Leichtathletik

Biggesee-Marathon kann kommen

Start des Biggesee Marathons in der Waldenburger Bucht.

Foto: Lothar Linke

Start des Biggesee Marathons in der Waldenburger Bucht. Foto: Lothar Linke

Attendorn.   Der Countdown läuft. Spätestens jetzt wirft die 7. Auflage des Biggesee-Marathons ihre langen Schatten voraus.

Die Vorbereitungen liegen natürlich in den letzten Zügen“, holt der Vorsitzende des TV Attendorn, Andreas Ufer, aus und weist auf die Markierungen der Strecken hin, die aktuell durchgeführt werden. „Hoffentlich gibt es nicht einige geneigte Fußgänger, die im Wald mit ihrem Handfeger unterwegs sind und in einem Anfall von Reinlichkeit die frischen weißen Pfeile wieder entfernen“, hofft der Kopf eines großen Organisationsteams auf Verständnis in der Bevölkerung. „Weiterhin dienen auch viele Rollen von Flatterbändern der besseren Orientierung.“

Über 100 Helfer im Einsatz

Während die Streckenkennzeichnung schon einige Tage vor dem Event vorgenommen wird, geht es am Freitag in die letzte heiße Phase der Vorbereitung.

Schon lange stehen die über 100 Helfer bzw. die hilfswilligen Gruppen fest. Verschiedene Abteilungen des Vereins natürlich, der TC Helden, das DRK, die Dorfgemeinschaft Beukenbeul, der Fußballverein Lichtringhausen und selbst die JVA, um nur einige zu nennen, sind mit von der Partie. „Ohne diese breite Unterstützung wäre die Veranstaltung nicht machbar“, weiß Andreas Ufer und ist sehr dankbar.

„Ob auch Insassen der JVA beteiligt sind, weiß ich nicht. Das liegt an der Verwaltung“, so Ufer, „aber die Beamten werden auf jeden Fall eine umfangreiche Wasserstelle einrichten.“ „Wasser, Iso, Obst ca. alle fünf Kilometer an der Strecke“ ist auf der Homepage zu lesen. Dazu „zusätzliche Wasserstellen bei hohen Temperaturen“. „Es gibt immer Unwägbarkeiten beim Wetter. Klar, man kann bei jedem Wetter laufen. Aber bei Bombenwetter werden auch viele zum Badestrand gehen. Dann wird’s an der Waldenburger Bucht richtig voll. Mit etwas Rücksichtnahme wird es aber auch dann klappen, bisher hat es ja immer funktioniert“, blickt Ufer optimistisch dem großen Tag entgegen.

458 Voranmeldungen für alle Wettbewerbe liegen bisher vor. „Man kann aber davon ausgehen, dass für alle vier Strecken noch Nachmeldungen kommen, vor allem für den Viertel-Marathon und die Leuchtturmrunde. Außerdem melden ambitionierte Läufer oft erst kurzfristig“ weiß der TVA-Chef aus Erfahrung.

Bürgermeister-Start fraglich

Ob Prominenz dabei sei? „Der Bürgermeister läuft wohl nicht, will sich aber sehen lassen, startet vielleicht den einen oder anderen Lauf. Das ist von seinem Terminplan abhängig.“ Und hochkarätige Athleten aus der Region?

„Von Jörg Heiner war wohl auf Facebook zu lesen, dass er Interesse habe.“ Und er hat. „Nachdem meine Wadenverletzung abgeklungen ist, ärgert mich zwar jetzt mein Fuß, aber ich werde einen Trainingslauf absolvieren. Ich hatte vor kurzem Strandläufe in Zandvoort gemacht und meine Wade beruhigte sich“, gab Jörg Heiner auf Anfrage Entwarnung und fügte hinzu: „Wenn ich schon auf die DM über 100 Kilometer verzichten muss, die mit Attendorn kollidiert, will ich versuchen, die WM-Norm von 7:15 Stunden zu knacken. Da passt der Bigge-Marathon ganz gut in mein Konzept.“ Der Streckenrekord von Alexander Henne aus dem Jahr 2013 liegt bei 2:53:16 Stunden.

Fazit: Es ist angerichtet. Der Veranstalter hofft für seine Athleten das Beste – und die Zuschauer können sich nicht nur auf interessante Läufe freuen, sondern werden auch einen Marathon der besonderen Art erleben: einen Rede-Marathon. Uli Selter wird nicht müde, beim Start wie auch im Ziel als Motivator aufzutreten.

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