FC Altenhof

Benny Wobig: „Da fiel eine Anspannung ab“

Auf die Aufgabe als sportlicher Leiter hat Ecki mich sehr gut vorbereitet und steht mir auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite“: Benjamin Wobig (rechts) mit seinem Vorgänger Ecki Stahl.

Foto: Meinolf Wagner

Auf die Aufgabe als sportlicher Leiter hat Ecki mich sehr gut vorbereitet und steht mir auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite“: Benjamin Wobig (rechts) mit seinem Vorgänger Ecki Stahl. Foto: Meinolf Wagner

Altenhof.   Seit etwa 100 Tagen ist Benny Wobig Sportlicher Leiter des Fußball-Landeligisten FC Altenhof.

Der Kreuztaler ist der Nachfolger von Ecki Stahl, der zehn Jahre am Winterhagen wirkte. Wobig hat Höhen und Tiefen in der abgelaufenen Spielzeit voll mit erlebt. Wir sprachen mit dem neuen Mann am Winterhagen.

Wie ist Ihre persönliche Bilanz nach 100 Tagen im Amt?

Benjamin Wobig: Nach dem geschafften Klassenerhalt fiel eine Last und Anspannung ab. Man hat im Verein gemerkt, dass alles diesem Ziel untergeordnet wurde. Ich freue mich, dass es Marco Grisse zusammen mit der Mannschaft erreicht hat.

Was war aus ihrer Sicht positiv?

Sportlich: Wie oben gesagt, der geschaffte Klassenerhalt. Aus Vereinssicht: Die Einweihung unseres neuen Sportheims.

Was war weniger gut und wo müssen die Stellschrauben angezogen werden?

Unser Hauptaugenmerk müssen wir auf die Defensive legen. Wir dürfen nicht wieder so viele Gegentore bekommen. Aus einer kompakten Defensive heraus wollen wir nach vorne spielen und uns Torchancen erarbeiten. Andersherum sind dann auch die Stürmer die ersten Verteidiger. Daher müssen wir an der Disziplin in den Mannschaftsteilen arbeiten.

Es ist auffällig, dass der FC Altenhof in der vergangenen Saison auffällig viele verletzte Spieler hatte. Wie wollen sie hier gegensteuern?

Verletzungen gehören zum Fußball leider dazu. Jeder Verein hat gegen Ende der Saison immer mehr verletzte Spieler zu beklagen. Wir hatten bestimmt auch nicht mehr, als andere Vereine auch. Unser Problem war, dass uns irgendwann die Alternativen ausgingen. Mit einem etwas breiteren Kader versuchen wir, in dieser Saison dagegen zusteuern.

In der vergangenen Saison gab es viele Aufs und Abs. Welche Lösungen haben Sie parat?

Wir hatten viele kuriose Ergebnisse in der letzten Saison, wie das 5:7 gegen Erndtebrück. Wir liegen viermal hinten und kommen auf 5:5 ran. Oder das entscheidende 4:3 gegen Dröschede nach 0:3-Rückstand. Das heißt: Die Moral der Mannschaft ist intakt, jedoch fehlt uns in manchen Situationen einfach die Cleverness und die Erfahrung. Das lässt sich leider nicht trainieren, das muss jeder Spieler aus der vergangenen Saison einfach mitnehmen und dazulernen.

Wie groß sind die Schuhe Ihres Vorgängers Ecki Stahl?

Ich gehe mal davon aus, dass Ecki kleinere Schuhe trägt als ich. Unbestritten hat Ecki über zehn Jahre hinweg sehr gute Arbeit geleistet, worauf er und der Verein sehr stolz sein können. Er hat alles mitgemacht, vom Klassenerhalt in der A-Liga, ob die Meisterschaften in A- und Bezirksliga bis hin zum zweimaligen Klassenerhalt in der Landesliga. Auf die Aufgabe als sportlicher Leiter hat Ecki mich sehr gut vorbereitet und steht mir auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Eckis Fußstapfen auszufüllen kann daher nicht mein Ziel sein, sondern ich muss meine eigenen setzen.

Ist es Ihnen schon gelungen, im Verein eine eigene Handschrift an den Tag zu legen?

Eine Handschrift an den Tag zu legen ist nicht nötig, da wir im Vorstand als Team zusammenarbeiten und uns in allen wichtigen Fragen besprechen, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

Konnten Ihrem Trainer Marco Grisse die Wünsche in Sachen adäquate Neuzugänge erfüllt werden?

Marco und ich arbeiten sehr eng zusammen. Wir hatten viele schwierige Gespräche mit potenziellen Neuzugängen, was sicher auch der unklaren sportlichen Situation geschuldet war. Dennoch ist es uns gelungen, hochmotivierte und entwicklungsfähige junge Spieler für den FC Altenhof zu begeistern.

Trägt der Kader der neuen Spielzeit schon ihre Handschrift?

Auch hier steht meine Handschrift nicht im Fokus. Wir haben beim FC Altenhof als Vorstand gemeinsam mit dem Trainer einen Kader zusammengestellt, der zum Großteil aus Altenhofern besteht, an dieser Ausrichtung wollen wir die nächsten Jahre auch nichts ändern. Jedoch ist es nicht möglich, den Klassenerhalt in der Landesliga ohne externe Spieler und Neuzugänge zu realisieren.

Wie lautet die Zielsetzung für die kommende Saison?

Erstmal zählt nur der Landesliga-Klassenerhalt. Ich hoffe, dass wir diesen schneller unter Dach und Fach bringen können als in der vergangenen Saison. Wir müssen schon in der Hinrunde den Grundstein dazu legen, was uns in der letzten Saison definitiv nicht gelungen ist.

Was stimmt Sie optimistisch, dass der FC Altenhof den Klassenerhalt schafft?

Der Kern der Mannschaft ist zusammengeblieben und hat letzte Saison wichtige Erfahrungen gesammelt. Marco erhält von unserem neuen Co-Trainer Torsten Hauke Unterstützung. Und Vorstand und Fans stehen wie eine Eins hinter der Mannschaft.

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