Basketball

Konzept der Kangaroos zum Neustart bewährt sich

Die Iserlohn Kangaroos sind in der Matthias-Grothe-Halle in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt.  

Die Iserlohn Kangaroos sind in der Matthias-Grothe-Halle in den Trainingsbetrieb zurückgekehrt.  

Foto: Max Winkler

Iserlohn.  Die Basketballer sind in der Matthias-Grothe-Halle wieder aktiv und fürchten einen Engpass.

In einer Zeit, in der so wenig normal ist, sind Trainingseinheiten, wie sie jetzt wieder in der Matthias-Grothe-Halle durchgeführt werden können, ein Lichtblick. Dreimal pro Woche nehmen die Akteure des Pro-B-Kaders der Iserlohn Kangaroos den Ball in die Hand, und dass bis auf Malte Schwarz und Jozo Brkic, die ihre Karriere beendeten, sowie den bei seiner Familie weilenden Dennis Teucher alle Spieler zur Stelle sind, zeigt nur, wie sehr sie sich nach dieser Normalität gesehnt haben. Auch wenn die Zukunft in Iserlohn wegen der vielen Unwägbarkeiten vor der neuen Saison überhaupt nicht geklärt ist.

So viel muss sich derzeit gegenüber normalen Jahren auch gar nicht ändern. „In dieser Zeit spielt man sowieso nicht unbedingt Fünf gegen Fünf. Die Jungs wollen an ihren Skills arbeiten“, erläutert Manager Michael Dahmen, der die Einheiten aufmerksam verfolgt. Er ist froh, in Elijah Allen einen Spieler dabei zu haben, der es versteht, technische Übungen zu vermitteln. „Wer jetzt seinen Wurf verändern oder an der Passqualität arbeiten will, hat reichlich Gelegenheit dazu“, sagt Dahmen.

Vier Trainerkandidaten jetzt in der engeren Auswahl

Bis zum 31. Mai steht bei den Kangaroos auch noch der bisherige Chefcoach Milos Stankovic unter Vertrag. Mit dem Pro-B-Team arbeitet er zwar nicht, wohl aber mit dem Förderkader, der die angebotenen Einheiten ebenfalls intensiv nutzt. Beide Gruppen sollen möglichst bald unter neuer Leitung stehen. Michael Dahmen will sich zwar nicht festlegen, dass der künftige Chefcoach tatsächlich bis Ende Mai unter Vertrag ist, aber die Entscheidung rückt näher. Der Manager hat vier Kandidaten in der engen Auswahl, die er nun bei einem Termin vor Ort kennenlernen will. Und wenn der neue Mann verpflichtet ist, dürfte auch die Kaderplanung an Fahrt gewinnen.

Für die Amateurteams und den Nachwuchs der Kangaroos wurde das Startsignal am letzten Montag erteilt. Die Trainingsbetrieb in der Matthias-Grothe-Halle unterliegt natürlich strengen Regeln, aber der Deutsche Basketballbund hatte für den Wiedereinstieg einen Sechs-Stufen-Plan herausgegeben, an dem man sich auch vor Ort orientiert.

Aktuell sind nur acht Spieler plus Trainer gleichzeitig in der Dreifachhalle aktiv, in der zurzeit sechs Körbe zur Verfügung stehen. Jeder Spieler muss seinen eigenen Ball mitbringen, eine Getränkeflasche und ein Handtuch. Fehlt eines dieser Dinge, darf er nicht am Training teilnehmen. Es müssen feste Gruppen gebildet und namentlich fixiert werden. „Bei guten Erfahrungen wäre es möglich, weitere Erleichterungen herbeizuführen und in Kürze auch in Kleingruppen zu trainieren. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten und haltet alle Regeln ein“, appelliert der 1. Vorsitzende Dr. Rainer Ambrosy an die Aktiven.

Von der U10 an gibt es für alle Mannschaften der Abteilung ein Übungsangebot, und Zielsetzung ist es, dass jeder Spieler einmal pro Woche in der Halle sein kann. Die effektive Trainingszeit pro Einheit beträgt 50 Minuten, und die Pause bis zum Start der nächsten Gruppe soll gewährleisten, dass sich die Beteiligten nicht begegnen. Das Konzept gilt bis Pfingsten, und bis dahin weiß man, ob es im kommenden Monat weitere Lockerungen gibt.

Die Trainingsmöglichkeiten der Kangaroos sind in Corona-Zeiten jedoch limitiert, weil die Halle an der Sundernallee vom Märkischen Kreis bis zum Ende der Sommerferien geschlossen wurde. „Wenn im Juni wieder mehr erlaubt wird, weiß ich nicht, wie wir mit der einen Halle klar kommen sollen“, schildert der 2. Vorsitzende Roland Gröschel seine Probleme. Für die Schließung der Halle der beruflichen Schulen hat auch Michael Dahmen kein Verständnis. „Ich halte es für unverschämt, was der Kreis da macht. Man muss doch froh sein, dass es in diesen Zeiten Ehrenamtliche gibt, die Kindern und Jugendlichen ein Sportangebot ermöglichen.“

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