Landesliga

Feiertag und Derbytag bei Rot-Weiß Hünsborn

Daniel Jung (rechts): Mit RW Hünsborn auf neuem Rasen gegen Attendorn.

Foto: Meinolf Wagner

Daniel Jung (rechts): Mit RW Hünsborn auf neuem Rasen gegen Attendorn. Foto: Meinolf Wagner

Hünsborn/Attendorn.   Es ist angerichtet am Löffelberg. Mit mehrwöchiger Verzögerung wird am Sonntag der neue, 325 000 Euro teure Kunstrasenplatz in Hünsborn offiziell eingeweiht.

Sportlich im Mittelpunkt steht das Landesligaspiel zwischen den Rot-Weißen und dem SV 04 Attendorn. Beide Teams betrieben zuletzt mit zwei Siegen beste Eigenwerbung für das Landesliga-Kreisduell.

„Wir als Verein können ja nichts dazu“, will sich RWH-Trainer Andreas Waffenschmidt gar nicht mehr mit dem Thema „Kunstrasenplatz“ beschäftigen, dessen verspätete Fertigstellung den Hünsborner Verantwortlichen und Spielern einiges abverlangt hat.

Stattdessen hat Waffenschmidt der Rücktritt seines Kollegen Marco Grisse beim FC Altenhof nachdenklich gemacht. „Es stimmt mich traurig, dass so ein junger Mann die Segel gestrichen hat.“

Waffenschmidt ist „jetzt 21 Jahre dabei“. In dieser Zeit habe sich im Fußball- und speziell Trainergeschäft „sehr viel geändert“. „Wir müssen alle aufpassen im Amateurbereich“, gibt Hünsborns Trainer angesichts des zunehmenden Drucks zu bedenken.

Aber natürlich beschäftigt sich Andreas Waffenschmidt mit dem nächsten Gegner SV 04 Attendorn und erwartet einen „offenen Schlagabtausch“. Schließlich seien in den Spielen zwischen den beiden Teams immer viele Tore gefallen. Eine Favoritenrolle seiner Mannschaft sieht Hünsborns Trainer nicht. „Attendorn ist genauso konkurrenzfähig wie wir, Gerlingen oder Altenhof“, geht Waffenschmidt von einem ausgeglichenen Spiel aus.

Uebach trifft so oft wie der SV 04

Vorteile haben die Gastgeber aber beim Tore schießen. Marius Uebach hat mit drei Saisontreffern genauso viele Tore erzielt, wie das gesamte SV 04-Team. Gegen die Hansestädter stößt Jonathan Knott wieder zum Kader. Auch Steffen Hatzfeld, der am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, könnte schon eine Alternative für Sonntag sein.

„In den nächsten zwei bis drei Wochen“, hofft Andreas Waffenschmidt, wird sich die personelle Situation der Rot-Weißen weiter entspannen. Kevin Becker fehlt weiterhin wegen seiner Gelb-Rot-Sperre. Für Sascha Leicher ist es das vorerst letzte Spiel im Hünsborner Trikot. Der Ex-Erndtebrücker hat beruflich einige Wochen in Dubai zu tun.

Die Erleichterung im Attendorner Lager nach dem ersten Saisonsieg war groß. „Das Spiel hat die Mannschaft gewonnen, die mehr Herz gezeigt hat“, blickt SV 04-Trainer Bayram Celik auf das verdiente 2:0 gegen den SSV Hagen zurück. Symptomatisch für die Steine, die den Gastgebern von der Seele gefallen sind, war die Szene nach dem zweiten Treffer in der Nachspielzeit, als der Torschütze David Gabrysch von seinen Mannschaftskollegen fast erdrückt wurde.

Mit dem Selbstvertrauen vom Hagen-Erfolg fahren die Attendorner nach Hünsborn und versuchen laut Trainer Bayram Celik den zweiten Saisonsieg einzufahren. „Uns hat doch auch keiner zugetraut, Hagen zu schlagen“, sagt Celik. Neben dem zum Studium nach Wien gewechselten Gabrysch fehlt auch Johannes Litter, den wegen seines Platzverweises nach Kopfstoß eine empfindliche Strafe erwarten dürfte.

„In Hünsborn wird am Sonntag einiges los sein“, weiß Bayram Celik und meint damit nicht nur die Einweihung des Kunstrasenplatzes.

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