FC Finnentrop

Als ein Monteur zum Mann des Spiels wurde

Frauenfußball wird groß geschrieben beim FC Finnentrop.

Foto: Lothar Linke

Frauenfußball wird groß geschrieben beim FC Finnentrop.

Finnentrop.  Engelbert Schulte scheint der Schreck immer noch in den Augen zu stehen, wenn er die Anekdote von Mitte der 80er Jahre zum Besten gibt.

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Damals war den Fußballerinnen des FC Finnentrop die Übermannschaft TSV Siegen im Pokal zugelost worden. Der Deutsche Doublesieger. Mit der späteren Bundestrainerin Silvia Neid als Spielerin.

An jenem Mittwoch Abend zickte das Flutlicht, und die Reparatur gestaltete sich schwierig. Schulte: „500 Zuschauer waren schon da, die Mannschaften kamen auf den Platz. Erst da kletterte der Monteur den Mast herunter.“ Es ward Licht. Oder: Eine Punktlandung im wahrsten Sinne des Wortes - und großes Aufatmen.

Zuschauerbereich

„Reichlich Platz, wenig Zuschauer,“ sagt Engelbert Schulte salopp. Dabei fehlt es dem Fan in Finnentrop an nichts. Sowohl vor dem Klubhaus als auch am Gebäude nebenan gibt es Unterstellmöglichkeiten. Der Hit sind die integrierten Stehtische an den Stützpfeilern. Engelbert Schulte lacht: „Als die Rothemühler mal hier waren, war der Fußball-Obmann Ecki Wirth sowas von begeistert. Er ist von einem Rothemühler zum anderen gelaufen und hat immer wieder gesagt: ,Warum sind wir nicht auf diese Idee gekommen’“?

Kabinen/Sanitäre Anlagen

Das Sorgenkind. Es wird dringend eine Belüftungsanlage gebraucht, die dem heutigen Standard genüge tut, und eine neue Gasheizung. Eine Investition von 46 000 Euro kommt da auf den FC Finnentrop zu, die er allein unmöglich stemmen kann. Im November rief der Vorstand ein Crowdfunding-Projekt ins Leben und hofft auf Spenden.

Parkplätze

Für die gilt das Gleiche wie für die Zuschauerplätze: Sind reichlich vorhanden. An der Gutenbergstraße und am Max Planck-Ring sind insgesamt etwa 120 Parkplätze um die 150 Meter vom Sportplatz entfernt.

Anfahrtswege

Die Anwohner kommen zu Fuß. Zwar liegt der Platz auf einem Berg, aber nicht außerhalb des Ortes. „Wenn man Luftaufnahmen sieht, kann man erkennen, dass wir sehr wohl mitten drin liegen,“ sagt das frisch gebackene Ehrenmitglied Franz Vollmert. Positiv ist die gute Beschilderung des Sportplatzes bereits an der Bundesstraße 236 etwa auf Höhe der Aral-Tankstelle, wie auch auf dem Berg. Deshar Höhe.

Flutlicht

Acht Masten sind eine gute Ausstattung. „Das Spielfeld ist ausreichend beleuchtet,“ sagt Engelbert Schulte. Bei unerem Besuch waren drei der 16 Leuchten defekt, sollten aber rasch repariert werden. Die Feuerwehr Bamenohl stellt dazu ihren Leiterwagen zur Verfügung. Mittelfristig soll eine neue Anlage mit LED her.

Spielfläche

Der Platz muss einiges aushalten bei den vielen Mannschaften, die unter dem Dach des FC Finnentrop spielen. Und der Name „Am Schulzentrum“ sagt es schon: Er wird auch von 8 bis 13 Uhr für den Schulbetrieb genutzt, ab etwa 15 bis 16 Uhr kommen dann die FCF-Fußballerinnen und Fußballer. Auch die „Dorfjugend“ kickt dort. Kurzum: Von April bis Oktober wird der grüne Teppich ganztägig in Beschlag genommen. „Wir haben eine Frequentierug, die sucht sicher ihresgleichen,“ sagt Engelbert Schulte. Daher habe man sich, als der Kunstrasen erbaut worden war, auch für eine „robuste Variante“ entschieden, erinnert sich wie Engelbert Schulte. In der Tat hat der Platz bislang wenig Arbeit gemacht, was die Pflege und Wrtung anging. Schulte: „Ein Elfmeterpunkt musste mal ausgetaucht werden.“

Vereinsheim

Ein Schmuckstück. 1997 bis 1999 erbaut. Schon von weit her sieht der Besucher den Schriftzug „FCF“ aus roten Dachpfannen auf dem ansonsten schwarz gedeckten Dach. Stolz ist der FC Finnentrop auf die alten Holzbalken im Klubraum. Sie zählen schätzungweise 120 Jahre, stammen aus einem abgerissenen Fachwerkhaus. Besorgt hat sie der örtliche Schreiner Hans Weber.

Die alten Balken umschließen auch das Herz des Klubraums: Die „1000-Stunden-Ecke“. Was hat es damit auf sich? „In diesem Eck darf sich nur der vergnügen, der 1000 Arbeitsstunden hier abgerissen hat,“ klärt Engelbert Schulte auf.

Regelrecht geblendet wird der Gast vom Glanz der Trophäen. Allein 70 Pokale, große und kleine, thronen auf der Lehne der Eckbank. Integriert sind ein Büro, Kassenraum, Behinderten-WC und Verkaufsraum.

Das Vereinsheim stand, während die Ratsschänke ein halbes Jahr nicht vertpachtet war, den Männergesangsverein 1897 Finnentrop für seine Proben zur Verfügung.

Fazit

sss

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