Sportplatz-Check

Die Heidekampfbahn der Sportfreunde Dünschede

Dünschede.   Kein Spiel, kein Training war im Gange, still lag die Anlage in der Frühlingssonne.

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Als wir die Sportfreunde Dünschede besuchten, war’s einer der schönsten Tage dieses Jahres. Kein Spiel, kein Training war im Gange, still lag die Anlage in der Frühlingssonne.

Kein so ungewöhnlicher Zustand, wie Vorstandsmitglied Marius König bemerkte. So wartete er mit einer interessanten Information auf: „Dünschede ist das Dorf mit den meisten Sonnenstunden im Kreis Olpe. Hat das Heimatmuseum Grevenbrück festgestellt.“

Bis 1986 hieß das Gelände noch „Heidekampfbahn“. Auf einer Mitgliederversammlung wurde mit knapper Mehrheit beschlossen, den altmodisch klingenen Namen durch „Sportpark Repetal“ zu ersetzen.

Zuschauerbereich

Ein Ufer an der Längsseite hat genau das Gefälle, das es zu einer natürlichen Stehtribüne macht. Insgesamt liegt der Kunstrasenplatz tiefer als das Gelände drumherum, so hat der Zuschauer überall eine gute Sicht von oben. Der Stolz ist ein kleiner, überdachter Balkon, 2005 erbaut. Dort steht eine Parkbank, ein Geschenk für das 90-jährige Ehrenmitglied Josef Grünewald. „Er kommt immer noch zu Fuß her,“ sagt Marius König, „wenn das Wetter passt.“

Kabine/Sanitäre Anlagen

Die Kabinen sind noch nicht im Idealzustand, sollen aber bis zum 90.Vereinsbestehen im Juni tip top sein. „Die Stadt steht da voll hinter uns, da muss man mal, ein Lob los werden,“ sagt Platzwart Bruno Bock. Damit die Arbeiten zeitig beginnen können, haben die Dünscheder das letzte Spioel der Zweiten auf den 9. Mai vorberlegt, die Erste hat am letzten Spieltag pielfrei und tritt am zweitletzten auswärts an. Dadurch gewinnt man zwei Wochen.

Parkplätze

„Vor 20 Jahren musste ich bei jedem Heimspiel eine Durchsage machen, damit jemand sein Auto wegfährt,“ erinnert sich Marius König, damals Platzsprecher, an sehr beengte Verhältnisse. Aber die Situation hat sich deutlich gebessert durch ein Neubaugebiet und um die Tennisplätze herum. 20 neue Stellplätze dürften hinzu gekommen sein. Bei größeren Veranstaltungen gibt es reichlich Parkraum an der nahen Schützenhalle.

Anfahrtswege

Einen „Riesenvorteil“ nennt Marius König die Lage des Platzes. Der liegt nicht, wie viele andere, außerhalb oder auf einem Berg draußen, sondern wirklich mitten im Ort. „80 bis 90 Prozent der Leute kommen zu Fuß. Selbst aus Röllecken oder St. Claas,“ weiß König, „deshalb haben wir auch mit den höchsten Zuschauerschnitt in der Kreisliga B.“

Flutlicht

Auch hier gibt es ein Lob für die Stadt Attendorn. Bruno Bock: „Das ist ein Anruf bei Karl Schulte vom Bauhof, wenn mal was kaputt ist.“ Kürzlich gab es einen Defekt, keine zwei Tage später war er behoben. Gleiches gilt für einen kleinen Weg, der (etwa für Rettungsfahrzeuge) von der Wiese außerhalb auf das Spielfeld führt. Da hatte sich im Winter ein Hubbel gebildet. Bruno Bock: „Da hätten Auto hängen bleiben können. Am Tag drauf war der weggebaggert.“

Spielfläche

In diesem Winter, der für lange Zeit keinen Fußball im Kreis Olpe zuließ, war der Rasen in Dünschede einer der am besten bespielbaren. Die Folge: Etliche Vereine fraten an, ob sie Testspiele dort austragen könnten.

Vereinsheim

Bis 1989 stand dort eine Holzbaracke. Die Schiedsrichter duschten bei Bruno Kirchhoff zuhause, der treuen (Schiedsrichter-)Seele des Vereins. Dann entand das Klubhaus, 2006 kam ein Anbau hinzu, „den haben wir mit 100 Prozent Eigenleistung gebaut,“ sagt Bruno Bock mit berechtigtem Stolz. Das Herz ist der Klubraum, eine offzielle sky-Bar. Der Beamer strahlt nicht etwa auf eine Leinwand, sondern auf eine weiße Wand, die mit einer eigens für diese Zwecke geeigneten Farbe gestrichen wurde. Bruno Bock: „Das wird gut angenommen. Viele bleiben sonntags nach den Heimspielen noch hier.“


Eintritt
Erwachsene 3 Euro, Rentner 1,50 Euro, aktive Mitglieder frei .


Speisen: Wurst vom Grill mit Brötchen, 1,80 Euro. Kaffee, Kuchen, zuletzt im März sogar noch Glühwein.

Größtes Spiel:

1987 die Aufstiegsspiele zur Bezirksliga gegen den SV Ottfingen II vor über 1000 Zuschauern. Diese Zahl wure auch erreicht, als die SG Finnentrop/Bamenohl auflief - mit Reiner Krummenerl in ihren Reihen. Der hatte für Dünchsede unzählige Tore geschossen und war in jener Saison nach Finnentrop/Bamenohl gewechselt.

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