Fußball

Fünf Siege und eine schmerzliche Niederlage

In der Frauen-Landesliga muss Borussia Dröschede zumindest eine weitere Saison zubringen.

In der Frauen-Landesliga muss Borussia Dröschede zumindest eine weitere Saison zubringen.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Borussia Dröschede profitiert von der Wertung der abgebrochenen Saison, nur die Frauen sind die Leidtragenden.

Dass die Fußball-Saison 2019/2020 nicht zu Ende gespielt und statt dessen eine Wertung ohne Absteiger vorgenommen werden dürfte, kann man im Lager von Borussia Dröschede nicht ernsthaft bedauern. Drei Nachwuchsmannschaften sowie die Zweitvertretung der Frauen befanden sich in einer durchaus prekären Tabellensituation, der Verlust der Ligazugehörigkeit drohte. Diese ist nun abgewendet, und als fünfte Mannschaft kann sich das Aushängeschild des Vereins freuen. Denn die Männer sprangen in der Landesliga dank Quotientenregelung von Platz zwei auf Platz eins und können nach dem Verbandstag im Juni, wo aus den Empfehlungen ein Beschluss werden dürfte, den Aufstieg in die Westfalenliga feiern.

Zweiter herber Rückschlag innerhalb eines Jahres

„Als Borusse muss ich voller Freude sagen: Es steht 5:1 für Dröschede“, meint Guido Knitter, der Teamchef der Landesliga-Frauen. Und ausgerechnet die stehen für die eine Niederlage in der Saisonwertung, denn beim Abbruch waren sie Zweite und müssen den angepeilten Wiederaufstieg in die Westfalenliga vertagen. „Wenn wir nur ein Spiel mehr hätten austragen können, wäre es vielleicht anders ausgegangen“, verweist Knitter auf das abgesagte eigene Spiel gegen das Schlusslicht Lüdenscheid, während der damalige Tabellenführer Berghofen II vor der Aufgabe beim FC Iserlohn stand.

Für Dröschedes Fußballerinnen ist es der zweite Rückschlag innerhalb eines Jahres. Denn nach der vorletzten Saison waren sie Leidtragende des verspäteten Rückzuges der Warendorfer SU. Danach kamen sechs neue Spielerinnen zur Emst, der Kader war so stark wie selten zuvor, und trotz einiger unnötiger Punktverluste war das klar formulierte Saisonziel Aufstieg weiterhin greifbar. Das soll nun in der Serie 2020/2021 erneut gelten, allerdings werden die Ambitionen etwas zurückhaltender formuliert.

Schließlich ist der künftige Kader noch nicht klar umrissen. Annika Schmidt geht zum FFC Recklinghausen, Sina Schäfer will ihre Karriere beenden, und bei Christina Groß und Svenja Habedank gibt es noch Fragezeichen. Zudem hat sich Co-Trainer Carsten Glänzel Bedenkzeit auserbeten, ob er ein weiteres Jahr auf den Emst bleibt. Chefcoach bleibt Boris Decker.

Jana Gropengießer und Aylin Senel haben sich im Training, das nach der Corona-Zwangspause zweimal wöchentlich durchgeführt wird, zurückgemeldet, und Guido Knitter kalkuliert aktuell mit zwei oder drei externen Neuzugängen. Er lässt sich überraschen, ob im nächsten Monat tatsächlich wieder normales Fußballtraining erlaubt wird, und er würde in diesem Fall gern einige Testspiele vereinbaren. Er sagt aber auch: „Ich bin skeptisch, ob wir in diesem Jahr wieder in den Meisterschaftsbetrieb einsteigen.“ Aber sollte es dazu kommen, wollen die Borussen gerüstet sein und einen neuen Anlauf in Richtung Westfalenliga starten - und auf der Gewinnerseite stehen.

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