Eishockey Oberliga

Preussen Berlin ist raus, Krefeld drin: Oberliga zu zwölft

Wenn es nach dem ECC Preussen Berlin geht, soll es in nicht allzu ferner Zukunft zum Wiedersehen kommen – vorerst spielen die Berliner und der Herner EV (hier im Februar 2019) nicht mehr in einer Liga.

Wenn es nach dem ECC Preussen Berlin geht, soll es in nicht allzu ferner Zukunft zum Wiedersehen kommen – vorerst spielen die Berliner und der Herner EV (hier im Februar 2019) nicht mehr in einer Liga.

Foto: Klaus Pollkläsener

Berlin / Herne.  Im Feld der Eishockey-Oberliga Nord ist einiges an Bewegung – vor allem aus finanziellen Gründen. So ändern sich die Gegner für den Herner EV.

Die Eishockey-Oberliga Nord verliert einen weiteren Verein und geht mit zwölf Mannschaften in die neue Saison. Nach den Harzer Falken ziehen sich auch die Berliner Preussen in die Regionalliga zurück. Während sich das Oberliga-Aus in Braunlage nach der Insolvenzanmeldung bereits im Frühjahr abgezeichnet hatte, kommt der plötzliche Rückzug der Preussen überraschend.

Die Charlottenburger hatten die Lizenz vom Deutschen Eishockey-Bund nur unter Auflagen erhalten und machen eine kurzfristig zu erbringende Bürgschaft für den freiwilligen Gang in die Viertklassigkeit verantwortlich. „Diese Auflage war rein technisch nicht zu bewerkstelligen. Betrachtet man allein die gesetzliche Widerspruchsfrist von sieben Tagen, sind die acht Tage vom 2. bis zum 12. Juli sehr sportlich“, so ECC-Preussen-Präsident Sven Krey.

Mittelfristig wird in Berlin für die Oberliga geplant

Dazu komme, dass jede Bürgschaft abgesichert werden müsse: „Man muss auch hier mindestens 30 Prozent hinterlegen. Im Ganzen dauert ein solches Verfahren, in dem es um Summen über 10.000 Euro geht, üblicherweise vier Wochen. Es ist allerdings auch richtig, dass wir – geschuldet den letzten Jahren – die geforderten Unterlagen sehr kleckerweise beigebracht haben“, räumte Krey ein.

„Die finanzielle Situation des ECC Preussen Berlin ist schlecht, aber gemessen an unserem Konzept und den zukünftigen Kooperationspartnern hätten wir die Chance gehabt, den Verein neu aufzustellen.“ Mittelfristig plant man in der Bundeshauptstadt allerdings wieder für die Oberliga.

„Wir sanieren jetzt und spielen so lange Regionalliga, bis wir uns auf ein sicheres finanzielles Fundament gestellt haben“, erläutert Krey die Pläne. „Ich kann für die Zukunft versprechen, dass wir uns nicht noch einmal in diese Situation bringen werden und versuchen, mit aller Gewalt eine Oberliga zu stemmen.“

Hamburg Crocodiles und Krefelder U23 sind dabei

Auch in Braunlage wird eine baldige Rückkehr in die dritte Liga angestrebt. Die Crocodiles Hamburg hatten derweil ihre Planinsolvenz erfolgreich gestemmt. Vervollständigt wird das Zwölferfeld von der U23 des Krefelder EV. Die neue Saison der Oberliga Nord beginnt am 27. September.

Gespielt wird eine Doppelrunde bis zum 1. März 2020 mit 44 Spielen für jede Mannschaft – wie im Vorjahr gefolgt von Pre-Playoffs und anschließenden Playoffs mit den besten Südclubs.

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