Leichtathletik

DM-Normen vom Winde verweht

Das Trainerteam der LG Südsauerland, Jochen Meyer und Christine Cordes, mit Carlotta Selbach, die mit Bestzeiten über 100 und 200 Meter starke Formverbesserung zeigte

Foto: Pullmann

Das Trainerteam der LG Südsauerland, Jochen Meyer und Christine Cordes, mit Carlotta Selbach, die mit Bestzeiten über 100 und 200 Meter starke Formverbesserung zeigte Foto: Pullmann

Hagen.   Julian Gutstein konnte sich über die verpasste Medaille bei den Westfälischen Meisterschaften U18/20 mit der DM-Norm über 800 Meter mehr als nur trösten.

Weniger tröstlich waren Carlotta Selbach (LGS) und Fiona Stutte (SCO). Schon am Samstag standen sie gemeinsam im A-Finale der U18 und belegten mit sehr guten Zeiten Platz 5 (Carlotta, 12,43 Sek/Vorlauf 12,41 Sek..) bzw. Platz 7 (Fiona, 12,56 Sek./Vorlauf 12,54).

Am Sonntag trumpften beide dann erneut auf. 200 Meter, Zeitläufe. Carlotta rast in 25,16 Sekunden auf Platz 3, 4/100 fehlen an Silber. Aber Bronze hat sie fest in der Hand, die Medaille kann ihr niemand mehr nehmen.

Fiona läuft ebenfalls Bestzeit mit 25,59 Sekunden, Platz 6. Beide haben die DM-Norm von 25,70 Sekunden geknackt – oder nicht? Es war der einzige von vier Läufen mit unzulässiger Windunterstützung von 2,2 m/s – das sind 0,2 m/s zu viel. Statt Freudentränen über die DM-Norm nun Tränen des Ärgers, der Enttäuschung. Zwei Pechvögel. Der Traum von der Norm (zunächst) vom Winde verweht. Carlottas Trost war die Medaille.

Eine zweite Bronzemedaille ging am Sonntag auf das Konto der 4x100-Meter-Staffel der StG Olpe/Fretter. Im langsamsten von drei Vorläufen war die Staffel der Startgemeinschaft ohne Konkurrenz und musste mitansehen, wie im ersten schnellen Vorlauf die „StG LA-Team A46“ aus der Region Hagen und der LC Paderborn Gold und Silber unter sich aufteilten.

Luisa Schürhoff, Fiona Stutte, Julia Hippler und Alina Hoberg kamen auf 48,54 Sekunden. „Eine gute Zeit“, so Karl-Heinz Besting, „man muss die Leistung der anderen Vereine akzeptieren, wir müssen auf dem Boden bleiben.“

Restlos zufrieden war Joachim Sasse, Trainer beim SC Fretter. Sein Trio brachte aus Hagen nur Bestleistungen mit. Vor Julian Gutsteins Leistung hatte er Hochachtung: „Trotz muskulärer Probleme wollte er die Norm erfüllen. So musste Julian allein das Tempo machen, sonst wäre es ein Bummelrennen geworden.“

Wendener Wehner schafft DM-Norm

Sasse konnte mit Genugtuung Hanne Gunkels (U18) neue Bestzeit über 400 Meter Hürden (68,48 Sekunden/Platz 6) und Levin Gähers 4:24,,85 Minuten über 1500 Meter (Platz 8) registrieren, zugleich Qualifikation für die NRW-Meisterschaften. „.Wenn Bestzeiten bei solchen Meisterschaften erzielt werden, dann kann ja nicht alles falsch gelaufen sein“ (Sasse).

Die NRW-Norm verbuchte der einzige Teilnehmer der SG Wenden, Frederick Jonas Wehner (U18), über 1500 Meter. Es war eng. Die ersten Fünf lagen innerhalb von weniger als zwei Sekunden. Mit 4:18,45 Minuten fehlten dem Schützling von Egon Bröcher nur 45/100 Sekunden an Bronze, Platz 4 also mit neuer Bestzeit.

„Unsere Leistungen können sich sehen lassen“, bilanzierte Christian Kramer (LG Südsauerland) den Auftritt seiner Athleten in Hagen. Selbst nicht vor Ort wurde er bestens vertreten durch Sprinttrainer Jochen Meyer und Christine Cordes. Die vom Winde verwehte DM-Norm von Carlotta Selbach über 200 Meter ist für ihn kein Beinbruch: „Wer 25,16 mit etwas zu starker Windunterstützung laufen kann, schafft auch die Norm von 25,70 Sekunden.“

Mit Alina Gierse, zuvor schon Platz 4 mit der Kugel und Platz 6 mit dem Speer, als Schlussläuferin kam das LGS-Quartett in der Formation Alissa Radziewsky, Carlotta Selbach und Helena Gap auf Platz 6 in 50,09 Sekunden. „Das ist okay.“

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