Kreisliga A Olpe

FC Langenei/Kickenbach zieht vor das Kreissportgericht

Hartmut Baßenhoff sieht sich mit seiner Entscheidung im Recht. 

Hartmut Baßenhoff sieht sich mit seiner Entscheidung im Recht. 

Foto: Tim Cordes

Langenei/Kickenbach.  Die Spielabsage in der Kreisliga A beschäftigt nun die Rechtsinstanz des Fußballkreises.

Das Meisterschaftsspiel der Fußball-Kreisliga A zwischen dem FC Langenei/Kickenbach und der SG Kirchveischede/Bonzel wird mit 2:0- Toren für die SG Kirchveischede/Bonzel gewertet. Der FC La/Ki hat das Spiel nach dem Bekanntwerden einiger Coronafälle in der SG-Mannschaft abgesetzt, da sich der Verein in der Sorgfaltspflicht sah. Mit dem Punktabzug wollen sich die Langeneier nicht abfinden und gehen einen Schritt weiter.

Die Geschichte sorgte für Gesprächsstoff: Zwei Spieler der SG Kirchveischede/Bonzel waren positiv auf das Coronavirus getestet worden und befanden sich in Quarantäne. Bevor das Testergebnis vorlag, hatten sie jedoch mit der Mannschaft trainiert.

Das Gesundheitsamt in Olpe signalisierte der SG daraufhin, dass es keine Bedenken gäbe, beim nächsten Spiel anzutreten. Dem FC La/Ki als nächsten Gegner war das Risiko jedoch zu hoch und aus Sorgfaltspflicht gegenüber der eigenen Mannschaft und der Zuschauer wollte der Verein das Spiel verlegen. „Ich habe den Langeneiern mitgeteilt, dass ich das Spiel nicht absetzen werde, da es hierfür keine Grundlage nach den gültigen FLVW-Coronaregeln gibt“, erklärt Hartmut Baßenhoff, Staffelleiter der Kreisliga A und Vorsitzender des Kreisfußballausschusses.

SG hätte gespielt

Die SG Kirchveischede/Bonzel wollte antreten, auch, wenn die betroffenen Spieler nicht eingesetzt werden konnten. Die Langeneier setzten darauf hin das Spiel nach Rücksprache mit der SG ab und gingen fest von einem Nachholspiel aus. Doch dem machte Baßenhoff einen Strich durch die Rechnung. „Aufgrund der Beurteilung der Gesamtsituation durch das Gesundheitsamt Olpe war das Spiel von der spielleitenden Stelle nicht abzusetzen.

Allgemein ist eine Spielabsetzung nach Entscheidung durch das Gesundheitsamt erst möglich, wenn für drei oder mehr Spieler einer Mannschaft Quarantäne angeordnet wird. Das war hier nicht der Fall“, begründet Baßenhoff den Schritt.

Gegen die Wertung hat der FC La/Ki nun Beschwerde eingelegt und hofft dadurch, eine Neuansetzung zu erwirken. Das Kreissportgericht Olpe wird sich nun mit dem Fall beschäftigen. „Den Verwaltungsbescheid kann der Verein natürlich beanstanden. Ich habe die Unterlagen an den Vorsitzenden des Kreissportgerichts Andreas Hesse abgegeben. Eine mündliche Sitzung wird es aber wohl nicht geben. Ich glaube eher, dass es zu einem schriftlichen Verfahren kommen wird“, erklärt Baßenhoff abschließend.

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