Stadtpokal

FC Lennestadt wankt, fällt aber nicht

Stadtpokalsieger 2018: FC Lennestadt

Foto: Michael Meckel

Stadtpokalsieger 2018: FC Lennestadt Foto: Michael Meckel

Lennestadt.   Der große Favorit wankte, aber er fiel am Ende doch nicht.

Mit einem 2:0-Sieg im Finale über Rot-Weiß Lennestadt verteidigte Fußball-Landesligist FC Lennestadt am Sonntag den Stadtpokal und fährt damit zum Masters-Turnier am 28. Januar nach Attendorn.

Das Finale war eine klare Sache für den Titelverteidiger. Marvin Gouranis (4.) und Samuel Eickelmann (6.) sorgten schnell für klare Verhältnisse. Am Schluss spielte der FCL seine ganze Routine aus und brachte den Zwei-Tore-Vorsprung über die Ziellinie.

Aber in der Zwischenrunde drohte dem FCL das frühe Aus. Nach dem 7:0-Sieg über Saalhausen/Oberhundem verlor der Titelverteidiger gegen RWL mit 1:3. Im dritten Spiel lag das Team von Trainer Jürgen Winkel gegen dessen Heimatverein TuS Halberbracht zweimal zurück. Das hätte das Aus bedeutet. Doch der FCL gewann noch 3:2.

Ähnlich spannend ging es in der Gruppe 2 zu. Hier kamen am Schluss drei Mannschaften mit fünf Punkten ins Ziel. Bitter für den SSV Elspe: Der Vorjahresfinalist führte gegen Langenei/Kickenbach schon mit 3:1 und musste noch das 3:3 schlucken. Das letzte Spiel gewann Kirchveischede/Bonzel gegen Maumke 5:0. Damit zogen Kirchveischede/Bonzel als Erster und Langenei/Kickenbach als Zweiter ins Halbfinale ein.

Es ging spannend weiter. Beide Halbfinalspiele wurden erst in der Verlängerung entschieden. Im ersten Spiel gab Langenei/Kickenbach gegen RWL einen 3:0-Vorsprung aus der Hand und verlor mit 3:4. Der FC Lennestadt gewann 1:0 gegen Kirchveischede/Bonzel. Das Elfmeterschießen um Platz drei gewann Langenei/Kickenbach gegen Kirchveischede/Bonzel mit 3:2.

Laki spendet Prämie für Denis

„Es war natürlich bitter, dass wir gegen RWL das 3:0 noch aus der Hand gegeben haben. Aber wir haben uns trotzdem super präsentiert und an die guten Leistungen am Ende der Rückrunde anknüpfen können. Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft“, sagte Laki-Trainer Medeni Üzer.

Eine tolle Aktion: Der FC Laki spendete seine Siegprämie von 200 Euro an Denis, den Jugendspieler des FC Lennestadt, dem bei einem Unfall im Fort Fun im Oktober ein Teil des Beins abgetrennt wurde.

Volker March, Trainer des Vierten SG Kirchveischede/Bonzel, ärgerte sich über den vierten Platz. March: „Wie letztes Jahr. Wir haben gegen den FC Lennestadt zweimal in der normalen Spielzeit 0:0 gespielt und als Gruppensieger das Halbfinale erreicht. Leider machen wir die Dinger im entscheidenden Moment nicht rein.“

Im Finale war der FC Lennestadt klar überlegen und am Ende der verdiente Sieger. „Wir sind an beiden Tagen super gestartet. Die Niederlage gegen RWL hat uns etwas aus den Rhythmus gebracht. Gegen Halberbracht sind wir ganz schön ins Rutschen gekommen. Das sieht man, was im Hallenfußball alles möglich ist. Das Finale haben wir dann souverän und verdient gewonnen“, resümierte FCL-Trainer Jürgen Winkel den Auftritt seiner Mannschaft.

Florian Friedrichs verletzt

Einen Wermutstropfen gab es doch für den alten und neuen Stadtpokalsieger. Florian Friedrichs musste nach dem ersten Spiel am Samstag das Turnier beenden. Der Torjäger hatte wieder Probleme mit dem Rücken. „Es ist die gleiche Stelle, an der ich 2016 operiert worden bin. Ich habe am Montag einen Termin beim Arzt. Dann werden wir sehen, was es ist“, sagte Florian Friedrichs.

RWL-Coach Wolfram Wienand freute sich über die Finalteilnahme: „Wir sind mit dem zweiten Platz sehr zufrieden. Wir haben den FC Lennestadt einmal schlagen können. Sicher hofft man, dass es auch ein zweites Mal passieren könnte. Aber man muss Realist sein: Die spielen zwei Ligen über uns. Insgesamt sind die Zuschauer voll auf ihre Kosten gekommen.“

Dem Lob von Wolfram Wienand schloss sich Stephan Vennteicher, der Sportliche Leiter von RWL, an. „Ich hatte mit so einer tollen Leistung unserer Mannschaft nicht gerechnet. Das war sensationell. Wir haben einmal den FC Lennestadt geschlagen, leider im falschen Spiel“, sagte Vennteicher.

Lob für Ausrichter RWL und Maumke

Ein dickes Lob für alles Spieler, die Schiedsrichter und die beiden Ausrichter, RW Lennestadt und SV Maumke, hatte Bürgermeister Stefan Hundt parat: „Es war ein tolles und faires Turnier. Alles lief rund. Glückwunsch an den FC Lennestadt.“

Auch Stadtsportverbandvorsitzender Franz Rotter gratulierte dem alten und neuen Stadtpokalsieger: „Der FC Lennestadt wird unsere Stadt beim Masters würdig vertreten. Zwischendurch sah es ja mal gar nicht danach aus. Am Ende war es aber ein verdienter Sieg des Titelverteidigers.“

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