Benefizspiel

Diese Sache hat Hand und Fuß

Sebastian Schulte, Medeni Üzer und Dominik Krengel freuen sich auf das Spiel mit kleinem und großem Ball.

Sebastian Schulte, Medeni Üzer und Dominik Krengel freuen sich auf das Spiel mit kleinem und großem Ball.

Foto: LL

Lennestadt.   Ausnahmsweise ist es mal nicht das Ergebnis, auf das die Sportfreunde gespannt sind.

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Sondern vielmehr die Frage, was sie da zu sehen bekommen. Tatsächlich wird es interessant, zu erleben, wie der verwegene Plan in der Realität ausschaut, das ungewöhnliche Treiben auf dem Hallenparkett mit dem kleinen und großen Ball.

Handballer werden gegen Fußballer spielen. Eine Halbzeit lang fliegt das kleine runde Leder auf die Tore, dann das große.

Kartenverkauf läuft blendend

Auf das Parkett kommt diese sportliche Würzmischung am Donnerstag, den 24. Januar ab 17.45 Uhr in der Sporthalle Aufm Ohl in Lennestadt. Darsteller der Aufführung sind die Handballer der HSG Lennestadt/Würdinghausen und die Fußball-Auswahl der Jubiläumsstadt Lennestadt. Es ist das Vorprogramm zum Handball-Benefizspiel zwischen dem VfL Gummersbach und dem TuS Ferndorf.

Gecoacht werden die Handballer von Klaus Kraß. Während Kraß auf vertrautes und vor allem eingespieltes Personal trifft, da er ja auch im Ligaalltag seit Jahren diese Funktion des HSG-Trainers ausübt, hat es Jürgen Winkel, Trainer des Fußball-Westfalenligisten FC Lennestadt, mit einer vergleichsweise bunten Mischung zu tun.

So stammen die Fußballer, die sich bislang zu diesem Event angemeldet haben und die Jürgen Winkel auf das Feld schickt, aus mehreren Vereinen der Lennestadt. Eine gute Idee, denn schließlich ist es die ganze Stadt, die in diesem Jahr ihr 50-Jähriges begeht. Der Stadtsportverband hatte angeregt, mehrere Fußballvereine mit ins Boot zu nehmen. Lothar Schenk: „Wir wollen auch Zusammenhalt zeigen, übergreifend über die Sportarten, die wir haben in der Lennestadt.“

Vier Handballer und vier Fußballer werden über zweimal zwanzig Minuten erst in ihrer, dann in der „fremden“ Sportart ihr Bestes geben. Schiedsrichter wird Ali Bivolaku sein.

„Wir sind sehr zufrieden mit den verkauften Karten bisher,“ sagte Johannes Tilker, Vorstandsmitglied im Stadtsportverband Lennestadt. Mehr als 400 Tickets seien über den Tisch gegangen, „einige mehr sollen es noch werden. Das Ziel, eine ausverkaufte Halle, werden wir wohl erreichen.“ Nach Informationen von Klaus Kraß plant das WDR-Fernsehen eine Live-Schalte aus der Halle.

Auch Klaus Kraß blickt dem Hand-Fußballspiel, für das die Krombacher Brauerei die Trikots bereit stellt, freudig entgegen. Er will vor dem Aufeinandertreffen der beiden Sportwelten mit den Fußballern trainieren. „Mit dem Fußball, das können auch die Handballer ein bisschen. Handballer kicken gern, das weiß ich.“ Was nicht jeder weiß: Kraß selber, den die breite Öffentlichkeit seit Jahrzehnten als Handball-Institution wahrnimmt, hat Fußball gespielt. „Bei der Jugend des FC Kirchhundem, bei den SF Albaum und dem TV Oberhundem,“ zählte er auf.

Krombacher stellt Trikots

Der umgekehrte Fall kommt da schon eher seltener vor. Fußballspielende Handballer: „Wenn der Medini jetzt einen Handball in die Hand nehmen soll, das ist natürlich etwas schwieriger,“ sagte Kraß schmunzelnd in Richtung Medeni Üzer.

Üzer trainiert zurzeit erfolgreich den Fußball-A-Kreisligisten FC Langenei/Kickenbach. Der Verein feiert in diesem Jahr übrigens auch ein Jubiläum, so wie die Stadt, in der er zuhause ist, er ist allerdings doppelt so alt wie sie.

Klaus Kraß will bis zum Spieltag, 24. Januar eine „Grundaufstellung“ hinbekommen. Er nutzte die Präsentation des Vorspiels auf einer Pressekonferenz, sich bei den Aktiven, die mitmachen, zu bedanken. „Ich finde es toll, dass sie alle mitmachen und daran teilnehmen. Allen einen herzlichen Dank dafür!“

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