Fußball

Denis Huckestein ist ein Geißbock

Denis Huckestein (links) in einem Testspiel  der SpVg Olpe

Denis Huckestein (links) in einem Testspiel der SpVg Olpe

Foto: Lothar Linke

Olpe.  Mit einem riesigen Karrieresprung ist Denis Huckestein ins neue Jahr gestartet.

Der 27-jährige, langjährige Kapitän der Spielvereinigung Olpe arbeitet seit dem 1. Januar 2019 beim 1. FC Köln als Spiel- und Videoanalyst.

Diese Tätigkeit hatte er bereits ein Jahr lang beim Nordost-Regionalligisten Wacker Nordhausen ausgeübt. Jetzt wartet bei einer wahrhaftig großen Adresse eine Herausforderung auf ihn, der er mit großer Vorfreude entgegenblickt. Und er ist seinem Ziel, einmal im Profibereich zu landen, nicht nur näher gekommen, sondern inzwischen mittendrin. „In Köln ist natürlich alles größer, da wird in allen Bereichen professionell gearbeitet,“ blickt Denis Huckestein voraus.

Deutschlandweit unterwegs

Sein Arbeitsplatz wird das Geißbockheim sein, die Geschäftsstelle des FC. Obwohl der Klub ungleich größer ist als Wacker Nordhausen, bedeutet das nicht zwingend, dass Denis Huckestein am Rhein auch automatisch ein Vielfaches an Arbeit hat. „In Nordhausen war ich für viele Bereiche zuständig, nicht nur für die Videoanalyse“ sagt er.

Dagegen arbeitet er beim 1. FC Köln ausschließlich in diesem Bereich. Seine Hauptaufgabe besteht in der Gegneranalyse, so dass er deutschlandweit unterwegs sein wird. Er wird am Millerntor den FC St. Pauli unter die Lupe nehmen oder auf der Alm die Bielefelder Arminia oder den Hamburger SV im Volksparkstadion. „Da ist man schon richtig im Profibereich drin,“ freute sich der sympathische Olper. Kein Einspruch!

Für ihn war Nordhausen eine guter Einstieg. „Dort habe ich viel gelernt,“ blickt Denis Huckestein zurück auf das Engagement in Thüringen, das er am 1. Februar 2018 angetreten hatte.

Schon drei Jahre in Köln gelebt

Bis dahin war er im Spiel des Westfalenligisten SpVg Olpe die Führungsfigur gewesen, der Kapitän. Darüber hinaus hatte er die A-Junioren vom Kreuzberg trainiert. Klar, dass sein Weggang für die Olper ein Riesenverlust war. Aber für niemanden am Kreuzberg gab es Zweifel daran, dass Denis Huckestein diese Chance einfach beim Schopfe packen musste.

Denis Huckestein und der 1. FC Köln - das musste ja mal so kommen, könnte man salopp formulieren. Er habe, obwohl Schalke-Fan, „immer Sympathie für den 1. FC Köln“ gehegt. Mehr noch aber hat die Nähe zum Geißbockverein den Ausschlag für seine Zukunft beim 1. FC Köln gegeben: Schon während seines Bachelor-Studiums hat Denis Huckestein drei Jahre in Köln gelebt, ist aktuell in den Endzügen seines Masters an der Sporthochschule und hat natürlich einige Spiele im Rhein-Energie-Stadion besucht.

Alle diese Faktoren zusammen genommen waren für ihn auf dem Weg zum großen Fußball natürlich hilfreich: „Ich hatte schon seit längeren Kontakt zum „Effzeh“ und jetzt hat sich dort einfach die Chance für mich ergeben den nächsten Schritt machen zu können. “

Optimistisch für Aufstiegskampf

Und da zögert man keine Sekunde, zumal der Reise-Aufwand in seine Olper Heimat über etwa 70 Kilometer A4 eine Kleinigkeit ist im Vergleich zur Fahrerei seiner früheren Arbeitsstelle in Nordhausen. Die zog sich über mehr als 300 Kilometer.

Die Vorfreude auf das Jahr ist groß. Zumal die ohnehin reizvolle Aufgabe in Köln ja im Mai eine Krönung erfahren kann: Den Aufstieg, die Rückkehr des 1. FC Köln in die Fußball-Bundesliga. Denis Huckestein wird dann mittendrin sein in diesem Trubel und ein Teil des Erfolges. Er ist da optimistisch, was den Ausgang des Aufstiegskampfes angeht: „Das sieht auf jeden Fall nicht so schlecht aus.“

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