Handball

Es geht rund in der Rundturnhalle

Attendorn.   Die Dramatik steuert auf ihren Höhepunkt zu. In der Handball-Bezirksliga empfängt Attendorn/Ennest die HSG Herdecke/Ende zum „Aufstigsfinale“.

Beide treffen am Samstag ab 17.30 Uhr aufeinander. Und verlässt die gastgebende SG Attendorn/Ennest die Platte der Rundturnhalle mit mindestens einem Fünf-Tore-Sieg, spielt sie in der nächsten Saison in der Landesliga. Der Verlierer hat über zwei Relegationsspiele die Möglichkeit, ebenfalls die Landesliga-Qualifikation zu schaffen.

Das Bemerkenswerte: Sowohl Attendorn Ennest als auch Herdecke/Ende haben vor einem guten Jahr noch in der Kreisliga gespielt und stehen somit dicht vor einem Doppelaufstieg.

Druck liegt beim Gast

Sicherlich viele Fans aus dem heimischen Zirkel werden die Hansestädter unterstützen. Die Anhänger der HSG Herdecke/Ende haben angekündigt, mit mehreren Fanbussen in Attendorn anzureisen. „Auch der TV Olpe für dieses Spiel zur Unterstützung angesagt“, freut sich SGA-Geschäftsführer Jörg Menzel, „im gesamten Umfeld herrscht Vorfreude und eine große Anspannung“.

Da kommen Erinnerungen auf. Vor fünf Jahren die SG Attendorn/Ennest mit Trainer Klaus Kraß an die Türe der Landesliga klopfte. „In diesem Jahr liegt der Druck bei der HSG Herdecke/Ende. Unsere Mannschaft kann unbeschwert aufspielen und wir hoffen auf eine volle Halle mit entsprechender Unterstützung,“ bekräftigte Jörg Menzel, „am Samstag zählt nicht die Fußball-Bundesliga, sondern der Handball“.

Für die SG Attendorn/Ennest spricht: Sie hat in der laufenenden Saison zu Hause noch keinen Punkt abgegeben. Weiter blickt Jörg Menzel auf das Hinspiel zurück: „Diesmal müssen bessere Abschlüsse her. Im Hinspiel war der Herdecker Torhüter Dominik Formella mit fünf gehaltenen Siebenmeter der Matchwinner war. Ein Lerneffekt aus diesem Spiel ist erforderlich“.

Die HSG Herdecke/Ende steht schon mit einem Bein in der Landesliga. „Die Gäste haben durch die Breite in ihrem Kader die beste Mannschaft der Liga“, schätzt SGA-Co-Trainer Janik Müller den Gegner ein. Andererseits hat der Spielplan der HSG einige Punkte gekostet, denn sie ließen zuletzt viele Zähler gegen verstärkte Reservemannschaften liegen.

Auf Seiten der Hansestädter musste man sich, vor allem in der Rückrunde, durch die Saison kämpfen. „Wir haben nicht die Qualität von Herdecke, aber“ so Co-Trainer Janik Müller, „die Mannschaft hat sich das erarbeitet und als Gesamtpaket überzeugt, damit sind sie nach 27 Spielen auf Augenhöhe mit den Gästen.“ Wäre für den Verlierer nicht noch die Relegation in Aussicht, gäbe es ein echtes Ko-Spiel. „Vielleicht ist es Träumerei, aber warum nicht? In einem Heimspiel können wir alles schaffen“ so Trainer Ivo Milos.

In Attendorn bereitet man sich derweil auf hunderte Zuschauer vor, denn ein solches Aufeinandertreffen mit Pokalspiel-Charakter wird man sich nicht entgehen lassen. Trainer Ivo Milos: „Aber ganz ehrlich: Solche Spiele gewinnst oder verlierst du denn es ist größtenteils eine reine Kopfsache “.

Marc Kedzierski ist nach Krankheit zurück und Richard Viegener reist für dieses Spiel extra an. Nils Berkenhagen hat im Januar gegen die HSG Herdecke sein letztes Spiel gemacht. Nach überstandener Operation und Reha ist er nur ein Kandidat für die Bank.

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