Handball

HTV-Damen vor dem Umbruch

Die Handball-Damen des HTV Hemer stehen vor einem Umbruch.

Die Handball-Damen des HTV Hemer stehen vor einem Umbruch.

Foto: Foto: Max Winkler

Hemer.  Ein Personalengpass zeichnet sich ab. Hoffnung auf die A-Jugendlichen.

Unter neuer Regie gehen in dieser Saison die Handball-Damen des HTV Hemer in der Landesliga ins Rennen. Oliver Landsiedel, Ivan Kavran und Boris Schroth als Teammanager übernehmen die Mannschaft, die in den letzten Monaten einen großen Umbruch vollzogen hat - mehr als es den Verantwortlichen lieb sein konnte.

„Wir wussten, dass sich einiges verändern würde, aber das ist jetzt schon eine ganze Menge“, so Trainer Oliver Landsiedel, der zumindest nominell die Nachfolge von Martin Centini antritt, der aber in den letzten Spielen schon vertreten wurde. Im Anschluss an eine allenfalls durchwachsene Saison wurde schnell deutlich, dass etliche etablierte Spielerinnen den Verein verlassen würden. So zog es Anna-Lena Rüping und die langjährige Stamm-Torfrau Denise Knoll nach Menden. Dieses Ziel zog auch Deborah Eisenberg vor, die durchaus eine Kandidatin für eine Rückkehr zum HTV gewesen wäre.

Ihren Abschied vom Handballsport hatte zudem Rückraumspielerin Nadine Klapper konkret ins Auge gefasst, doch angesichts eines sich abzeichnenden kleinen Kaders hat sie sich noch einmal bereit erklärt zu helfen. Damit stehen insgesamt neun Spielerinnen zur Verfügung. Neben den Torhüterinnen Theresa Paschedag und Jessica Habor sind das im Feld Charlotte Paschedag, Fabienne Kirchhoff, Jessica Menze, Lisanne Rohe, Esther Rüffert und Dunja Hajrushi. Derzeit bemüht sich Teammanager Schroth noch um weitere Zugänge, was sich aber in Corona-Zeiten als schwierig erweist.

Saisonziel ist ein Platzim Mittelfeld der Tabelle

Grundsätzlich peilt Oliver Landsiedel, der davon ausgeht, dass sich der mit ihm vom LTV nach Hemer gewechselte Torwarttrainer Marco Fritzsche nicht nur um den Nachwuchs, sondern auch um die Torfrauen der ersten Mannschaft kümmert, einen Platz im Mittelfeld der Liga an. Angesichts einer Staffel mit nur elf Mannschaften, mehrerer Absteiger und einiger unbekannter Gegner könnte es aber auch anders laufen. Der Abstiegskampf soll aber unbedingt vermieden werden.

Nicht zuletzt deshalb hoffen die Verantwortlichen auf Unterstützung aus der A-Jugend. Das Jungjahrgangsteam versucht Anfang September, die Bundesliga-Qualifikation erfolgreich zu bestehen. Die Chancen, dieses Ziel zu erreichen, stehen nach Einschätzung der sportlichen Leitung nicht schlecht. Für den HTV und dessen Damenmannschaft hätte das den Vorteil, dass die Mädchen dann nur einmal im Monat mit der A-Jugend aktiv wären, da die Bundesliga in diesem Rhythmus in Turnierform ausgespielt wird.

Gelingt die Qualifikation nicht, würde die A-Jugend in der Oberliga antreten und wäre im Wochen-Rhythmus im Einsatz, was in Sachen Unterstützung der „Ersten“ Woche für Woche eine neue Planung erforderlich machen würde. „Wir wollen die jungen Spielerinnen ja auch nicht verheizen“, macht Oliver Landsiedel deutlich. Ernsthafte Sorgen muss man sich um das Landesligateam aber wohl nicht machen. Substanz scheint vorhanden zu sein. Am Mittwoch (5. August) beginnt die eigentliche Vorbereitung. Im Juli hat man sich aber schon einmal pro Woche getroffen, um nach langer Pause wieder das Gefühl für den Handball wiederzugewinnen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben