Fußball

Spielverlegung lässt beim VTS den Geduldsfaden reißen

Trainiert werden darf auf dem Rasen des Leichtathletikstadions, aber Spiele sind vorerst nicht möglich.

Trainiert werden darf auf dem Rasen des Leichtathletikstadions, aber Spiele sind vorerst nicht möglich.

Foto: Oliver Bergmann

Iserlohn.  Der Iserlohner Fußballverein prangert mehrere Missstände an und kritisiert das Sportbüro. Leiter Ralf Horstmann kontert.

Das Testspiel vom vergangenen Sonntag zwischen Fußball-Landesligist BSV Menden und A-Kreisligist VTS Iserlohn (4:1) sollte eigentlich im Leichtathletikstadion am Hemberg ausgetragen werden. Das ist seit Jahren die Spielstätte des VTS, doch richtig wohl fühlt er sich dort nicht, wie Aykut Üstün, seit wenigen Monaten zweiter Vorsitzender, in mehreren E-Mails deutlich macht, die dieser Redaktion vorliegen. Dass die Partie letztlich im Mendener Huckenohlstadion über die Bühne ging, ist ein Grund, warum gerade jetzt ein Hilferuf des Vereins ertönt.

Die Notwendigkeit einer Spielverlegung wurde im Rathaus am Donnerstag bekannt. „Wahrscheinlich durch einen Rohrbruch wurden Probleme der Rasenentwässerung verursacht“, erklärt Sportbüro-Leiter Ralf Horstmann. In der Kürze der Zeit konnte die Stadt den Klub für die Partie nicht mehr woanders unterbringen. „Und als der VTS in Aussicht stellte, in Kalthof spielen zu können, haben wir die Sache auch nicht weiter verfolgt.“

Am selben Abend wurde dann vom Verein die erste E-Mail verschickt. „Wir müssen wie Nomaden von Platz zu Platz ziehen und müssen durch diverse Telefonate fast betteln, bis wir eine Alternativmöglichkeit erhalten“, heißt es darin unter anderem. Man habe zudem die Erfahrung gemacht, dass es nur wenige Vereine gibt, die mit dem VTS kooperieren möchten.

Mit einigen Problemen steht der VTS nicht alleine da

In einer folgenden E-Mail wird zudem der Vorwurf geäußert, dass man wegen der notwendigen Spielverlegung mehr als eine Woche vor der Partie den Kontakt zum Sportbüro gesucht habe – mehrfach wie vergeblich.

Angeprangert werden außerdem beengte Verhältnisse. „Wir haben sehr wenig Stauraum, so dass wir Lebensmittel und Spielutensilien im selben Bereich verstauen müssen, was gesundheitlich einfach kein Zustand sein kann.“ Zusammenfassend sagt Üstün: „Es läuft in vielen Bereichen nicht so, wie wir uns das vorstellen.“ Das Raumproblem betreffe laut Horstmann viele Vereine. „Wir können nur die Räume zur Verfügung stellen, die vorhanden sind.“

Immerhin können die drei VTS-Mannschaften, zu denen neben zwei Seniorenteams auch eine A-Jugend zählt, an vier Abenden pro Woche trainieren – dreimal auf dem gesamten Platz, an einem Tag darf das halbe Spielfeld genutzt werden. „Damit wird dem VTS überdurchschnittlich viel Trainingszeit gewährt.“ Zunächst waren diese Zeiten ebenfalls Gegenstand der Kritik, am Telefon war Üstün dann aber wieder milde gestimmt. „Wir sind dankbar dafür, dass uns die Stadt die Zeiten zur Verfügung stellt, aber allein dadurch kann sich bei uns kein Vereinsleben entwickeln.“

Horstmann erinnerte daran, dass der Verein zumindest in einer Sache tätig werden darf. „Seit Monaten hat der VTS die Genehmigung zum Bau eines Grillplatzes. Passiert ist in dieser Angelegenheit aber noch nichts.“

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