Fußball-Landesliga

Christian Klur, SpVg Olpe: Gutes Verhältnis ruht 90 Minuten

Christian Klur.

Christian Klur.

Foto: Michael Meckel

Lennestadt.  Fußball-Westfalenligist FC Lennestadt vermeldet drei Neuzugänge für die kommende Saison.

Der bekannteste Neue ist Christian Klur von der SpVg Olpe. Wir sprachen mit Christian Klur.

Nach zwei Jahren verlassen Sie die SpVg Olpe und gehen zum FC Lennestadt. Warum?

Christian Klur: Eigentlich hatte ich nicht vor, die SpVg Olpe im Sommer zu verlassen, da ich mich trotz des hohen Aufwands dort sehr wohl gefühlt habe. Allerdings glaube ich, dass man nicht so häufig die Möglichkeit bekommt, mit 30 Jahren noch einmal in der Westfalenliga zu spielen.

Was reizt Sie am FC Lennestadt?

Es ist die Möglichkeit, bei einem gut geführten Verein in unmittelbarer Nähe Westfalenliga-Fußball zu spielen. Es kommt hinzu, dass auch viele Zuschauer sonntags den Weg ins Hensel Stadion finden.

Der FC Lennestadt muss im Sommer den Weggang mehrerer wichtiger Spieler wie Moritz Thöne, Venhar Bivolaku oder Marco Holterhoff verkraften. Mit Thomas Hütte kommt auch ein neuer Trainer. Wie sehen Sie die Mannschaft für die kommende Westfalenliga-Saison aufgestellt?

Der FC Lennestadt spielt momentan eine wirklich tolle Saison. Auch wenn diese Stützen zukünftig leider wegfallen, bleibt der Großteil der Mannschaft weitestgehend zusammen. Somit ist schon mal eine gute Grundlage geschaffen, um eine konkurrenzfähige Mannschaft an den Start zu bringen.

In der Westfalenliga treffen Sie wieder auf Ihren Bruder Alexander, der im Tor des SV Hohenlimburg steht. Wie sehr freuen Sie sich auf das Wiedersehen auf dem grünen (Kunst-) Rasen?

Die Vorfreude ist natürlich groß, weil solche Spiele immer etwas besonders sind. Dementsprechend wird unser gutes Verhältnis 90 Minuten lang auf Eis gelegt sein. Denn der Verlierer wird sich das wahrscheinlich auch noch Wochen danach anhören müssen.

Beim Namen Klur fällt mir spontan auch der Name Jonas Klur ein. Der stieg 2008 mit der SpVg Olpe in die Westfalenliga auf und ist jetzt als Vikar und auch als Fußballer in Höxter tätig. Sind Sie auch mit ihm verwandt?

Ja, Jonas ist ein Groß-Cousin von mir. Seinen beruflichen und sportlichen Werdegang verfolgen wir natürlich genau. Aktuell sieht es beim SV Höxter gar nicht mal so schlecht aus. Ich hoffe, dass er den Bezirksliga-Aufstieg mit der Mannschaft schafft.

Sie stammen aus einer sehr Fußball-begeisterten Familie. Gab es auch einmal Alternativen zum Fußball?

Nein. Mein Bruder und ich wurden schon früh durch unseren Vater mit auf den Fußballplatz in Langenau geschleppt. Da kannten wir nichts anderes als den Fußball.

Ihre „große Zeit“ hatten Sie bei der SG Finnentrop/Bamenohl 2015 und 2017 sind die mit der SG in die Westfalenliga aufgestiegen. Welche Erinnerungen haben Sie an diese beiden großen Erfolge, aber auch an den Abstieg 2016?

Der Aufstieg 2015 war schon besonders, da dieser erst am letzten Spieltag gegen Werdohl entschieden wurde. Mit so einem Ausgang der Saison hatte wirklich niemand gerechnet und dementsprechend wurde auch gefeiert. Den Abstieg 2016 hatten wir zum Schluss leider nicht mehr selbst in der Hand. Allerdings hat uns der Sieg am letzten Spieltag gegen Holzwickede dann nochmal positiv für die neue Saison gestimmt. In der hatten wir dann das Glück den direkten Wiederaufstieg 2017 in Serkenrode geschafft zu haben. Die Rückfahrt zur Meisterfeier nach Bamenohl wird der Busfahrer wahrscheinlich auch nicht so schnell vergessen haben.

Was sagen Sie zur Entwicklung der SG Finnentrop/Bamenohl in den letzten beiden Jahren?

Für mich ist es nicht verwunderlich, dass die SG diese Entwicklung genommen hat. Ein sehr großer Teil der Mannschaft spielt schon mehrere Jahre zusammen und sie kennen sich auf dem Platz bestens. So können auch Neuzugänge besser integriert werden, was dann schlussendlich zu dieser Entwicklung führt. Daher freue ich mich für die Jungs.

Haben Sie noch Kontakte zu Ihren ehemaligen Mannschaftskameraden?

Ja natürlich hat man noch zu dem ein oder anderen Spieler Kontakt. Allerdings habe ich es noch nicht geschafft, mir ein Spiel vor Ort anzuschauen, da ich an spielfreien Wochenenden in der Landesliga auch mal gerne nach Hohenlimburg fahre.

2018 sind Sie zur SpVg Olpe gewechselt. Die war gerade aus der Westfalenliga abgestiegen und musste 14 Abgänge verkraften? Warum Sind sie damals trotzdem nach Olpe gegangen?

Meine Zusage hatte ich damals vor der großen Welle von Abgängen gegeben. Jeder, der mich kennt, weiß wie ich zu meinem Wort stehe. Für mich gab es also keinen Grund, einen Rückzieher zu machen.

Ihre Olper Zeit begann unglücklich. Sie waren lange verletzt. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?

Louis Zmitko und ich haben uns nach etwa drei Wochen Vorbereitung fast gleichzeitig den Mittelfußbruch gebrochen. Das Schlimmste in dieser langen Zeit war mit Sicherheit, dass man der Mannschaft nicht zur Verfügung stand und auch nicht sonntags helfen konnte, zumal sich die personelle Situation bei der SpVg Olpe nie richtig entspannt hatte. In der Zeit hat sich vom Trainer-Team speziell Co-Trainer Mounir Saida um uns gekümmert und dafür gesorgt, dass Louis und ich in der Rückrunde nochmal eingreifen konnten. Ohne Mounir hätte es vermutlich noch länger gedauert.

Zum Schluss zum Aktuellen: Wie sehen Sie die Lage der SpVg Olpe nach der 2:3-Niederlage im Derby gegen den VSV Wenden?

Die Niederlage schmerzt natürlich sehr. Allerdings bringt es jetzt nichts das Fußball spielen einzustellen, denn unsere derzeitige Situation hat sich aufgrund der anderen Ergebnisse nicht großartig verschlechtert. Daher ist es umso wichtiger, den Kopf wieder aufzurichten und die kommenden Spiele positiv zu gestalten.

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