Tennis

Regen in Schweden durchkreuzt Eickeler Pläne

Der gerade 19-jährige Marcel Zielinski war in Halle an beiden Punkten des TC Parkhaus Wanne-Eickel beteiligt. Er hat sich auch in der dritthöchsten deutschen Liga schon durchgebissen.

Der gerade 19-jährige Marcel Zielinski war in Halle an beiden Punkten des TC Parkhaus Wanne-Eickel beteiligt. Er hat sich auch in der dritthöchsten deutschen Liga schon durchgebissen.

Foto: Klaus Pollkläsener

Regionalligist TC Parkhaus Wanne-Eickel unterliegt in Halle mit 2:7. Vier Einzel gehen im Matchtiebreak verloren. Damen in Versmold ohne Chance.

Dumm gelaufen. Für die beiden Topteams des TC Parkhaus Wanne-Eickel war’s ein Wochenende zum Vergessen. Selbst die Siege einiger weiterer Mannschaften des Clubs konnten die Stimmung nicht wirklich aufhellen.

Regionalliga Herren: TC BW Halle - TCP 7:2. „Das war ein extrem bitterer Tag. Ich hab’ jetzt noch schlechte Laune.“ Robert Sibbel machte auch am Tag nach der 2:7-Niederlage in Halle aus seinem Herzen keine Mördergrube. Denn sein Plan als Teamchef war es, mit einem Sieg beim mehrfachen deutschen Meister Ansprüche auf den Klassenerhalt anzumelden. Das misslang gründlich.

Das Fiasko bahnte sich schon am Samstagnachmittag an. Denn da stand fest, dass der TCP ohne seine Nummer eins würde antreten müssen. Markus Eriksson hatte für ein Turnier in seiner schwedischen Heimat gemeldet, das am Samstag zu Ende gehen sollte. Doch wegen Regens verzögerte sich der Ablauf, das Finale wurde auf Sonntag verschoben. Als Eriksson sein Halbfinale gewonnen hatte, war die Freude in Wanne-Eickel doch eher gedämpft. Plan A war gescheitert.

Auch Plan B ist kurzfristig nicht umzusetzen

Plan B ließ sich kurzfristig auch nicht mehr realisieren. Fred Simonsson war beim Foto-Shooting einer Model-Agentur, Patrick Rosenholm verletzt, Daniel Appelgren nicht in Form. Hilfe aus Schweden war nicht zu erwarten. Weil auch Niklas Karcz erst in ein paar Tagen aus den USA zurückkehrt, musste Basti Beckmann aus der „Zweiten“ ran.

Und der machte seine Sache richtig gut. Lag er gegen Johannes Kalowrat zunächst mit 1:4 hinten, legte er danach jeden Respekt ab, machte fünf Spiel in Folge und holte sich den Satz. Durchganz zwei ging an seinen Gegner, der Matchtiebreak musste entscheiden. Bei 9:8 hatte Beckmann Matchball – und ausgerechnet hier scheute er das Risiko. Statt aufs Ganze zu gehen, wartete er auf einen Fehler. Vergeblich. Nach dem 9:11 hätte der Eickeler vor Wut am liebsten in den Schläger gebissen.

Gute Siegchancen hatte im Einzel auch Philipp Sibbel. Am Ende fehlte ihm das Glück. Foto: Klaus Pollkläsener Viel Druck auf Sibbel

Nun stand Philipp Sibbel auf dem Nachbarplatz unter gewaltigem Druck, hatte Lynn Max Kempen doch vom früheren Bundesliga-Profi Lennart Zynga eine richtige Abfuhr bekommen. Mit dem zehn Jahre älteren Nico Schinke lieferte sich Sibbel einen Kampf auf Biegen und Brechen, gab Satz eins nach 5:3-Führung noch ab, holte sich den zweiten im Tiebreak und hielt den bis zum 6:7 offen. Dann setzte er einen Volley daneben, sein Gegner ließ einen „Winner“ folgen und nutzte dann auch gleich den ersten Matchball. Es hieß 0:3.

Und die Pechsträhne setzte sich in der zweiten Einzelrunde fort. Erneut gingen zwei Spiele im Matchtiebreak weg. Yan Sabanin spielte bei seinem ersten Einsatz starkes Tennis, musste sich im Spitzeneinzel aber dem Niederländer Justin Eleveld geschlagen geben. Ähnlich erging es Justus Drees. Der 18-Jährige knöpfte dem angehenden Profi Tom Clavel mit tollem Spiel überraschend einen Satz ab, geriet dann aber schnell ins Hintertreffen und musste ebenfalls gratulieren.

Beim 0:5 ging es nurmehr um Schadensbegrenzung. Und wenigstens die gelang. Marcel Zielinski bezwang Altmeister Christopher Koderisch glatt in zwei Sätzen und sorgte im Doppel mit Yan Sabanin auch für den zweiten Gegenpunkt.

Westfalenliga Damen: TP Versmold - TCP 9:0. Beim Aufstiegsfavoriten hatten sich die Eickeler Damen nichts ausgerechnet. Deshalb verzichteten sie auf einige Topspielerinnen und traten in einer Besetzung an, die gegen diesen Gegner nicht konkurrenzfähig war und ohne Satzgewinn blieb. Am besten schlug sich noch Eleonore Boll, die ihrer Gegnerin immerhin fünf Spiele abnahm.

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