Eishockey

Bekannte Defizite nicht abgestellt: Roosters jetzt Letzter

Auf Jason O’Leary wartet nach den beiden Wochenendniederlagen viel Arbeit.

Auf Jason O’Leary wartet nach den beiden Wochenendniederlagen viel Arbeit.

Foto: Dennis Echtermann

Krefeld.  Dezimierte Iserlohn Roosters verloren auch bei den Krefelder Pinguinen. Nach der 1:3-Niederlage sind die Roosters in der DEL nun Tabellenletzter.

Nach dem durchaus vielversprechenden Auftaktwochenende sind die Roosters ziemlich unsanft in den unteren Tabellenregionen gelandet. In Krefeld gelang ihnen gegenüber dem ernüchternd schwachen Spiel gegen Schwenningen keine durchgreifende Steigerung, aber immerhin gab es bis zur Schlussminute die Chance, etwas Zählbares mitzunehmen. Doch am Ende stand eine weitere Nullnummer zu Buche, während die Pinguine die optimale Wochenendausbeute auf der Habenseite verbuchten.


Krefeld Pinguine - Iserlohn Roosters 3:1 (1:0, 1:0, 1:1). Das Bemühen um die Rückkehr in die Erfolgsspur fand in Krefeld unter erschwerten Bedingungen statt. Ryan O’Connor und Erik Buschmann waren angeschlagen und blieben draußen, so dass die Iserlohner mit nur fünf Verteidigern antraten - darunter Debütant Tobias Schmitz. Zu allem Überfluss musste auch Daniel Weiß passen, so dass die Erfolgsaussichten schon einen herben Dämpfer erhielten.

Krefelds Keeper Rynnäs lässt Roosters verzweifeln

Dass sie am Ende mit leeren Händen da standen, mussten die Roosters ganz wesentlich ihrer Abschlussschwäche im ersten Drittel zuschreiben. Sie kämpften, begegneten den Pinguinen auf Augenhöhe, aber vor dem gegnerischen Tor fehlte die Durchschlagskraft. KEV-Keeper Jussi Rynnäs erwies sich allerdings auch als Meister seines Faches, denn er parierte glänzend gegen Findlay, Halmo und Sutter. Auf der Gegenseite demonstrierten die Hausherren, wie man eine Überzahl konsequent nutzt, als Bruggisser per Direktabnahme erfolgreich war. Die Roosters brachten in ihren Powerplays dagegen wenig zustande.

Iserlohn startete dann forsch in den zweiten Abschnitt, hielt Krefeld zunächst vom eigenen Tor fern und hatte insgesamt mehr vom Spiel. Aber es gab immer wieder Fehler, und es gab Strafzeiten. Das war an diesem Tag problematisch, weil die Pinguine sehr effektiv im Powerplay agierten. Absolut sehenswert fiel so auch das Tor zum 2:0, das Costella nach schönem Doppelpass mit Pietta erzielte (28.). Mike Halmo hätte wenig später gleich kontern können, als er allein auf Rynnäs zusteuerte, aber am Keeper scheiterte. Und im weiteren Verlauf des Mittelabschnitts waren die Hausherren am Drücker, so dass ihr Vorsprung letztlich in Ordnung ging.

Was würde von den Roosters nun noch kommen? „Wir hatten die drei Ausfälle, hinzu kam das häufige Unterzahlspiel. Und in der Summe geht das irgendwann an die Substanz“, erläuterte Manager Christian Hommel. Das große Aufbäumen gegen die drohende Niederlage blieb somit überschaubar, und im letzten Drittel gab es somit nicht mehr allzu viele Höhepunkte. Aber in der 47. Minute stand erneut Halmo vor dem Anschlusstreffer, und wenig später hielt Anthony Peters die Roosters mit einer starken Parade im Spiel.

Samanskis Treffer sorgt für spannendes Finish

Und die Gäste machten es tatsächlich noch einmal spannend, als die Scheibe hinter Rynnäs frei im Torraum lag und Neal Samanski am schnellsten schaltete. Die Schiedsrichter bemühten sicherheitshalber noch den Videobeweis, ehe sie das 2:1 anerkannten. Jetzt wollten die Iserlohner mehr, aber die Zeit lief ihnen allmählich davon. Zwei Minuten vor Schluss nahm Jason O’Leary eine Auszeit und anschließend Peters vom Eis. Doch die Pinguine nutzten die Gelegenheit, um mit einem Empty-net-Goal den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Unter dem Strich war es zu wenig, was die Iserlohner anboten, und dank des Düsseldorfer Sieges im Abendspiel in Straubing haben sie zu allem Überfluss auch die rote Laterne übernommen. (wis)

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