Fußball-Landesliga

„Die Jungs wissen selbst, was sie verbockt haben“

Steffen Freitag (2. v.r. Hünsborn) im Kampf um den Ball mit Pascal Raulff.

Steffen Freitag (2. v.r. Hünsborn) im Kampf um den Ball mit Pascal Raulff.

Foto: meinolf Wagner

Hünsborn.  Nach dem 0:6 gegen Erlinghausen ist bei Rot-Weiß Hünsborn Analyse angesagt, aber auch der Blick in die Zukunft.

Es war kein gutes Fußball-Wochenende für die Landesligavereine aus dem Kreis Olpe. Drei der vier haben ihre Spiele verloren, allein der SC Drolshagen fuhr an diesem Spieltag drei Punkte ein.

Schwer erwischt hat es Rot-Weiß Hünsborn. Nach dem 0:6 gegen RW Erlinghausen, der höchsten Niederlage seit dem Landesliga-Aufstieg 2010, geht man am Löffelberg nicht zur Tagesordnung über. Auch am Tag danach waren die Nachwirkungen noch da. „Für alle war es ein gebrauchter Tag, aber vielleicht war es auch ein Tag mit einem Lerneffekt“, hofft Rade Lucic, sportlicher Leiter.

Die gesamte Mannschaft war frustriert nach der Null-Leistung. „Die Jungs wissen selbst, was sie verbockt haben“, sagte RWH-Coach Andreas Waffenschmidt, „die Vorstellung kann ich heute, morgen und auch übermorgen nicht erklären“. Weiter betonte der Hünsborner Trainer: „Wenn man jahrelang auf die Schulter geklopft bekommt, muss man solche Dinge wegstecken. Wir können ja nicht deswegen das Fußballspielen einstellen. Diese Woche wird analysiert. Dann will ich aber auch nichts mehr davon hören. Der Blick geht nach vorn. In Werdohl wird es nicht einfacher“.

Pech, dass in der Anfangsphase Jan Prothmann wegen einer Hüftverletzung ausgetauscht werden musste. Für Henrik Blecker war in der Schlussphase das Spiel zu Ende.

Alle bleiben nach dem Spiel

„Nach so einem Spiel macht man sich den ganzen Abend Gedanken“, bekräftigt Blecker, Kapitän der Mannschaft. „Wir haben uns im Klubhaus zusammengesetzt. Alle, die sonst nach Hause gegangen sind, sind da geblieben. Das ist auch Teamgeist in einer schwierigen Situation und für die jungen Spieler ein Lernprozess.“ Eines hat die Parte außerdem bestätigt. Henrik Blecker: „Da zeigte sich, welch eine Klasse das Erlinghauser Mittelfeld um den überragenden Bilal Akgüvercin hat“. Der Kapitän ist sich sicher: „Auch wenn das erste Gegentor nicht so früh gefallen wäre, verlaufen wäre das Spiel auch nicht anders.“

Das war einfach zu wenig am Sonntag. Blecker: „So geht es nicht weiter. Da muss jetzt einiges passieren, jeder muss sich hinterfragen.“ Er habe „eigentlich keine Torchance gezählt“ erinnerte sich Henrik Blecker, „wir haben die Punkte liegen lassen und die Mentalität war nicht vorhanden. Das Team hätte auf dem Platz brennen müssen. Wir haben jedoch alles vermissen lassen.“

Aber letztendlich bringe es nichts, draufzuhauen. Blecker: „Lieber eine solche Klatsche, als fünf oder sechs Niederlagen hinter einander“. Der Blick geht auch beim Kapitän voraus: „Diese Niederlage schärft den Blick für die Zukunft., Ein solcher Schlag vor den Kopf zeigt auch, dass wir unsere Ziele nur mit konzentrierten Fußball erreichen können“.

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