Basketball - DBBL

Sterne brennen gegen Herner TC auf Revanche fürs DM-Finale

Zweimal innerhalb weniger Tage tritt der Herner TC, rechts Eva Rupnik, bei den Rutronik Stars Keltern an.

Zweimal innerhalb weniger Tage tritt der Herner TC, rechts Eva Rupnik, bei den Rutronik Stars Keltern an.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Der Deutsche Meister Herner TC trifft auf die Rutronik Stars Keltern. Auf die verlorene Finalserie 2019 hat der Gegner des HTC reagiert.

Es klingt wie ein kleines Déjà-vu. Gut fünf Monate, nachdem sich die Basketballerinnen des Herner TC und der Rutronik Stars Keltern eine denkwürdige Finalserie mit fünf packenden Partien binnen elf Tagen lieferten, stehen sich Vizemeister und Meister in knapp hundert Stunden erneut zweimal gegenüber.

An diesem Sonntag geht es ab 17.30 Uhr in der Speiterling-Halle um Bundesligapunkte, am Donnerstag um 19 Uhr erlebt der HTC am selben Orte seine Feuertaufe im EuroCup Women.

Herner Sportgeschichte durch den HTC, Sterne haben zu knabbern

In Keltern wie in Herne sind die Tage Ende April/Anfang Mai noch unvergessen. Schrieben die HTC-Damen mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft ein glänzendes Stück Herner Sportgeschichte, hatten die Sterne an der verpassten Titelverteidigung doch einigermaßen zu knabbern.

Für die Verantwortlichen um Manager Dirk Steidl und Trainer Christian Hergenröther gab es nur eine logische Konsequenz.

Auch HTC-Trainer Marek Piotrowski ist vom Gegner beeindruckt

Sie stellten zu dieser Spielzeit ein noch stärkeres Team aufs Parkett, das bislang alle Pflichtspiele locker gewonnen hat und nach dem jüngsten DBBL-Erfolg in Freiburg von Augenzeugen bereits als kommender Meister gefeiert wurde. Auch HTC-Trainer Marek Piotrowski war nach dem Videostudium ziemlich beeindruckt.

„Keltern hat eine sehr, sehr gute Truppe zusammengestellt, die attraktiven, guten, aggressiven und schnellen Basketball spielt“, sagt Hernes Cheftrainer. „Das ist sehr nett anzuschauen.“ Vor allem eine Lektion aus dem Vorjahr habe man offenbar gelernt.

Rutronik Stars haben eine Lektion gelernt

„Damals hatten wir elf nahezu gleichwertige Profis, das war unser Vorteil. Jetzt hat Keltern zwölf Vollprofis und kann vierzig Minuten ohne Leistungsabfall durchwechseln.“

Tempo und Intensität des Kelterner Spiels werden für den Herner TC zu einer großen Herausforderung und einer weiteren Standortbestimmung.

„Meisterschaft wird erst im Frühjahr entschieden“

„Wir schauen mal, ob wir da schon mithalten können“, bleibt Piotrowski ganz gelassen. „In der letzten Saison haben wir das erste Spiel in Keltern auch mit 28 verloren. Die Meisterschaft wird nicht jetzt entschieden, sondern erst im Frühjahr.“

Bis dahin sei noch genügend Zeit, auf die dann aktuelle Situation zu reagieren. Anders als die Rutronik Stars, die für die verletzte Amber Orrange mit Brittany Dinkins ein weiteres US-Girl nachverpflichteten, hat Herne die am Kreuzband operierte Chloe Bully bislang nicht ersetzt.

Mehr Spielanteile für Hernes Eigengewächse möglich

Das eröffnet vor allem den jungen Eigengewächsen Möglichkeiten, Spielanteile zu bekommen

Sarah Polleros und vor allem Laura Zolper wussten das zuletzt schon prima zu nutzen. Sollten sie auch in Keltern bestehen, hätten sie ihre Reifeprüfung endgültig abgelegt.

Das gilt aber auch für andere junge Spielerinnen wie Kennedy Leonard oder Laura Westerik. Denn gerade auf den „kleinen Positionen“ sind die Sterne mit Jasmine Thomas, Emmanuela Mayombo, Ilze Jakobsone Milica Deura oder Dinkins sehr stark besetzt.

HTC erwartet ein heißes Wiedersehen

Beste Punktsammlerinnen der Rutronik Stars aber sind bislang Brittany Brown (15,3 pro Spiel) und Harriet Belobi Nawezhi (12,67), zwei sehr dynamische Flügelspielerinnen, die auch Adelina Abaiburova oder Jordan Frericks einiges abverlangen werden.

Um die Speiterling-Halle wie damals am 1. Mai erneut als Sieger zu verlassen, muss beim HTC jedenfalls alles passen. Dieses 41:55, diese verpatzte Meisterfeier, hat in Keltern niemand vergessen. „Der Frust sitzt noch tief und der Ehrgeiz ist groß, sich dafür zu revanchieren“, erwartet auch Marek Piotrowski ein ganz heißes Wiedersehen.

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