Förderprogramm

1,8 Millionen Euro für Vereine in Iserlohn und Hemer

105.000 Euro erhält der TV Deilinghofen, damit die Heizungsanlage der Turnhalle erneuert werden kann.

105.000 Euro erhält der TV Deilinghofen, damit die Heizungsanlage der Turnhalle erneuert werden kann.

Foto: Willy SchweeR

Iserlohn.  Förderprogramm „Moderne Sportstätte 2022“: Insgesamt 25 Anträge sind von Stadtsportverbänden bearbeitet worden.

„Moderne Sportstätte 2022“: Das Förderprogramm des Landes NRW sieht vor, Vereinen insgesamt 300 Millionen Euro für eine nachhaltige Modernisierung und Sanierung sowie den Umbau oder Ersatzneubau einer Sportstätte zur Verfügung zu stellen. Weil viel Geld im Top ist, gab es auch viele Anträge. 16 Iserlohner und neun Hemeraner Vereine haben sich beworben, und mit dem TV Hemer sowie dem TV Deilinghofen haben zwei bereits einen Bewilligungsbescheid erhalten – der TVD immerhin über 105.000 Euro für eine neue Heizungsanlage in der Turnhalle. Die sieben anderen Vereine sind:

BSV Westig (Maßnahme: Dachsanierung Schützenheim) - BSV Hemer (Toilettenanlage, barrierefreier Zugang zur Schießanlage) - Weiß-Blau Hemer (Außenplätze, Renovierung Vereinsheim) - TV Landhausen (Sanierung Turnhalle) - TV Westig (Fenstererneuerung, Zugang und Umzäunung Multifunktionsfläche) - TV Sundwig (Fenster, Warmwasserspeicher) - KSC Hemer (Steganlage).

Als die Vereine einen ersten Wunschzettel einreichten, stand in der Schlussabrechnung ein Betrag von 1,6 Mio. Euro. Die Stadt Hemer konnte aber nur über insgesamt rund 495.000 Euro verfügen, und deren Verteilung übernahm der Stadtsportverband. Dessen Vorsitzender Klaus-Peter Uhlmann berichtet von konstruktiven Gesprächen, vom Bemühen um Transparenz und Akzeptanz. „Es soll kein Neid aufkommen, dass der eine Verein mehr bekommt als der andere.“

Zu den zentralen Vorgaben des Landes gehörte es, dass eine Bezuschussung von mindestens 50 Prozent des Gesamtvolumens erfolgen sollte. Damit waren die Vereine in der Pflicht, sich auf die wichtigsten Maßnahmen zu konzentrieren und auch die möglichen Eigenleistungen zu beziffern. Bis 2022 sollen die Projekte abgeschlossen sein. In Hemer haben die Vereine nach Uhlmanns Einschätzung ihre Hausaufgaben gemacht und den umfangreichen „Papierkram“ erledigt. Daher werden jetzt sukzessive weitere Bewilligungsbescheide eintreffen.

Mehr Zuschuss für Vereine mit Nachwuchsarbeit

In Iserlohn können 1,3 Mio. Euro auf diese 16 Vereine verteilt werden:

TV Griesenbrauck (diverse Maßnahmen in der Turnhalle) - Schleddenhofer SV (Modernisierung Schwimmbadtechnik) - SV Iserlohn/KV Iserlohn (Heidebad: Sanierung Schwimmerbecken und Chlorgasraum, Überarbeitung Kegelbahn) - St. Sebastian Sümmern (Renovierung Schützenhalle) - BSV Drüpplingsen (Modernisierung Luftgewehrstand) - TC Iserlohn (Sanierungsmaßnahmen Halle und Tennisplätze) - TC Letmathe (Platzsanierung, neue Zaunanlage) - TC Lössel-Roden (Renovierung Vereinsheim, Photovoltaikanlage, Sanierung Tennisplätze) - TC Sümmern (Zaunanlage) - TC Hennen (Sanierung Tennisplätze) - LSV Hegenscheid (Neubau Flugzeughalle) - Aero-Club Altena (Erweiterung Hangar) - LSV Ruhr/Lenne (Energetische Sanierung) - Aero-Club Hagen (Sanierung Hallendach und Kontrollturm) - IH Samurai (Erneuerung Fernwärmeanlage) - LRV Kalthof (Renovierung Dressurplatz).

Als die Vereine ihre ersten Anträge einreichten, belief sich die Gesamtsumme auf rund drei Millionen Euro. „Da wurde vieles aufgeführt, was in den nächsten zehn Jahren gemacht werden muss“, verweist Ralf Horstmann, Geschäftsführer im Stadtsportverband Iserlohn, auf notwendige Abstriche. Schließlich waren nur 1,3 Millionen zu verteilen, und der Zuschuss pro Verein sollte mindestens 50 Prozent der Gesamtkosten betragen.

„Uns war es wichtig, dass kein Antrag abgelehnt werden musste, aber wir haben die Vereine unterschiedlich bewertet“, erläutert Horstmann. Schwimmvereine haben nach seiner Darstellung für die Allgemeinheit eine größere Bedeutung als Segelflugklubs, und wer intensive Nachwuchsarbeit betreibt, durfte eine höhere Förderung erwarten als Vereine ohne Jugendarbeit. „Ich habe den Eindruck, dass am Ende alle zufrieden sind“, meinte Horstmann.

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