Eishockey

O’Leary verspürt den Hunger nach Erfolg

Jens Baxmann, Andreas Jenike und Marko Friedrich (v. li.)geben den modischen Vorgeschmack auf die neue Saison.  

Jens Baxmann, Andreas Jenike und Marko Friedrich (v. li.)geben den modischen Vorgeschmack auf die neue Saison.  

Foto: Tölle Studios

Iserlohn.  Iserlohn Roosters haben das erste Eistraining absolviert. Öffentliche Übungseinheit am Samstag für die Fans

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35 Tage sind es noch, ausgehend vom heutigen Freitag, bis zum ersten DEL-Spiel der Saison 2019/20 für die Iserlohn Roosters. In Etappen steuert das in weiten Teilen erneuerte Team auf jenen 13. September hin. Auffällig ist, dass die Roosters nur vier Spiele bestreiten, bis es bei den Kölner Haien erstmals um Punkte geht.

Die meisten Ligakonkurrenten testen in der Vorbereitung siebenmal, einige sogar achtmal. Für Trainer Jason O’Leary ist das kein Problem. „Das genügt“, sagte er selbstbewusst am Rande des offiziellen Fototermins am Dienstag, als auch die neuen Helme (wir berichteten) und die Trikots erstmals präsentiert wurden. Das vor einem Jahr vorgestellte braune Jersey ist nicht neu aufgelegt worden, an dessen Stelle ist ein knalliges grünes getreten, das an die Mitte der 90er Jahre erinnern soll, als der Iserlohner EC entstand. Im Jahr des 25. Jubiläums ersetzt der Name des Hauptvereins außerdem den „Roosters“-Schriftzug im Bauchbereich. Auf der Rückenseite des Trikots steht zusätzlich „Nur der IEC“.

Zustand der Eisfläche istnoch nicht optimal

Gestern die nächste Etappe: Erstmals bat O’Leary seine Spieler zu einer Trainingseinheit auf das heimische Eis. Von einem Kaltstart konnte aber in vielerlei Hinsicht keine Rede sein. „Wir haben dafür gesorgt, dass sich die Spieler vorher schon kennenlernen, und fit sind sie auch alle. Die Jungs haben im Sommer wirklich gut gearbeitet.“ Allerdings sei das Eis noch nicht in gutem Zustand. Technische Trainingsinhalte konnten deshalb noch nicht in dem Umfang umgesetzt werden, wie es sich das Trainerteam ursprünglich vorgestellt hat. Verärgert war O’Leary darüber aber nicht. Schließlich gibt’s viel zu besprechen, was System und Taktik betrifft. „Und das mit dem Eis wird auch noch, draußen ist es ja sehr warm.“ Viel wichtiger war ihm, dass die Spieler sehr aufmerksam seinen Anweisungen folgten.

Das hat ihm imponiert, Denn eines ist dem 40-jährigen Kanadier schnell aufgefallen: Der gesamte Verein ist hungrig nach Erfolg. „Man merkt allen an, den Fans, den Büro-Angestellten, dem Betreuer-Team und den Spielern, die geblieben sind, dass die letzte Saison sehr enttäuschend verlief. Zu intensiv beschäftigen möchte er sich mit der Spielzeit 18/19 aber nicht. „Das war vor meiner Zeit, jetzt schauen wir nach vorne.“ Erfolgreicher könnte die kommende Saison verlaufen, wenn die fast schon chronische Auswärtsschwäche behoben wird.

Drei Siegen standen zuletzt 17 Niederlagen nach 60 Minuten gegenüber, kein anderes DEL-Team holte in der Fremde weniger Punkte. Vielleicht hat der neue Chef auf der Trainerbank ein Erfolgsrezept mitgebracht. „Man muss sich stark auf das Spiel fokussieren, mit Stolz aufs Eis gehen und Selbstvertrauen zeigen.“ Und zwar als Team. Maßnahmen, die den Zusammenhalt fördern, gehören ebenfalls zur Vorbereitung. „Wir werden verschiedene Sachen unternehmen, unter anderem gibt es einen Grillabend, zu dem auch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle und die Familien der Spieler kommen.“

Die erste Einladung geht allerdings an die Fans: Die sind am Samstag in der Eissporthalle beim ersten öffentlichen Training willkommen, los geht es um 10.15 Uhr. Und vorgemerkt werden sollte auch der 18. August. An jenem Sonntag steigt im Rahmen der Saisoneröffnung auf dem Fritz-Kühn-Platz außerdem die große Geburtstagsparty des IEC mit vielen Höhepunkten. So wird zum Beginn um 12 und um zum Abschluss gegen 18 Uhr der Film „Eishölle am Seilersee“ gezeigt, ab 15 Uhr stehen Legenden des IEC und das aktuelle Team im Mittelpunkt.

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