Basketball

Zwei Rivalen des Herner TC haben ihre Kader komplett

Als eine der Ersten verlängerte die Belgierin Chloe Bully (r.) ihren Vertrag beim Deutschen Meister und Pokalsieger.

Als eine der Ersten verlängerte die Belgierin Chloe Bully (r.) ihren Vertrag beim Deutschen Meister und Pokalsieger.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

In zehn Wochen beginnt für den Herner TC die Mission Titelverteidigung. Noch bastelt der Meister an seinem Kader. Andere Clubs sind schon weiter.

Zwei Monate nach dem triumphalen Ende der letzten Basketballsaison ist vom Herner TC derzeit wenig zu hören. Doch die Ruhe trügt. Während die Spielerinnen Urlaub machen, sich individuell fit halten oder mit Auswahlteams unterwegs sind, wird hinter den Kulissen fleißig gearbeitet. Es gilt, auf allen Ebenen die Voraussetzungen für eine Saison zu schaffen, die den HTC vor ganz neue Herausforderungen stellt.

Erstmals betreten die HTC-Damen die europäische Bühne, und auf nationaler Ebene müssen sie sich mit einer veränderten Rolle anfreunden. Denn mit dem Season Opening der 1. DBBL am 21. September wird der Deutsche Meister und Pokalsieger vom Jäger zum Gejagten.

Verhandlungen stehen vor dem Abschluss

Wie der HTC diese Herausforderungen bewältigen will, welches Personal die Doppelbelastung stemmen soll, das liegt noch weitgehend im Dunkeln. Bislang hat der Verein erst die Neuverpflichtung von Kennedy Leonard sowie Vertragsverlängerungen von Laura Westerik und Chloe Bully offiziell bekannt gegeben. „Ende dieser Woche werden wir wohl weitere Namen bekannt geben können. Die Verhandlungen sind im Endstadium“, erklärte HTC-Cheftrainer Marek Piotrowski.

Man darf davon ausgehen, dass Nachwuchsspielerinnen wie Sarah Polleros, Laura Zolper oder Frida Schmidt beim Doublesieger bleiben. Nicht mehr im Kader sind Kapitänin Emina Karic (Karriereende), die nach Italien gewechselte Beatrice Attura und Darcee Garbin, die in ihre australische Heimat zurückgekehrt ist.

Ähnlich wie der HTC halten auch viele weitere Bundesligisten ihr Pulver noch trocken. Zwei Vereine haben ihre Karten hingegen schon offen gelegt. Die WAZ hat sich umgehört und Wissenswertes zur Saison 2019/20 zusammengetragen.

Regularien

Weiterhin dürfen drei Nicht-EU-Ausländerinnen eingesetzt werden, dazu beliebig viele Spielerinnen aus der EU und aus Staaten, deren Bürger dieselben Freizügigkeitsregeln wie EU-Bürger genießen. Es existiert eine Übereinkunft der Vereine, dass drei Deutsche auf dem Spielberichtsbogen eingetragen sein sollen. Es gibt jedoch keine Pflicht zum Einsatz deutscher Spielerinnen.

Season Opening

Anders als in der Vergangenheit findet die gemeinsame Saisoneröffnung aller zwölf Erstligavereine an nur einem Tag statt. Gastgeber ist der TK Hannover, wo am Samstag, den 21. September, alle sechs Partien des ersten Spieltags stattfinden, verteilt auf zwei Hallen. Der Herner TC trägt dann sein (Auswärts-)Spiel gegen Aufsteiger GiroLive Panthers Osnabrück aus. Die weiteren Begegnungen: Halle - Freiburg, Nördlingen - Marburg, Saarlouis - Keltern, Hannover - Wasserburg, Heidelberg (Aufsteiger) - Göttingen.

Komplette Kader

TV Saarlouis Royals: Als erster Verein gaben die Royals an, ihren Kader komplett zu haben. Trainer Ondrej Sykora hat mit Nani Ilmberger, Seraphina Asuamah-Kofoh, Kimberley Pohlmann und Helena Eckerle nur vier Spielerinnen gehalten. Zurück im Team ist Nationalspielerin Levke Brodersen, die ein Jahr lang in England spielte. Sie bringt Alisa Gorrell aus Sheffield mit. Auch Fee Zimmermann hat früher schon für die Royals gespielt. Vom Ligarivalen Göttingen kommen die 1,94m große Centerin Verdine Warner und die beim HTC ausgebildete Corinna Dobroniak. Die US-Amerikanerin Jessica Kovatch, Mandy Geniets aus Luxemburg sowie die Tschechinnen Tereza Kracikova, Gabriela Nemcova und Michaela Hofmanova betreten in der DBBL Neuland.

SNP Baskets USC Heidelberg: Der Aufstiegskader genießt weiter das Vertrauen von Trainer Dennis Czygan. Topscorerin Pele Gianotti, Michala Palenickova, Britta Daub, Anne Zipser, Olivia Nash, Eleah Steins , Anna Meusel, Melina Karavassilis, Helena Chatzitheodorou und die frühere Hernerin Rachel Arthur gingen auch in der 2. DBBL Süd für die BasCats auf Korbjagd. Als Neuzugänge verstärken die 1,91 m große US-Centerin Victoria Harris, die niederländische Aufbauspielerin Janiek van Veen und Nachwuchsspielerin Marie Kleinert das Aufgebot.

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