Steffen Scheppe

„Damit hatte keiner gerechnet“

Steffen Scheppe (links) erzielt beide Tore für den FSV Gerlingen zum 2:0-Sieg bei RW Hünsborn.

Steffen Scheppe (links) erzielt beide Tore für den FSV Gerlingen zum 2:0-Sieg bei RW Hünsborn.

Foto: Michael Meckel

Gerlingen.  Nach elf Spielen ohne Niederlage in Folge überwintert der FSV Gerlingen an der Tabellenspitze der Fußball-Landesliga.

Wir sprachen mit Steffen Scheppe (26), der am Sonntag beim 2:0-Derbysieg gegen RW Hünsborn beide Tor für den „Weihnachtsmeister“ erzielte.

Sie sind nicht unbedingt als „Tormaschine“ bekannt. Bisher hatten Sie erst ein Saisontor erzielt. Wie ist das Gefühl, Matchwinner zu sein in so einem wichtigen Spiel?

Ja, das ist richtig. Natürlich ist es etwas ganz Besonderes, in einem Derby wie gegen Hünsborn zu treffen, dann auch noch doppelt. Aber viel wichtiger ist, dass wir als Sieger vom Platz gegangen sind und wir uns wieder mal für eine tolle Leistung belohnen konnten.

Was hat den Ausschlag für Ihren Sieg in Hünsborn gegeben?

Wir haben, wie in den meisten Spielen in dieser Saison, gute Defensivarbeit geleistet, den Gegner kaum zu Chancen kommen lassen und mit unseren schnellen Offensivspielern den Gegner frühzeitig angelaufen. Durch unsere Dreierkette in der Abwehr hatten wir immer Überzahl im Mittelfeld und konnten uns so gut nach vorne kombinieren und einige Chancen herausspielen.

Der FSV Gerlingen hat zum Jahreswechsel drei Punkte Vorsprung. Hand aufs Herz, hätten Sie vor dem Saisonstart damit gerechnet`?

Nein. Ich denke, kein Spieler von uns hat damit gerechnet, da wir in den letzten beiden Jahren jeweils gegen den Abstieg gespielt haben und erst sehr spät den Nichtabstieg perfekt machen konnten.

Wie sehen Sie die Chancen im Titelrennen?

Die Chancen stehen nach 16 Spielen gut, wenn man sieht, dass nur noch 12 Spiele auszutragen sind. Allerdings muss man ganz klar sagen, dass wir ein anderes Ziel von Beginn an hatten und das wird weiterhin verfolgt.

Wann haben Sie gemerkt: Hoppla, das kann eine richtig gute Saison geben?

Spätestens, nachdem wir beim damaligen Tabellenführer in Menden mit 3:1 gewonnen haben und die Woche darauf gegen Bad Berleburg, die auch als Tabellenführer auf den Bieberg kamen, sogar 4:1.

Welches sind die Stärken des FSV?

Der gesamte Zusammenhalt im Verein. Bei uns in der Mannschaft bilden wir eine sehr homogene Einheit, leben von der starken Trainingsbeteiligung und halten die Qualität daher sehr hoch. Ein großes Lob an unseren Defensivverbund inklusive der beiden Torhüter. Wenn man nach 16 Spielen nur 13 Gegentore kassiert hat, kann sich das sehen lassen.

Welche Rolle spielt Trainer Dirk Hennecke?

Er hat als Trainer großen Anteil. Er ist für das gesamte Team eine Autoritätsperson. Er war in den letzten Jahren auf dem Platz ein Leader und hat den Posten als Trainer bisher super gemeistert.

Und der Sportliche Leiter Stefan Büdenbender?

Büdi hat dafür gesorgt, dass wir super Neuzugänge haben. Unser Kader ist breiter geworden und die Qualität ist gestiegen.

Zu Beginn Ihrer Gerlinger Zeit haben Sie sich einen Kreuzbandriss zugezogen...

Nach dem Kreuzbandriss habe ich mich durch Physio und viel Eigeninitiative wieder sehr gut heran gekämpft, war auf einem super Fitnessstand, wurde dann allerdings durch einen komplizierten Zehenbruch, der mit einer OP verbunden war, wieder zurückgeworfen. In dieser Saison bin ich zum Glück seit langer Zeit wieder Verletzungsfrei geblieben.

Auch Ihr Heimatverein ist Weihnachtsmeister: Der SV Ottfingen. In der Bezirksliga 5. Wie verfolgen Sie die Erfolge Ihres Ex-Klubs?

Natürlich schaut man nach Ergebnissen des Heimatvereins. Mich würde es sehr freuen, wenn Ottfingen den Aufstieg schaffen würde.

Jetzt ruht der Ball. Was steht als Nächstes auf der Tagesordnung?

Einige Feiern. Am Freitag wird unser Kapitän Florian Brüser 30 Jahre. Einen Tag später wird dann der 30. Geburtstag von David Ohm gefeiert und eine Woche später, am 22. Dezember steht die FSV Weihnachtsfeier im Klubhaus an. Mit der super gespielten Hinserie wird das Bier besonders gut schmecken.

Was wünschen Sie sich für 2019?

Dass wir von schlimmeren Verletzungen verschont bleiben und wir weiter machen, wo wir 2018 aufgehört haben.

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