Tennis

Ein echtes Highlight am Ende eines Corona-Jahres

Ullrich Langer ist Vorsitzender des TC Hennen.

Ullrich Langer ist Vorsitzender des TC Hennen.

Foto: Foto: Dennis Echtermann

Hennen.  Der TC Hennen hat auf die Teilnahme an den Medenspielen verzichtet und möchte nun bald seine fünf Plätze renovieren.

Der TC Hennen gehört zu den Tennisvereinen, bei denen die Geselligkeit groß geschrieben wird. Doch genau dieser Aspekt leidet in Corona-Zeiten ganz besonders. Dementsprechend hart hat die Pandemie auch den etwas mehr als 200 Mitglieder zählenden Club im Iserlohner Norden getroffen.

„Nach der letzten Lockerung haben wir jetzt wieder ein paar Tische rausgestellt, an denen bis zu zehn Vereinsmitglieder Platz nehmen dürfen, doch bis zum Jahresende haben wir alle Festivitäten abgesagt“, berichtet der langjährige erste Vorsitzende Ullrich Langer im Gespräch. Klagen will er dennoch nicht. Man sei froh, dass man überhaupt etwas machen darf. Damit meint Langer, dass auf den fünf Plätzen des TC Hennen gespielt werden darf - zumindest im Einzel.

Kleinere Turniere fürden September geplant

„Um einen gewissen sportlichen Anreiz und eine Herausforderung zu haben, wollen wir im September noch kleinere Turniere spielen“, kündigt der Vorsitzende an. Auch hier sollen überwiegend Einzel gespielt werden. Langer appelliert an die Eigenverantwortung der Mitglieder, die sich aus seinen Beobachtungen aber allesamt regelkonform verhalten und sich auch bei jedem Besuch auf der Anlage in den ausliegenden Anwesenheitslisten eintragen. „Wir könnten das ja auch überhaupt nicht alles kontrollieren“, macht er deutlich.

Trotz der augenblicklichen Krisenzeiten sieht er den Verein gut aufgestellt. Noch vor Beginn der Pandemie fand die Jahreshauptversammlung statt, was Ullrich Langer als Vorteil wertet. Wenig später mussten aber die ersten Einschränkungen registriert werden, und schließlich kam das sportliche Treiben und das Vereinsleben ganz zum Erliegen. „Zusammen mit unserem Sportwart Daniel Löffler haben wir nach Rücksprache mit den Spielern entschieden, keine Mannschaft für Meisterschaftsspiele zu melden. Es ist aus meiner Sicht nicht zuzumuten, dass man bei einem Auswärtsspiel beispielsweise im Siegerland den ganzen Tag auf einer Anlage zubringt, auf der das Vereinsheim geschlossen ist und keinerlei Bewirtung stattfindet“, erläutert Langer.

Als herben Verlust sieht der Vorsitzende auch die Absage der Stadtmeisterschaften. Das hat den TCH gleich doppelt getroffen, weil viele Spieler auch an den Wettbewerben in Schwerte teilnehmen. Inzwischen tut sich auf der Anlage des Clubs aber wieder etwas. Mit einem eigens ernannten Corona-Beauftragten, einem ortsansässigen Arzt, wurde ein Konzept erarbeitet, um Umkleiden und Duschen des Vereinsheims nutzen zu können.

Sanierung der fünf Plätzeab Ende September

Im Jahr des 40-jährigen Bestehens des TC Hennen steht aber mit aller Wahrscheinlichkeit noch ein echtes Highlight zum Saisonabschluss ins Haus, denn der Verein hat sich um Mittel aus dem Programm „Moderne Sportstätten NRW“ bemüht, mit dem die Landesregierung die Instandhaltung und Verbesserung vereinseigener Anlagen fördert. Schon früh hatten die Verantwortlichen einen Antrag gestellt, weil sie die Grundsanierung der Plätze durchführen wollten. Das soll ab Ende September geschehen. Enthalten ist darin die Renovierung der Drainagen sowie der Bau einer nachhaltigen Bewässerungsanlage.

52.000 Euro Fördermittel der öffentlichen Hand verspricht sich der Tennisclub Hennen aus diesem Topf für das 87.000 Euro teure Projekt, verbunden mit der Hoffnung, im Jahr 2021 in Sachen Sport und Geselligkeit wieder voll durchstarten zu können.

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