„Das Problem heißt Finnentrop“

Lennestadt.   92 Anmeldungen lagen vor dem laufenden Schuljahr für die Lessing-Realschule in Grevenbrück vor, doch nur 62 Kinder wurden wegen der vom RP Arnsberg lediglich genehmigten Zweizügigkeit angenommen werden. 30 SchülerInnen und Schüler „schauten in die Röhre“ beim Losentscheid, davon 19 aus Lennestadt, sogar drei davon aus Grevenbrück.

92 Anmeldungen lagen vor dem laufenden Schuljahr für die Lessing-Realschule in Grevenbrück vor, doch nur 62 Kinder wurden wegen der vom RP Arnsberg lediglich genehmigten Zweizügigkeit angenommen werden. 30 SchülerInnen und Schüler „schauten in die Röhre“ beim Losentscheid, davon 19 aus Lennestadt, sogar drei davon aus Grevenbrück.

Und auch beim nächsten Anmeldeverfahren im Februar 2017 wird es wahrscheinlich ähnlich zugehen, so die Prognose in der gestrigen Schulausschusssitzung. Deshalb hat man bereits in Arnsberg vorgesprochen, doch auch diesmal wieder eine krasse Abfuhr erhalten. Es soll bei einer Zweizügigkeitr und damit maximal 62 neuen Realschülern bleiben.

Das Problem für die Eltern und die potenziellen Schüler ist in Lennestadt nicht hausgemacht. Die Lessing-Realschule als einzige in öffentlicher Trägerschaft im Kreis Olpe ist zu einem diskriminierungsfreien Anmeldeverfahren verpflichtet. Heißt: Schüler umliegender Kommunen müssen genauso behandelt werden wie die eigenen Lennestädter. Gleichzeitig haben die „Nachbarn“ ein Mitspracherecht, wenn es um eine Veränderung der Schullandschaft in einer Kommune geht. Schnütgen: „Eine ausreichende Akzeptanz für die Gesamtschule in Finnentrop ist nicht vorhanden.“ Statt aber eine Lösung z.B. in einer gemeinsamen Sekundarschule mit Attendorn nach dem Vorbild Lennestadt/Kirchhundem zu suchen, halte man stur an der offenbar ungeliebten Schule fest. Das quittierten die Finnentroper Kinder mit Abwanderung. Allein 10 besuchen seit diesem Jahr die Lessing-Realschule.

Konkrete Anmeldezahlen

In einem Bürgermeistergespräch sei eine Kooperation in einer Sekundarschule angesprochen und durchaus als Lösung gesehen worden. Mit einer Ausnahme. Vollmer: „Dass der Hess einer Dreizügigkeit unserer Realschule zustimmen wird, wird niemals der Fall sei.“ Während die CDU mit 10:7 Stimmen (SPD und Grüne) ihren Antrag auf eine Dreizügigkeit durchboxte, plädierte Vollmer für ein Abwarten, bis die konkreten Anmeldezahlen im Februar vorlägen. Dann wäre die SPD mit im Boot.

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