Westfalenliga

„Der ICE mit der Kennung SG1227 rollt und rollt“

SG-Offensivspieler Hasan Dogrusöz (rechts, im Heimspiel gegen Sinsen) ist von seiner USA-Reise zurückgekehrt.

SG-Offensivspieler Hasan Dogrusöz (rechts, im Heimspiel gegen Sinsen) ist von seiner USA-Reise zurückgekehrt.

Foto: martin droste

Finnentrop/Bamenohl.  „Der Schnellzug rollt weiter. Wir haben keine Verspätung“, lacht Ralf Behle.

Der Trainer nimmt das Wortspiel auf der Homepage des Westfalenliga-Spitzenreiters SG Finnentrop/Bamenohl gerne auf.

Dort heißt es in der Vorschau zum Heimspiel gegen den Tabellensiebten BV Westfalia Wickede (Sonntag, 15 Uhr): „Der ICE Schnellzug mit der Kennung SG1227 rollt und rollt und rollt.“

Aber auch ein Schnellzug braucht ab und zu eine Verschnaufpause. Die hat SG-Trainer Behle seinen Spielern nach der „Hammerwoche“ mit drei schweren Spielen - darunter die kräftezehrende Westfalenpokalpartie gegen Meinerzhagen - in acht Tagen geben.

Der Substanzverlust war beim 2:0-Erfolg in Hordel vor allem in der zweiten Halbzeit zu spüren. Also drosselte Ralf Behle unter der Woche die Belastung in den Trainingseinheiten und will auch gegen Wickede „frühe Wechsel ziehen“. Von einer „Rotation“ ist der Trainer aus Kirchhundem ohnehin kein Freund.

Tuncdemir weiter gesperrt

Auf ihren Abwehrspieler Burhan Tuncdemir müssen die Gastgeber nach der fragwürdigen Roten Karte gegen den RSV Meinerzhagen noch einmal verzichten. Auf einen Einspruch gegen die Sperre hat die SG Finnentrop/Bamenohl verzichtet. Für den Übungsleiter hat sein Platzverweis im Westfalenpokal nach eigenen Angaben keine Konsequenzen in Form einer Sperre. Ralf Behle steht am morgigen Sonntag wieder an der Seitenlinie, statt, wie zuletzt in Hordel als Zuschauer in der letzten Reihe.

Über den Gegner aus Dortmund findet der SG-Coach lobende Worte: „Wickede hat seine Mannschaft mit talentierten Spielern aus U-Teams verjüngt. Das ist eine gute Mischung. Wir treffen auf eine sehr engagierte Elf“, erwartet Ralf Behle einen schwierig zu bespielenden Gast.

Zu den „jungen Wilden“ im Westfalia-Team gehören Fynn Krahn, Justin Lange, Don Schreiber, Hakan Cevirme (alle vom TSC Eintracht Dortmund) Marcel Pietryga (zuletzt Teutonia Waltrop) und Malte Remmert (Westfalia Rhynern).

Oberliga haben Joel Kiranyaz, Sefa Topcu und Robin Wodniok gespielt. Dazu kommt eine erfahrene Achse mit Anil Konya, Marcel Großkreutz oder Robin Dieckmann.

Erleichterung in Brünninghausen

Kollektives Aufatmen herrschte bei Westfalia Wickede nach dem 3:1-Derbysieg gegen den Lüner SV. Die Westfalia hat nach einer langen Durststrecke (seit März 2019) wieder drei Punkte im heimischen Pappelstadion geholt.

Wickedes Trainer Alex Gocke war nach der Partie sichtlich erleichtert: „Ich bin unendlich glücklich, auch wenn ich das nicht so zeigen kann.“ Aber erst als Robin Dieckmann in der 87. Minute mit dem 3:1 den Deckel drauf machte, war die Partie entschieden und der lang ersehnte Heimsieg perfekt. „Man kann das Ganze, wenn man konzentriert ist, auch durchaus entspannter gewinnen“, atmete Westfalia-Trainer Alex Glocke erst einmal tief durch.

In der Fremde ungeschlagen

Auswärts läuft es in dieser Saison für Westfalia Wickede besser. Auf des Gegners Platz sind die Dortmunder nach einem 6:1 in Hassel und 1:1 bei der DJK TuS Hordel noch ungeschlagen.

Aber das ist nichts gegen die Erfolgsserie der Platzherren. Mit 18 Punkten aus sechs Spielen haben die Behle-Schützlinge einen neuen Startrekord aufgestellt. Den will der Tabellenführer aus Finnentrop/Bamenohl bei vorausgesagtem Sommerwetter und einer ansehnlichen Kulisse am Sonntag möglichst ausbauen. Der Einsatz von Heiko Entrup ist aufseiten der Gastgeber noch fraglich. Hasan Dogrusöz ist von seiner USA-Reise zurück.

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