SpVg Olpe

Alexander Santana: „Ich glaube, dass wir das hinbekommen“

Alexander Santana will in der nächsten Saison wieder statt mit den Krücken mit dem Ball jonglieren.

Alexander Santana will in der nächsten Saison wieder statt mit den Krücken mit dem Ball jonglieren.

Foto: Meckel

Olpe.   Am Sonntag startet auch die SpVg Olpe in die Rückserie der Fußball-Landesliga. Und das Spiel hat es gleich richtig in sich.

Denn es geht zu Borussia Dröschede, die - wie auch der VSV Wenden auf Relegationsplatz 13 - nur drei Punkte Rückstand auf Olpe hat.

Ein ganz wichtiger SpVg-Kicker kann der Elf von Thomas Hütte immer noch nicht helfen, zu punkten: Alexander Santana fehlt bereits seit einem halben Jahr wegen einer Knieverletzung. Wir sprachen mit dem Olper Verteidiger.

Die wichtigste Frage vorweg: Wie geht es Ihnen gesundheitlich, Herr Santana?

Mir geht es so weit ganz gut. Ich hatte eine Patella-Sehnenentzündung und der Meniskus war angerissen. Am vergangenen Donnerstag musste ich operiert werden. Die Operation ist sehr gut verlaufen und ich hoffe, dass ich demnächst wieder ohne Knieprobleme Fußball spielen kann

Ihren letzten Einsatz für Olpe hatten Sie im ersten Saisonspiel im August 2018 beim 0:2 in Hünsborn. Aber die Probleme hatten Sie schon vorher, oder?

Richtig. Die Probleme mit dem Knie fingen Anfang letzter Saison schon an: Sie wurden im Laufe der Saison immer schlimmer. Dadurch habe ich öfters mal im Training gefehlt und viele Spiele konnte ich nur mit Schmerztabletten bestreiten.

Wie haben Sie sich in der langen Zeit fit gehalten?

Anfangs habe ich mich im Fitnessstudio fit gehalten. Doch das konnte ich auf Grund der starken Knieschmerzen auch nicht mehr.

Werden die Olper Fans Sie in dieser Saison wieder auf dem Spielfeld sehen?

Leider nicht. Aktuell gehe ich noch auf Krücken. Bis ich das Knie zu 100 Prozent wieder belasten darf werden noch vier Monate vergehen, dementsprechend fällt Karneval dieses ja auch in Wasser (lacht).

Zu Ihnen persönlich. Wie sind Sie überhaupt zur Spielvereinigung Olpe gekommen?

Geboren bin ich in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik. Als Kind bin ich mit meiner Mutter und meinem Bruder nach Deutschland gekommen. Wir zogen nach Heimicke, in der Nähe von Schreibershof. Ich habe dann in Schreibershof angefangen, Fußball zu spielen. Ich glaube, ich bin in der C-Jugend nach Olpe gekommen. Wie, das weiß ich gar nicht mehr so genau.

Haben Sie in der Dominikanischen Republik auch Fußball gespielt oder eine andere Sportart betrieben?

Nein, dort habe ich keine Sportart betrieben.

Wie sehr schmerzt – neben dem Knie – noch der Westfalenliga-Abstieg in der vergangenen Saison?

Natürlich ist die letzte Saison nicht optimal gelaufen. Und wenn man darüber nachdenkt, ist man noch immer ziemlich enttäuscht darüber Es hat an vielen Sachen gelegen und ich glaube diejenigen, die letztes Jahr das erlebt haben, wissen genau, was speziell in der Rückrunde gefehlt hat, um in der Westfalenliga zu bestehen.

Wie war es – mal abgesehen vom Abstieg - mit Marek Lesniak einen ehemaligen Bundesligaprofi als Trainer zu haben?

Marek war mein erster Trainer als Senior-Spieler und als ehemaliger Profi konnte er mir dementsprechend auch viel beibringen.

Nach der Saison haben 14 Spieler die SpVg Olpe verlassen. Ganz ehrlich: Hatten Sie auch Angebote. Und wenn ja: Warum haben Sie es ausgeschlagen?

Angebote waren da, aber ich habe mich ziemlich früh dafür entschieden in Olpe zu bleiben. Zu dem Zeitpunkt war noch gar nicht klar, dass so viele Spieler den Verein verlassen werden. Ich bin jemand, der zu seinem Wort steht und deshalb bin ich geblieben.

Einige Ihrer ehemaligen Mitspieler haben große Erfolge bei Ihren neuen Vereinen. Ich nenne nur Julian Scheppe in Ottfingen, Christian Bölker in Kaan-Marienborn oder David Ohm, Philipp Bredebach und Christoph Sauermann in Gerlingen. Wie verfolgen Sie die Erfolge ihrer ehemaligen Mitspieler?

Ich habe mir von allen natürlich schon Spiele angeguckt und es freut mich, dass es für die Jungs zurzeit so gut läuft. Vor allem für Christian freut es mich sehr, dass er es in Kaan zum Stammspieler geschafft hat.

Die neu formierte Olper Mannschaft für viele „Experten“ die positive Überraschung der Hinrunde. Woran lag das?

Erst mal denke ich, dass unsere Trainer einen großen Anteil daran haben, dass die Hinrunde besser gelaufen ist, als viele gedacht haben. Außerdem ist der Zusammenhalt der Mannschaft sehr stark, was auf dem Platz sehr wichtig ist.

Nach dem letzten Spieltag ist der Vorsprung der SpVg Olpe auf Relegationsplatz 13 auf drei Punkte geschrumpft. Am Sonntag steht das wichtige Spiel in Dröschede an. Befürchten Sie, dass die SpVg Olpe doch noch richtig in den Abstiegskampf reinrutscht?

Das hoffe ich nicht. Wir wollen am Sonntag mit drei Punkten wieder nach Hause fahren. Doch das wird nicht so einfach. Unser primäres Ziel war, so wenig wie möglich mit dem Abstieg zu tun zu haben und ich glaube, dass wir das hinbekommen.

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