, in der es lediglich zum Ehrentreffer bei doppelter Überzahl reichte.

Am Ende hatten die Gäste zwar das Schussverhältnis zu ihren Gunsten gedreht, aber nicht das Ergebnis. In der Schlussminute machte der Ex-Herner Thomas Zuravlev mit seinem zweiten Tor des Abends den Deckel endgültig drauf.

Am Sonntagabend empfängt der Herner EV den EV Krefeld in der Hannibal-Arena am Gysenberg.

So haben sie gespielt:

Drittel: 0:0, 3:1, 1:0.

Tore: 1:0 (20:56), 2:0 (22:29, 5-4), 3:0 (25:05), 3:1 (36:05, 5-3) Liesegang (Asselin/T. Ziolkowski), 4:1 (59:15, 5-6).

Strafminuten: Hamburg 6 – Herne 8.

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