Westfalenliga

2:1 enorm wichtig für die Moral der SG Finnentrop/Bamenohl

Mike Schrage

Mike Schrage

Foto: Martin Droste

Finnentrop/Bamenohl..  Die SG Finnentrop/Bamenohl hat sich im Abstiegskampf der Westfalenliga mit einem 2:1 (1:1)-Heimsieg gegen den Fünften Lüner SV zurückgemeldet.

„Das ist gut für die Moral und ganz wichtig für den Kopf”, freute sich SG-Trainer Ralf Behle nach der Partie auf dem bestens bespielbaren Kunstrasenplatz in der H&R-Arena. Allerdings machte sich der zuletzt leidgeprüfte Kirchhundemer auch nichts vor. „Heute hatten wir mal das Glück auf unserer Seite. Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.“

Für die Gäste stand die Partie von Beginn an unter keinem guten Stern. Denn Lünens Zeugwart hatte die Ausrüstung zu Hause vergessen. Somit musste das Team von Trainer Mario Plechaty in weißen Trikots und schwarzen Hosen der Platzherren spielen.

Lünen spielt in Bamenohler Trikots

Davon schienen aber eher die SG-Spieler verwirrt. Denn Finnentrop/Bamenohl hätte sich nicht über einen 0:3-Rückstand nach einer halben Stunde beklagen können. „Ich kann mich nicht erinnern, wann wir das letzte Mal so viele Chancen liegen gelassen haben“, schüttelte Gästetrainer Plechaty nachher den Kopf, „heute hat uns ein richtiger Knipser gefehlt.“

Lünens Coach ließ keinen Zweifel, dass der Tabellenfünfte in Bamenohl „drei Punkte mitnehmen“ wollte. Im Übrigen wunderte sich Mario Plechaty, dass Finnentrop/Bamenohl trotz der vielen im Vorfeld gemeldeten Ausfälle eine prominent besetzte Mannschaft aufs Spielfeld schicken konnte. „Ich weiß nicht, wie viele Tabletten die Jungs geschluckt haben, um sich durchzubeißen“, wollte sein Kollege Ralf Behle von „Pokern“ aber nichts wissen. Vor allem in der Schlussphase merkte man einigen Spielern der Gastgeber an, dass sie auf dem Zahnfleisch gingen. Davor zog Trainer Behle auf der Pressekonferenz den Hut.

Mann des Tages war Robin Entrup. Der Außenspieler auf der linken Seite knallte erst einen Freistoß des Lüner SV nach einer misslungenen Abwehraktion unhaltbar zum 0:1 (18.) ins eigene Tor. In der 62. Minute fasste sich Entrup auf der anderen Seite ein Herz und zog aus 25 Metern ab. Sein Schuss wurde abgefälscht, so dass diesmal Gästekeeper Florian Fischer keine Chance hatte und es hieß 2:1. Auch beim zwischenzeitlichen Ausgleich hatte der Sohn von Markus Entrup seine Füße im Spiel. Nachdem ihm der ebenfalls angeschlagen in die Partie gegangene Tim Schrage den Ball vorgelegt hatte, passte Robin Entrup scharf nach innen, wo Kapitän Phillip Hennes goldrichtig stand und das Leder kurz vor der Pause zum 1:1 (42.) in die Maschen drosch.

Die Zitterpartie bis zum Schlusspfiff des souveränen Schiedsrichters Throsten Kleiböhmer hätten sich die Gastgeber ersparen können, denn der eingewechselte Neuzugang Nils Dahlke und Tobias Kleppel vergaben die Doppelchance zum 3:1. Wenige Minuten später konnte Kleppel aber jubeln. „Das war ein ganz wichtiger Sieg“, freute sich der Blondschopf, der sich vor drei Wochen die Haare radikal kurz schneiden ließ. „Einfach nur so“, lachte die Nummer 7.

Das Schlusswort gehört dem zweifachen Torschützen Robin Entrup. „Beim 0:1 habe ich mich warm geschossen. Der Schuss zum 2:1 war unhaltbar abgefälscht. Zum Glück geht der rein.“

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