Eishockey

Erster Praxistest für das neue Roosters-Team

Nach dem öffentlichen Training steht für die Roosters nun der erste Test auf dem Programm.

Nach dem öffentlichen Training steht für die Roosters nun der erste Test auf dem Programm.

Foto: Max Winkler

Iserlohn.   Aber gegen Krefeld fallen drei Spieler aus.

Im Rahmen der Saisoneröffnungsfeier konnten sich die Roosters-Fans einen allerersten Eindruck vom neuen Team verschaffen, knapp zwei Wochen nach dem Trainingsbeginn steht heute nun das erste echte Testspiel auf dem Programm. Gast ist um 19.30 Uhr der Ligarivale Krefeld Pinguine.

„Es ist jetzt genau die richtige Zeit für ein Spiel“, erläutert Trainer Rob Daum seine Planungen. Er ist kein Freund von zu vielen Vorbereitungsspielen. „Fünf sind gut“, sagt er mit Blick auf die Planungen. Allzu viele Tests bewertet er sogar als Zeitverschwendung. Er fokussiert sich lieber auf die Trainingseinheiten.

Jetzt möchte Daum allerdings verfolgen, wie das Erlernte in ein Spiel transferiert wird. „Ich kann nun sehen, wie die Spieler reagieren, wie sie in einem Spiel arbeiten, was noch nicht läuft, wer mit wem spielen kann“, nennt der Kanadier einige Aspekte, auf die er in diesem Duell achten will. Und er sagt auch, dass man in Vorbereitungsspielen erkennen könne, wer nicht das Zeug hat, sich zu behaupten. Hier wird es besonders interessant, was die DEL-Tauglichkeit der jungen Neuzugänge anbelangt. Von daher ist dieses erste Match auch etwas von Unsicherheit begleitet.

Immerhin schon 95 Prozent der nötigen Inhalte sind in den bisherigen Übungstagen angesprochen worden - basierend auf den Eindrücken der letzten Saison. „Meine Strategie habe ich nach jenen Erkenntnissen aufgebaut“, erläutert Daum. Sorgenfrei geht der Trainer nicht in diesen Test. Denn die Neuzugänge Daine Todd und Michael Clarke sowie Heimkehrer Noureddine Bettahar sind verletzt und fallen aus. Bettahar ist sicherlich einer jener Spieler, der auf seine DEL-Tauglichkeit beobachtet wird. Im Tor wechseln sich heute Sebastian Dahm und Mathias Lange ab..

Daum schützt Matsumotovor zu hohen Erwartungen

Ein Spieler dürfte bei vielen Fans besonders im Fokus stehen: Jon Matsumoto kommt als wertvollster Spieler des DEL-Finales und Meister aus München. Aber Daum ist bemüht, den Druck von seinem Stürmer zu nehmen. Natürlich lobt der Iserlohner Coach die Qualität des Neuzugangs vom besten Klub der Liga, streicht aber die Bedeutung des Mannschaftsgeistes heraus: „Ein Team schafft die Play-offs, kein einzelner Spieler.“ Das Kollektiv müsse gut sein und funktionieren.

Dazu gehört sicherlich auch ein guter Kapitän. Wer bei den Roosters das „C“ tragen wird, ist noch nicht entschieden. „Wir prüfen das jeden Tag“, sagt Daum. Und letztendlich sind auch die Spieler an der Entscheidung mitbeteiligt. Jeder soll auf einem Zettel notieren, welche Fähigkeiten der Leader haben soll. Daraus bildet das Trainerteam ein Anforderungsprofil. Und dann wiederum sollen die Spieler sich festlegen, wer am besten in dieses Profil passt. „Es ist nicht einfach, einen Kapitän zu finden“, weiß Daum aus langjähriger Erfahrung und schreibt jedem Kandidaten ins Stammbuch: „Das ist kein Privileg. Kapitän zu sein, bedeutet Verantwortung,“ Wohl erst kurz vor dem Saisonstart dürfte der Nachfolger von Jason Jaspers feststehen.

Iserlohn: Dahm, Lange - Yeo, Fischer, Schmidt, Orendorz, Martinovic, Bappert, Shevyrin; Caporusso, Matsumoto, Smotherman; Florek, Dmitriev, Lautenschläger; Weidner, Turnbull, Bergmann; Camara, Trupp, Friedrich - Nicht dabei: Bettahar, Todd, Clarke

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