Landesliga

Bitterer Rückschlag für Wenden

Michel Alfes

Michel Alfes

Foto: Michael Meckel

Schönau.   Fußball-Landesligist VSV Wenden musste einen herben Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen.

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Eine Woche nach dem 4:2-Heimsieg über den SV Hüsten musste die Mannschaft von Trainer Jörg Rokitte im Aufsteigerduell gegen den SV Brilon eine bittere 0:1(0:0)-Heimniederlage hinnehmen.

Eine Woche vor dem Derby bei RW Hünsborn rutschte der VSV Wenden damit auf den letzten direkten Nichtabstiegsplatz zwölf ab. Das Polster der Rokitte-Elf auf den ersten direkten Abstiegsplätze 14 schmolz auf sieben Punkte zusammen. Grund dafür ist der 2:0-Sieg des bisherigen Vorletzten FC Wetter im Kellerduell gegen den TuS Erndtebrück II.

„Das war mit das Übelste, was ich seit langer Zeit gesehen habe“, echauffierte sich der enttäuschte VSV-Trainer Jörg Rokitte.

So schlimm war es nach Meinung des Berichterstatters zwar nicht. Aber gegenüber dem spektakulären 4:2-Sieg gegen Hüsten war der VSV, vor allem in der zweiten Halbzeit, kaum wiederzuerkennen. Zwar hatten die Gastgeber mehr Spielanteile, aber wenn es in die Spitze ging, waren die Pässe und Flanken viel zu ungenau.

Alfes köpft Ball an den Querbalken

So gab es auch kaum Möglichkeiten. Die einzige nennenswerte VSV-Chance vor der Pause hatte Michel Alfes, der den Ball nach einer Rechtsflanke von Christian Runkel an den Querbalken köpfte (17.). Glück hatte der VSV in der 23. Minute, als Patrick Plonka eine scharfe Hereingabe von der linken Seite knapp verpasste.

Drei Minuten nach der Pause hatten die VSV-Fans den Torschrei schon auf den Lippen. Das stieg Michel Alfes nach einer Ecke hoch, konnte den Ball aber nicht im Gästetor unterkriegen.

In der Folgezeit plätscherte das Spiel vor sich her. Und nach genau nach einer Stunde gab es die kalte Dusche für Wenden. Nicolas Stappert tankte sich am linken Flügel bis zur Außenlinie durch und passte dann den Ball mustergültig in die Mitte, wo Patrick Plonka keine Mühe hatte, den Ball aus kurzer Distanz zum 0:1 einzuschieben

Zu allem Übel humpelte direkt nach dem Gegentor auch noch der zuletzt so starke Dominik Franz verletzt vom Platz und fehlte damit bei der Schlussoffensive.

Viel brachten die Gastgeber in der letzten halben Stunde nicht mehr zustande. Die einzigen „halben“ Ausgleichschancen hatte Christian Runkel. In der 81. Minute wurde ein 16-Meter-Schuss des VSV-Torjägers im letzten Moment entschärft. Zwei Minuten später prüfte Runkel Anton Pavic mit einem Schuss aus spitzem Winkel. Doch der Gäste-Keeper konnte mit einer gekonnten Fußabwehr retten. So blieb es beim bitteren 0:1 aus VSV-Sicht.

„Es fehlte die Dynamik im Spiel. Wir waren viel zu langsam, zu pomadig und die Pässe waren zu ungenau“, ärgerte sich Jörg Rokitte, der aber nicht nur seine eigene Mannschaft kritisierte: „Brilon hat auch nur zerstört. Dass man mit so einem Dreckskick drei Punkte holen kann, ist eine Frechheit. Eigentlich hätte keine Mannschaft einen Punkt verdient gehabt.“

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